Energieoptimierung ab Planungsbeginn
Architektur und Energietechnik Hand in Hand
Der achtsame und nachhaltige Umgang mit den Ressourcen dieser Erde ist erst recht seit der Atomkatastrophe in Japan ein Gebot der Stunde. Auf der einen Seite steht nach wie vor die Verantwortung für das Weltklima. Hinzu gekommen ist die Forderung nach einem konsequenten Überdenken der vorhandenen Energie-Versorgungskreisläufe. Architekten und Planer sehen sich vor neuen Herausforderungen. Neben der Entwicklung ganzheitlicher Systeme ist ein Umdenken in der Gestaltung der Planungs- und Bauprozesse notwendig.
Für Architektur und Gebäudeplanung ebenso wie für Klimatechnik und Energieanlagenplanung gilt die Maxime: Im Mittelpunkt steht der Mensch. Beide Fachgebiete haben das gemeinsame Ziel, nämlich unter Schonung der vorhandenen Budgets für eine möglichst nachhaltige und umfangreiche Behaglichkeit zu sorgen. Dennoch wurden Architektur und Energietechnik in der Vergangenheit vielfach seriell und nicht immer mit der angemessenen Abstimmung geplant.
Energieexperten und Klimaingenieure sahen sich vielfach mit Architekturkonzepten konfrontiert, in die sie ihre Anlagen „hineinplanen“ sollten, Architekten...
Für Architektur und Gebäudeplanung ebenso wie für Klimatechnik und Energieanlagenplanung gilt die Maxime: Im Mittelpunkt steht der Mensch. Beide Fachgebiete haben das gemeinsame Ziel, nämlich unter Schonung der vorhandenen Budgets für eine möglichst nachhaltige und umfangreiche Behaglichkeit zu sorgen. Dennoch wurden Architektur und Energietechnik in der Vergangenheit vielfach seriell und nicht immer mit der angemessenen Abstimmung geplant.
Energieexperten und Klimaingenieure sahen sich vielfach mit Architekturkonzepten konfrontiert, in die sie ihre Anlagen „hineinplanen“ sollten, Architekten sahen sich mit Effizienzorientierten Anforderungen von Klimafachleuten konfrontiert, die sich nicht selten nur schwerlich mit der angestrebten Gebäudeästhetik in Einklang bringen ließen.
Die Alternative ist eigentlich einfach. Sie heißt integrale Planung. Mit einem ganzheitlichen Planungsansatz schafft man die wesentliche Voraussetzung für nachhaltiges Bauen, denn ein gut funktionierendes Gebäude ist schön und entspricht sowohl ökonomischen als auch ökologischen Anforderungen.
Energie als wertvollstes Gut
Bevor es in die eigentliche Gebäudeplanung geht, ist es sinnvoll, sich einen Bezugsrahmen zu verdeutlichen. Moderne Gebäudenutzer sind sensibler denn je, denn Energie wurde als Gut nie so wertgeschätzt wie heute. Der Begriff des „Raumklimas“ erweitert sich deshalb über technische und physikalische Aspekte hinaus. Weiche Faktoren, subjektive Anforderungen und die Teilhabe des Einzelnen an einem verantwortlichen Umgang mit den Energieressourcen sind mit einzubeziehen. Die Gebäudetechnik, und im Speziellen die Energietechnik stehen nicht mehr für sich allein, sondern sind Bestandteile eines Systems, das aus dem Gebäude, der Technik und dem integrierten Know-how besteht.
Was heißt das praktisch? Für ein energetisches Gesamtkonzept müssen verschiedene Bereiche synchronisiert werden. Dazu gehören Heizung, Kühlung und Klimatechnik, Lüftung und damit eng verbunden passiver Brandschutz, Sonnenschutz und Nutzung von solarer Energie (Photovoltaik), Tageslichttechnik mit Beschattung und Lichtlenkung als zwei Seiten einer Medaille.
Bereits in der Konzept- und der Spezifikationsphase eines Gebäudes ist deshalb die Einbeziehung eines Energieexperten nützlich, der über die klassische Gebäudetechnik hinaus die energetische und raumklimatische Performance des Gebäudes und der Fassade mit gestaltet. Colt International (www.colt-info.de) ist einer der anerkannten Global Player in den oben genannten Bereichen. Um dem Gebot eines nachhaltigen Umgangs mit energetischen Ressourcen gerecht zu werden, arbeiten die Projektteams nach einem erprobten System. Herzstück einer jeden Projektplanung ist stets ein energetisches Gesamtkonzept.
Sparpotentiale und Imagegewinne
Das beinhaltet Aspekte des Sonnenschutzes, bezieht die vorhandenen Klimagegebenheiten ein und berücksichtigt die Voraussetzungen im Hinblick auf Luft, Temperatur, Licht und Raumklima. Nur wenn Architekten die Palette der Möglichkeiten im Bereich Klimatechnik kennen, können sie frühzeitig daran denken, diese in die Planung der Gebäudeästhetik einzubauen. Geschieht dies nicht, so entstehen meistens Probleme – entweder mit der Optik oder mit der Technik – und am Ende geraten die Betriebskosten außer Kontrolle.
Immer mehr Unternehmen investieren vor dem Hintergrund der Weltklimaproblematik und der steigenden Instabilität im Bereich der Energiekosten in energiesparende Maßnahmen. Intelligente Klimaanlagen und Niedrigenergiekonzepte bieten hier große Innovationspotenziale. Welcher Architekt – und vor allem welcher Bauherr! – verzichtet nicht gern auf den Einbau einesHeizkessels.
Innovative Klimakonzepte beispielsweise geben zudem Antworten auf aktuelle Trends, zum Beispiel darauf, dass Heizlasten in Gebäuden immer mehr abnehmen, Kühllasten hingegen zunehmen. Wenn hier die „falschen“ Anlagen eingebaut werden, weil nicht alle Aspekte einer „intelligenten“ Planung berücksichtigt wurden oder die unterschiedlichen Einflüsse von Sonneneinstrahlung, Lüftung, Heizung und Klimatisierung unangemessen oder gar nicht aufeinander bezogen sind, so kann dies Millionenschäden verursachen.
Insbesondere für Industriekunden gehört zu den Vorteilen, die mit einem pfiffigen und verantwortlichen Energiekonzept verbunden sind, der Imagegewinn. Der Umweltschutzgedanke, nachhaltiger Klimaschutz und auch Mitarbeiterverantwortung und Corporate Social Responsibility sind hier die Stichworte.
Zurück zur Eingangs-Maxime: Im Mittelpunkt steht der Mensch – vor dem aufgezeigten Hintergrund wird das Ziel der Behaglichkeit zu einer komplexen Angelegenheit, die nicht nur die thermische Behaglichkeit beinhaltet, sondern ein allumfassendes Wohlbefinden der betroffenen Menschen inklusive ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte.
Was muss das Gebäude „können“?
Für die konkrete Planung ergeben sich mehrere Fragenkomplexe, die abgearbeitet werden müssen. Dazu gehören die Einschätzung des Gebäudekomplexes gemäß Energiesparverordnung und eine individuelle Gebäudeanalyse.
Bei der Erstellung einer TGA (Technische Gebäudeausrüstung) schöpfen die Planer meistens aus ihren Erfahrungen. Für ein energetisches Gesamtkonzept ist aber vor allem eine Frage interessant: Was soll eigentlich in dem geplanten Gebäude passieren? Handelt es sich um eine Produktionsstätte oder ein Lager? Soll ein Bürogebäude oder ein Gebäude mit viel Publikumsverkehr gebaut werden? Werden in dem geplanten Gebäude Lebensmittel verarbeitet, gibt es hier künftig spezielle Maschinen mit energierelevanten Eigenschaften oder werden viele oder wenige Menschen hier arbeiten? Bei der Ermittlung dieser Anforderungen sind die Kunden die wichtigsten Ansprechpartner. Sie wissen am besten, was sie brauchen. Sie können genau definieren, was das Gebäude in Bezug auf Heizung und Kühlung, auf Schadstoffemissionen oder Schall „können“ muss.
Eine weitere Frage ist die Analyse der Ressourcen. Welche energetischen Ressourcen bieten das Gebäude und seine Nutzung selbst an: Gibt es Serverräume, welche Produktionsbereiche sind erforderlich, wie ist die Fassadenstruktur? Daneben sind auch die Ressourcen des Grundstücks und seine Lage interessante Parameter: Wasser, Geothermie, Sonne, Wind, benachbarte Industrie oder Produktionsstätten etc.
Der Planer als Moderator
Für die konkrete Gebäudeplanung ist es von Nutzen, neben der Ermittlung all dieser konkreten Fakten die Kenntnisse der Kunden, die Erfahrung der Architekten und das Fachwissen von Klimaexperten miteinander zu verbinden. Deshalb sollten sich alle Beteiligten auf eine klar strukturierte Form des Austausches verständigen. Hier kommt dem Planer, häufig dem Architekten, vielfach die Rolle eines Moderators zu. In komplexen Projekten kann es sogar ratsam sein, mit Kommunikationsfachleuten zusammenzuarbeiten. Das gilt besonders dann, wenn es sich um große Industrieanlagen oder öffentliche Gebäude handelt. Hier gibt es vielfach ein großes öffentliches Interesse, besonders wenn es um die Themen Energie und Nachhaltigkeit geht, und möglicherweise auch einen Rechtfertigungsdruck, weil öffentliche Mittel eingesetzt werden.
Auf ein solche, umfangreiche Situationsanalyse folgt dann die eigentliche Planung des konkreten energetischen Gesamtkonzeptes. Das kann nun auf die jeweils individuellen Bedürfnisse zugeschnitten werden. Colt International setzt dabei auf die intelligente Kombination verschiedener Technologien. Auf diese Weise werden hohe Synergieeffekte erzielt, werden die Klimasysteme zu echten Energiemanagern, die alle Maßnahmen zur Lüftung, Heizung, Luftkonditionierung, Tageslichttechnik und selbst zum vorbeugenden Brandschutz kostengünstig und technisch optimal miteinander verbinden und aufeinander abstimmen.
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