Energy Performance Gap

Erfahrungen mit sanierten Wohnungen – Teil 1

Im Rahmen des hier vorgestellten Projektes werden die ganzheitliche Sanierung und die Ergebnisse des Monitorings von drei energetisch sanierten Bestandswohngebäuden in Süddeutschland vorgestellt. Die Anfang der 1950er Jahre erbauten Wohngebäude wurden mit sieben unterschiedlichen Sanierungsvarianten modernisiert. Ein Monitoringsystem zeichnet komfortrelevante Daten und Luftqualität innerhalb der Räume sowie Daten zu den Energieströmen hochaufgelöst auf. Das Monitoringsystem ermöglicht es somit einen Vergleich zwischen dem realen Energieverbrauch und dem berechneten Energiebedarf der Gebäude zu ziehen. Nach der Sanierung konnte ein Energy Performance Gap identifiziert und quantifiziert werden. Das Nutzerverhalten wurde als eine der möglichen Ursachen identifiziert. Weitere Ursachen sind Fehler in der Installation und im Betrieb der Anlagentechnik.

Energiebedarfslücke und Reboundeffekt

Der Energieverbrauch von Gebäuden unterscheidet sich in vielen Fällen erheblich von den berechneten Bedarfswerten, selbst wenn diese unter Nutzung von Software für die complex-dynamische Simulation von Gebäudeenergiebedarfen gewonnen werden. Dieses Phänomen ist wohlbekannt und wurde jüngst als „Energiebedarfslücke“ [1] (EPG) (englisch: Energy Performance Gap) bezeichnet. Darüber hinaus wird im Allgemeinen die Tendenz von Verbrauchern, ihren Bedarf und ihre Erwartungshaltung angesichts technischer Neuerungen zu steigern, als „Rebound-Effekt“ bezeichnet.

Der...

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