Heizsystem mit BHKW
Wärme und Strom für TenneT-CampusZwei neue Firmengebäude des Übertragungsnetzbetreibers TenneT vervollständigen seit Ende 2017 den Hauptsitz des Unternehmens auf dem gleichnamigen Campus in Bayreuth. Für das Unternehmen war es selbstverständlich, dass die Neubauten auch Strom erzeugen. Dafür wird ein BHKW eingesetzt, das in Kombination mit zwei Spitzenlastkesseln auch die Wärme in den Gebäuden bereitstellt.
Etwa 1.100 Mitarbeiter arbeiten auf dem TenneT-Campus auf rund 16.000 m2 daran, ihre Kunden mit Strom zu versorgen: TenneT betreibt das komplette Hochspannungsübertragungsnetz in den Niederlanden und einen großen Teil des Stromnetzes in Deutschland.
Als ein Unternehmen mit Blick auf die Energiewende setzt TenneT bei den neuen Bürogebäuden auf eine energetisch nachhaltige Bauweise – der Neubau entspricht dem Standard Energieeffizienzhaus 55 – und auch beim Thema Heizen auf größtmögliche Effizienz. Deshalb hat sich die Firma für ein modernes Heizsystem von Buderus entschieden, bestehend aus...
Etwa 1.100 Mitarbeiter arbeiten auf dem TenneT-Campus auf rund 16.000 m2 daran, ihre Kunden mit Strom zu versorgen: TenneT betreibt das komplette Hochspannungsübertragungsnetz in den Niederlanden und einen großen Teil des Stromnetzes in Deutschland.
Als ein Unternehmen mit Blick auf die Energiewende setzt TenneT bei den neuen Bürogebäuden auf eine energetisch nachhaltige Bauweise – der Neubau entspricht dem Standard Energieeffizienzhaus 55 – und auch beim Thema Heizen auf größtmögliche Effizienz. Deshalb hat sich die Firma für ein modernes Heizsystem von Buderus entschieden, bestehend aus einem BHKW „Loganova EN140“ und zwei Gas-Brennwert-Heizkesseln „Logano plus SB745-800“.
Effizient Strom und Wärme erzeugen
Den Mittelpunkt des Heizsystems bildet das BHKW. Es funktioniert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung: Ein Gasmotor treibt einen Generator an und erzeugt so Strom. Diesen nutzt TenneT entsprechend des aktuellen Bedarfs entweder selbst für die eigenen Gebäude oder speist ihn ins Stromnetz ein. Die bei diesem Prozess entstandene Abwärme überträgt das BHKW über einen Glattrohr-Wärmetauscher an das angeschlossene Heizsystem, von wo aus sie per Fußbodenheizung, Heizflächen und Warmluft im gesamten Verwaltungskomplex verteilt wird. Im Sommer dagegen wandelt eine Absorptionskältemaschine die vorhandene Wärme um und nutzt diese zum Kühlen der Gebäude. Zusätzlich sind die Gebäude mit einer Betonkernaktivierung ausgestattet, mit der sich Decken und Wände je nach Bedarf beheizen oder kühlen lassen. Dafür sind Rohrsysteme in die Betonbauteile der Gebäude integriert, in denen Wasser zirkuliert, das Wärme aus der Decke aufnimmt (Kühleffekt) oder abgibt (Heizeffekt). „Energieeffizienz hat bei uns als Stromnetzbetreiber oberste Priorität. Deshalb möchten wir diese natürlich auch in unseren eigenen Gebäuden umsetzen“, erklärt Thomas Pfrang, Facility Manager bei TenneT.
Das BHKW eignet sich besonders für große Objekte mit einem dauerhaft hohen Strom- und Wärmebedarf. Es erzielt einen Gesamtwirkungsgrad von 93,1 %. „Das BHKW läuft seit März 2018. Wir haben uns dafür entschieden, weil ein BHKW bei langer Laufzeit besonders wirtschaftlich ist und bezüglich der Auslastung dem Energiebedarf sowohl in den neuen Bürogebäuden bei TenneT als auch im Bestand entspricht“, erklärt Teamleiter Michael Meyer vom Planungsbüro Singer Ingenieur Consult, das das Heizsystem geplant hat. Das „Loganova EN140“ hat eine elektrische Leistung von 140 kW, eine thermische Leistung von 212 kW und ist mit einem Touchscreen ausgestattet, über den der Anlagenbetreiber alle wichtigen Parameter jederzeit im Blick hat und Einstellungen an der Anlage bei Bedarf ändern kann.
Leise, sauber, emissionsarm
Zwei Gas-Brennwert-Heizkessel „Logano plus SB745-800“ ergänzen das BHKW, um Spitzenlasten im Wärmebedarf abzufangen. Mit einer Nennwärmeleistung von jeweils 680 kW sind sie auf den Einsatz in großen Objekten ausgelegt. Die durchdachte Wasserführung der Kessel unter dem Feuerraum unterstützt die Kondensation und sorgt so für einen besonders effizienten Heizbetrieb. Außerdem verteilen die Wärmeerzeuger den Heizungsrücklauf über zwei verschiedene Kanäle im Wasserleitelement, so dass kälteres und wärmeres Wasser getrennt voneinander fließen – das sorgt für eine optimale Wasserverteilung und einen höheren Brennwertnutzen. Aufgrund eines Durchbrand-Feuerraumes heizen die Gas-Brennwertkessel besonders sauber und emissionsarm, zudem ist die Anlage sehr leise im Betrieb. Der „Logano plus SB745-800“ ist bereits werkseitig isoliert und verkleidet, was Wärmeverluste minimiert und die Montage beschleunigt. Dazu trägt auch der niedrige wasserseitige Widerstand bei, der es ermöglicht, den Kessel ohne hydraulische Weiche in Heizsysteme zu integrieren. „Wir konnten das Heizsystem zügig und komfortabel installieren, weil alle Komponenten aufeinander ausgelegt sind“, bestätigt Dr. Christian Schwarz, Geschäftsführer bei der Firma Schwender Energie- und Gebäudetechnik, die die Installation der Anlage verantwortet hat.
Versorgung über Nahwärmeleitungen
Das Heizsystem ist in einem separaten Gebäude untergebracht. Von der Heizzentrale aus versorgt es die beiden neuen Gebäude auf dem Campus sowie die Bestandsgebäude über Nahwärmeleitungen mit Wärme und Strom. Sollten zukünftig weitere Gebäude auf dem Campus hinzukommen, ist deren Nahwärmeversorgung in den aktuellen Plänen bereits berücksichtigt.
Wirkungsvolle Kombination
Die Kombination aus einem BHKW und zwei Gas-Brennwert-Heizkesseln sorgt sowohl für ein angenehmes Raumklima in den neuen Bürogebäuden als auch für eine ökonomische und ökologische Stromversorgung. „Wir sind sehr zufrieden mit der Anlage. Wir heizen unsere Bürogebäude effizient und können mit ihr dauerhaft den Wärmebedarf decken“, resümiert Thomas Pfrang.
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