Die „neue Mitte“ der Nürnberger Messe

Zur „Chillventa“ war sie bereits in Betrieb, die „neue Mitte“ des Messegeländes in Nürnberg. Über 100 Mio. € hat die NürnbergMesse in den vergangenen Jahren in den Ausbau ihrer Kongressbereiche investiert. Nun stehen mit dem CCN Ost und dem CCN West-Mitte zwei topmoderne Kongresszentren mit insgesamt über 11000 Sitzplätzen zur Verfügung.

Der alte Eingangsbereich „Mitte“ aus den 1970er-Jahren wurde komplett neu gestaltet. Die Grundfläche wurde auf 6000 m2 verdoppelt. Der umbaute Raum wuchs sogar um den Faktor acht in die Breite und vor allem in die Höhe: 20 m über dem Fußboden überspannt ein 12500 m2 großes Luftkissen-Lamellendach das Eingangsgebäude sowie den Vorplatz.

Das neue Eingangsgebäude, in dem gut 250 Einfamilienhäuser Platz hätten, und der ebenfalls neue Kongresssaal Brüssel bilden einen ansprechenden Rahmen für die zahlreichen Veranstaltungen, die in diesem Teil des Messe- und Kongresszentrums stattfinden werden. Der neue Saal Brüssel bietet Platz für 1000 Menschen – das ist aber auch alles, was ihn mit seinem Vorgängerbau verbindet, präsentiert er sich doch als eigenständiges Bauwerk innerhalb des CCN Mitte. Futuristisch anmutend ruht er auf nur fünf Säulen und erweitert so zusätzlich das Raumangebot im Eingangsbereich. Wichtig für Kongressorganisatoren: Alle Räume und Säle des CCN Mitte befinden sich nunmehr auf einer Ebene.

Kongresse – mit Leichtigkeit

Die Idee, den Saal auf ein Tablett zu stellen, ist der Schlüssel zum gesamten Umbau des Eingangs-, Service- und Kongressbereichs Mitte des Nürnberger Messegeländes. Der Bereich gehört zu den ältesten Gebäudeteilen und stammt aus den 1970er-Jahren. Mit dem Saal Brüssel an seinem alten Standort in der Mitte war der Eingang nicht umzubauen. Der Raum versperrte den Blick und die Laufwege. Also musste als erstes der Saal aus dem Weg. Doch war er mit seiner Kapazität von 1000 Plätzen unverzichtbar. Die visionäre Lösung: Der Saal kommt auf ein Plateau und wird seitlich versetzt – viel schöner, spannender und funktioneller als zuvor. So macht er im Erdgeschoss Platz und schließt oben über ein Foyer an den Saal München und die weiteren Räume des Kongressbereiches CCN Mitte an. Über eine Treppe kann man in den Messepark gelangen.

So luftig er wirkt, so voll gepackt mit modernster Kongresstechnik ist der neue Saal Brüssel. An zwei Seiten lassen Glasfassaden viel Tageslicht hinein, wenn sie nicht gerade für Projektionen verdunkelt sind. Eine Besonderheit sind die mit Textilien bespannten Wände sowie die Decke in einem trendigen Grünton. Die Verkleidung von Wänden und Decke besteht aus 1300 Textil-Paneelen, die wie zufällig zusammengesetzt ein lebendiges Muster bilden. Dazwischen, wie hineingeworfen, die Technik. Strahler und Scheinwerfer sind in die unregelmäßigen Fugen der Paneele integriert. Und so ist der Saal wandelbar wie ein Chamäleon – er bietet eine moderne Projektionsfläche mit rund 100 m2 etwa für Technologie- oder Medizin-Kongresse, ist spektakulär ausleuchtbar für Autopräsentationen oder leicht und verspielt bei Konzerten. Hier lässt es sich bei jeder Veranstaltung gut und gern zuhören und -schauen.

 

Eingang als Willkommensgruß

Der neu gestaltete Bereich Mitte ist mehr als ein Eingang. Er ist für hunderttausende Besucher die erste Anlaufstelle und damit die Visitenkarte der NürnbergMesse. Der Umbau war notwendig geworden, weil die Architektur nicht mehr die modernen Anforderungen an Kongressatmosphäre, Besucherregistrierung, Gastronomieservice und Funktionalität erfüllte. Seit September erwartet die Messe- und Kongresskunden der neue elegante Eingangsbereich. Wie ein Willkommensgruß wirkt die lichte, offene Architektur. Sie bereitet den Gästen einen würdigen Empfang. Es gibt viel Platz sich umzuschauen und sich intuitiv ohne Schilder zu orientieren: hier die Garderobe, dort die Eingangstheken, dahinter gut sichtbar der Messepark und die anderen Messehallen. Oben über eine breite Treppe erreichbar der Kongresssaal mit seinem Foyer. Alles ist klar strukturiert, großzügig und fokussiert. „Bislang war der Blick über das Gelände verstellt, jetzt erschließt sich vom neuen Eingangsbereich aus die Dimension der NürnbergMesse. Die Besucher können in die Tiefe des Geländes blicken, in den Messepark, bis hin zu den Hallen 4A und 7A sowie zum CCN Ost“, betont Diederichs.

 

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