Der DC Tower 1 in Wien

Frequenzumrichter in Österreichs höchstem Gebäude

Von Anfang an wurde das Ziel angestrebt, beim Bau des DC Tower 1 eine Zertifizierung als „Green Building“ mit Gold- oder Platin-Status nach LEED zu erreichen. Dafür wurde sorgfältig geplant und großer Wert auf die eingesetzte Gebäudetechnik gesetzt. Der Lohn für diese sorgfältige Planung sind geringe Betriebskosten und ein niedriger Energieverbrauch. Die Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, an dessen Effi­zienz die eingesetzten Frequenzumrichter einen erheblichen Anteil haben, ist ein wichtiger Teil des Gebäudekonzepts.

Der am 26. Februar 2014 offiziell eröffnete DC Tower 1 ist das höchste Gebäude Österreichs. Der vom französischen Architekten Dominique Perrault entworfene Turm gilt schon jetzt als zukünftiges Wahrzeichen der Stadt. In drei Jahren Bauzeit – von 2010 bis 2013 – entstanden im Turm Mietflächen von insgesamt 66.000 m². Auf seine 60 Stockwerke verteilen sich Büros, das Vier-Sterne-Hotel Melinã Vienna, ein Restaurant, eine Bar sowie ein Fitnessstudio. Besondere Highlights sind die öffentliche Aussichtsterrasse und das im 57. Stock eingerichtete „57 Restaurant & Lounge“. Durch den 360°-Rundumblick...
Der am 26. Februar 2014 offiziell eröffnete DC Tower 1 ist das höchste Gebäude Österreichs. Der vom französischen Architekten Dominique Perrault entworfene Turm gilt schon jetzt als zukünftiges Wahrzeichen der Stadt. In drei Jahren Bauzeit – von 2010 bis 2013 – entstanden im Turm Mietflächen von insgesamt 66.000 m². Auf seine 60 Stockwerke verteilen sich Büros, das Vier-Sterne-Hotel Melinã Vienna, ein Restaurant, eine Bar sowie ein Fitnessstudio. Besondere Highlights sind die öffentliche Aussichtsterrasse und das im 57. Stock eingerichtete „57 Restaurant & Lounge“. Durch den 360°-Rundumblick reicht die Aussicht hier, bei gutem Wetter, vom Wienerwald bis nach Bratislava.

Der Turm steht auf dem Gelände, das ursprünglich einmal die Expo 1995 beherbergen sollte. Nachdem diese jedoch nicht stattfand, wurde umgeplant, und das Projekt Vienna DC Donau-City entstand. So ist hier, gerade einmal acht Bahnminuten vom Historischen Stadtzentrum entfernt, ein neues, modernes Stadtzentrum gewachsen.

Für Energieeffizienz ausgezeichnet

Der DC Tower 1 erfüllt nicht nur als einer der ersten Bürotürme Österreichs die „Green Building“-Standards der EU‑Kommission, sondern hat auch den zweiten Platz beim „Emporis Skyscraper Award“ gewonnen, einen internationalen, jährlich verliehenen Hochhaus-Architekturpreis für Gebäude über 100 m. Überzeugt hat die Jury bei ihrer Wahl des DC Tower 1 u. a. die kontrastreiche Fassadengestaltung, drei glatte Seiten durchbrochen von einer zerklüfteten, und das umfassende Nachhaltigkeitskonzept.

Von Anfang an arbeiteten die Erbauer des DC Tower 1 auf eine Zertifizierung als „Green Building“ mit Gold- oder Platin-Status nach LEED hin. So achteten sie bereits bei Planung und Bau auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Der Lohn für diese sorgfältige Planung: Äußerst geringe Betriebskosten, niedriger Energieverbrauch und innovative Gebäudetechnologie. Wichtiger Teil dieses Konzepts ist u. a. die effiziente Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Die Entscheidung für VLT-„HVAC Drive“-Frequenzumrichter von Danfoss fiel aufgrund der langjährigen, guten Erfahrung, die die für diesen Bereich zuständige Firma Caverion Österreich GmbH in verschiedenen Projekten mit den Danfoss-Produkten und deren Betreuung gemacht hat. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist die einfache Bedienung der Frequenz­um­rich­ter.

Im DC Tower 1 sind zahlreiche VLT-„HVAC Drive“ im Leis­tungs­bereich von 3 bis 90 kW im Einsatz. Gerade hier spielt der „FC 102“ einen seiner großen Vorteile aus: das mit einem alphanummerischen Klartextdisplay versehene einheitliche Bedien­konzept, das eine einfache Bedienung und Inbetriebnahme der Umrichter erlaubt. Es spart aber auch Zeit und Geld bei der Mitarbeiterschulung und vermeidet Bedienungsfehler.

Gute Lüftung und optimales Klima für das Wohlbefinden

Um im DC Tower 1 für die notwendige Belüftung und optimales Klima zu sorgen, ist eine gut funktionierende Lüftungsanlage essentiell. Eine ausreichende Versorgung mit warmer oder kalter Frischluft stellen die druckgeregelten VLT-„HVAC Drive“-FU mit einer Leistung von 3 bis 22 kW sicher. Für eine zuverlässige und präzise Regelung der Anlage sorgt ein Druckfühler, der den Luftdruck im Zuluftkanal erfasst. Der Druckfühler wandelt dann den gemessenen Wert in ein Signal von 0 bis 10 V direkt für den Frequenzumrichter um. Dieser berechnet die Differenz zum vorgegebenen Sollwert und passt dann über eine Drehzahländerung den Lüfter so an, dass dieser den geforderten Sollwert für den Druck erreicht. Steigt der Druck in den Leitungen, weil Luftausgänge geschlossen sind, senkt der Frequenzumrichter die Drehzahl. Nimmt der Bedarf an Luft zu, ist es umgekehrt: Der Frequenzumrichter erhöht die Drehzahl, um den Solldruck wieder herzustellen.

Integrierte PID-Regler senken Verkabelungsaufwand

Die Danfoss VLT-„HVAC Drive“-Frequenzumrichter haben vier unabhängige PID-Regler und beherrschen so die PID-Regelung von Lüftern. Damit können sie Größen einfach lokal auswerten, so dass sie die sonst übliche Vorgehensweise, die Komponenten alle mit einer Steuerung zu verkabeln und ein entsprechendes Programm zur Steuerung des Umrichters zu erstellen, überflüssig macht. Der Druckregler sendet seine Signale direkt an die Analogeingänge des Frequenzumrichters und die Steuerung ist lediglich für die übergeordneten Funktionen Freigabe, Störung und Sollwertvorgabe zuständig. Der Frequenzumrichter erhält von der Steuerung nur die entsprechenden Signale und kann dann die Lüftung selbstständig regeln. Neben dem reduzierten Verkabelungsaufwand und der eingesparten Programmierarbeit entfallen auch ein Vielzahl von Ein-/Ausgabeschnittstellen an der Steuerung, die dort ebenfalls zu einer Einsparung führen oder aber anderweitige Funktionen übernehmen können.

Druck- und strömungsabhängig gesteuerte Kältepumpen

Neben den Lüftern übernehmen die VLT-„HVAC Drive“ auch die Steuerung der Kältepumpen. Hier arbeiten vier Fre­quenz­um­rich­ter mit einer Leistung von jeweils 90 kW primär und sekundär im Hauptkältekreis. Sie sorgen druck- und strömungsabhängig dafür, dass die jeweilige Kältepumpe immer genau die geforderte Leistung und die gewünschte Temperatur liefert. Da sie so immer nur genau die Leistung erbringen, die tatsächlich gerade benö­tigt wird, fallen Betriebskosten und Energieverbrauch deutlich geringer aus als bei anderen Systemen.

Die zur Druckmessung installierten Sensoren in den hydraulischen Anlagen übermitteln ein 4- bis 20-mA-Signal an die Steuerung. Diese berechnet dann die benötigten Änderungen und gibt die entsprechenden Anpassungen an den Fre­quenz­um­rich­ter. Dieser passt dann die Leistung der Anlage entsprechend dieser Vorgaben an. Der VLT-„HVAC Drive“ könnte die Signale, genau wie bei der Lüftung, auch selbstständig auswerten, allerdings werden die Druckdaten noch anderweitig zur Auswertung von der Steue­rung mitgeschrieben. Direkt mit dem Frequenzumrichter verbundene Strömungswächter überwachen zudem mithilfe eines NO-/NC-Wechselkontakts, ob das Kühlmittel in der Anlage richtig zirkuliert. Sollte dies nicht der Fall sein, schaltet der FU automatisch ab und gibt eine Sperrmeldung aus. So ist die Kälteanlage des DC Tower 1 optimal vor dem Trockenlaufen geschützt.

Brandentrauchung erhöht die Sicherheit

Ein weiterer, auch für die Sicherheit des Gebäudes, wichtiger Bestandteil der Gebäudeplanung ist die Brandentrauchung. Im Falle eines Brandes geht die größte Gefahr meist vom entstehenden Rauch aus. Der oft giftige Rauch führt zu Rauchvergiftungen und behindert die Sicht auf die Fluchtwege, was die Evakuierung des Gebäudes erschwert.

Im Falle eines Feuers müssen Leitsystem und Frequenzumrichter dafür sorgen, den Rauch möglichst schnell und effektiv abzusaugen, um so die Flucht- sowie die Rettungswege so lange wie möglich nutzbar, offen und rauchfrei zu halten. Für die sichere Steuerung der Brand­ent­rau­chung sind zwei redundante VLT-Frequenzumrichter mit einer Leistung von 11 und 22 kW zuständig. Sollte es im Falle eines Brandes bei einem der Geräte zu einer Störung kommen, schaltet der VLT-„HVAC-Drive“ selbstständig durch die automatische Störumschaltung auf sein jeweiliges Ersatzgerät um. Auf diese Weise ist die Brandentrauchung im Notfall gesichert. Ausgelöst wird die Entrauchung im Falle eines Brandes automatisch über die Brandmeldeanlage.

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