Business Center in Schwabach

Freiflächen- und Rohrbegleitheizung als Systemlösung

Im Schwabacher „Gewerbepark West“ entstand in einer kurzen Bauzeit von nur acht Monaten ein sechsgeschossiges Bürogebäude. Das „Business Center Schwabach“ bietet seinen Nutzern ein attraktives Arbeitsumfeld. Deutlich wird dies durch die hochwertige Ausstattung. Eine Freiflächenheizung ermöglicht ganzjährig das rutschfreie Befahren der Tiefgarage ohne Einsatz von Räumfahrzeugen und Tausalz. Selbstlimitierende Begleitheizungen vermeiden Leitungs- und Rohrschäden durch Frost und Kälte.

Das neue Business Center in Schwabach nahe Nürnberg markiert die exponierte und verkehrstechnisch günstige Lage an der Hauptachse B 466: Von hier aus ist es nur ein Katzensprung auf die A6. Die Architek­ten Kehrbach Planwerk aus Schwabach (www.kehrbach.de) realisierten zwei Baukörper mit leicht versetzter Anordnung. Auf diese Weise nahmen sie dem rund 55 m langen und 27 m breiten Neubau die Massivität. Die klare Struktur des Gebäudes erhielt ein prägnantes Farbkonzept in leuchtendem Grün und Anthrazit, das wie eine kräftige Farbspur innerhalb der sonst zurückhaltenden Umgebung wirkt. Im...
Das neue Business Center in Schwabach nahe Nürnberg markiert die exponierte und verkehrstechnisch günstige Lage an der Hauptachse B 466: Von hier aus ist es nur ein Katzensprung auf die A6. Die Architek­ten Kehrbach Planwerk aus Schwabach (www.kehrbach.de) realisierten zwei Baukörper mit leicht versetzter Anordnung. Auf diese Weise nahmen sie dem rund 55 m langen und 27 m breiten Neubau die Massivität. Die klare Struktur des Gebäudes erhielt ein prägnantes Farbkonzept in leuchtendem Grün und Anthrazit, das wie eine kräftige Farbspur innerhalb der sonst zurückhaltenden Umgebung wirkt. Im Erdgeschoss befindet sich eine Erlebnisgastronomie, die folgenden Stockwerke sind den vier Büroeinheiten, einer Kanzlei und zwei Arztpraxen vorbehalten. Im 6. OG ist eine Betriebswohnung. Die Tiefgarage verfügt über 82 PKW-Plätze und erstreckt sich über drei Untergeschosse.

Energiekonzept mit integrierter Optimierung

Das gestalterische Gebäudekonzept ergänzt ein energetisches Konzept, das nicht nur die Zielvorgaben für die Haustechnik und einen guten Wärmedämmstandard erfüllt, sondern auch eine Betriebsoptimierung mit einschließt. Zuständig für die TGA-Planung war die Haustechnik Projekt GmbH aus Nürnberg (www.htp-nbg.de). Die für den Neubau konzipierten No-Frost-Lösungen sind aus Sicht der Ingenieure eine nachhaltige Maßnahme für den Bautenschutz. Zudem sparen diese elektrischen Systemlösungen langfristig Kosten ein – auch beim Winterdienst. Vorgesehen wurde eine Freiflächenheizung in der Tiefgaragenzufahrt sowie Rohrbegleitheizungen an allen wasserführenden Rohrleitungen. Den Auftrag für die Installation erhielt die Firma Lessner Elektrotechnik GmbH aus Nürnberg (www.wagnergruppe.com).

In fünf Arbeitstagen fix und fertig installiert

Bei der sorgfältigen Verlegung des elektrischen Heizmattensys­tems in der Tiefgaragenzufahrt ging man nach einem detaillierten Verlegeplan von AEG Haustechnik vor. Das Nürnberger Unternehmen bietet diese Planungsleistung an und verantwortet damit auch die Wahl der passenden Systemkomponenten. Für die einwandfreie Funktion ist es wichtig, dass die Freiflächenheizung richtig dimensioniert und korrekt im Verteilerkasten eingebunden ist. Falsch dimensionierte Freiflächenheizungen arbeiten nicht effektiv, und es kann zu Störungen kommen. Die Planung und der fachgerechte Einbau der Systemkomponenten haben einen wesentlichen Einfluss auf den ökonomischen Gebäudebetrieb. Maßgeblich ist deshalb eine vorherige Begehung der Baustelle, bei der auch in Erfahrung gebracht werden muss, welcher Oberbelag (Beton, Heißasphalt, Bitumen) aufgebracht wird. Das ist wichtig, weil der Oberbelag die Wahl des geeigneten Heizkabels bestimmt. Jeder Heizleiter-Typ erfüllt unterschiedliche Anforderungen an die Hitzebeständigkeit, die durch den Kabelaufbau erfüllt werden muss.

Die Verlegearbeiten begannen bei der Tiefgarageneinfahrt und erstreckten sich über die gesamte erste Rampenlänge von 28 m. Auf einer Gesamtfläche von 140 m2 wurden die AEG-Flächenheizmatten in sieben Längsbahnen direkt auf die Betondecke aufgebracht, die sauber bzw. besenrein sein muss. Verwendet wurden die Heizmatten „FFH 300 Twin“ – ausgelegt auf eine Heizleistung von 300 W/m². Man fixierte diese punktuell, damit sie beim späteren Auftragen von Gussasphalt nicht verrutschen konnten. In den beiden quer zur Fahrbahn verlaufenden Ablaufrinnen folgte die dreifache Heizschleifenverlegung mit dem Heizkabel „DIC 30“. Anschließend wurden alle Anschlussenden zum Verteilerschrank im Technikraum geführt. Vor, während und nach dem Asphalteinbau wurden die Heizmatten geprüft und Messprotokolle erstellt.

Der AEG-Eismelder „EM 50-2“ befindet sich im vorgefertigten Verteilerschrank und übernimmt die vollautomatische Beheizung. Über den erforderlichen Feuchte- und Temperaturfühler, der im unüberdachten Zufahrtsbereich der Tiefgarage ebenerdig im Asphalt eingelassen ist, ermittelt der Eismelder den optimalen Einschaltzeitpunkt. Bevor der Gefrierpunkt erreicht ist, nehmen die Heizmatten und Heizkabel ihren Betrieb auf. Der effiziente Umgang mit wertvoller Energie ist dabei garantiert, da der Eismelder erst dann elektrische Wärmeenergie anfordert, wenn eine Gefahr durch Schnee, Eis oder überfrierende Nässe besteht. Umgehend nach dem Abtauvorgang schaltet der AEG-Eismelder wieder ab. Das No-Frost-System arbeitet somit selbstständig.

Selbstlimitierende Heizbänder an Wasser- und Abflussrohren

In Regionen Deutschlands, in denen die Winter besonders kalt sind und der Frost wochenlang herrscht, ist der Einsatz von Rohrbegleitheizungen empfehlenswert. Neben den Frisch- und Abwasserleitungen, die durch Tiefgaragenbereiche führen, sind auch außenliegende Regenfallrohre bei lange anhaltenden, tiefen Temperaturen gefährdet: Strahlt die Sonne aufs Dach, so tauen Schnee und Eis auch bei Minusgraden. Gefriert jedoch das abfließende Schmelzwasser innerhalb der Fallrohre wieder, können diese platzen. Zur automatischen Frostfreihaltung erhielten deshalb auch in Schwabach alle freiliegenden Rohrleitungen eine selbstlimitierende Rohrbegleitheizung. Diese Heizbänder können auch als Dachrinnenheizung Verwendung finden. Die Begleitheizung passt die Heizleistung an die Umgebungstemperatur an: sinkt diese, so steigt die Heizleistung – steigt die Umgebungstemperatur, sinkt die Heizleistung wieder. Insgesamt wurden rund 700 laufende Meter AEG-Heizband vom Typ SLH sowie Außentemperaturregler mit Temperaturfühler installiert. Die Fixierung erfolgte mit Kabelbindern und hochwertigem Aluklebeband, anschließend wurden die Rohre isoliert, damit die Wärme nicht entweichen kann.

Die geringe Heizleistung von 25 W/m beim „SLH“-Kabel reicht aus, um das Schmelzwasser zuverlässig abzuführen. Durch die Selbstlimitierung wird ein Überhitzen verhindert: Ein selbstregulierendes Halbleiterelement regelt dabei die Wärmeabgabe zwischen den parallel geführten Kupferleitern im Heizband. Die Rohrbegleitheizungen sind von hochwertiger Qualität und wartungsfrei. Die Temperaturentwicklung muss bei der Auslegung dennoch berücksichtigt werden und das Heizkabel richtig dimensioniert sein.

Nach Fertigstellung verfügt das „Business Center Schwabach“ über eine No-Frost-Ausstattung, die mit Beginn der Wintersaison 2013/2014 zum ökonomischen Gebäudebetrieb maßgeblich beitragen wird. Thomas Reinhardt, vom ausführenden Elektrofachbetrieb Lessner Elektrotechnik GmbH resümiert: „Mit den Leistungen von AEG Haustechnik sind wir vollauf zufrieden. Auch bei diesem Objekt überzeugten uns technische Beratung, Planung, Liefertreue und die regelmäßige Betreuung durch AEG-Außendienstmitarbeiter Sabri Incili, so dass Fragen direkt vor Ort geklärt werden konnten. Alles hat bestens funktioniert.“

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