Verleihung des DFLW-Awards 2016

Anerkennung für ein Lebenswerk

Am 16. März 2017 verlieh der Deutsche Fachverband für Luft- und Wasserhygiene e.V. (DFLW) im Rahmen der ISH in Frankfurt die Awards 2016. Wie in den Vorjahren auch, wurden die Preise in den Kategorien Trinkwasser- und Raumlufthygiene verliehen.

Kategorie Trinkwasser

In diesem Jahr wurde erstmals eine Einzelperson für ihr Lebenswerk im Bereich der Trinkwasserhygiene ausgezeichnet. Bernd Balg, ehemaliger Geschäftsführer der Alfred Balg GmbH und heutiger Pensionär, aus Brühl erhielt diese besondere Auszeichnung für sein jahrzehnte­langes Engagement im Bereich der Trinkwasserhygiene.

Willibald Schodorf, Fachausschussvorsitzender Wasser des DFLW e.V., sagte dazu in seiner Laudatio: „Die Disziplin der Neugierde, die Beharrlichkeit, gepaart mit absolutem Praxisbezug, und die tiefe Überzeugung, dass theoretische Konzeptionen immer auch Anwendungsperspektiven mit sich führen sollten, haben sein Lebenswerk – gesundes, genusstaugliches Trinkwasser von der Quelle bis zum Zapfhahn beim Verbraucher – geprägt. Seine Sensibilisierung für das Thema Gesundheitsschutz, die Qualifizierung seiner eigenen Person in Kongressen sowie regelmäßige Einschreibungen als Gasthörer – und vor allem die Qualität, diese neuen Erkenntnisse aus Medizin, Mikrobiologie, Epidemiologie und Werkstoffkunde in Fachkreise einzubringen und praktisch anzuwenden – haben ihn nicht nur in der Stadt Brühl, der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft, der Fachhochschule der Bundesfinanzakademie und bei vielen Versorgern bekannt gemacht, sondern auch den DFLW inspiriert.“

Weiter führte Willibald Schodorf aus, dass Bernd Balg die Trinkwasserhygiene zur Priorität für Sicherheit und Gesundheit gemacht und in ein Betriebssicherheitsmanagement eingebunden habe.

Bernd Balg dankte dem DFLW e.V. für die Auszeichnung und führte aus: „Trinkwasserhygiene kann zur Passion werden! All die vielen Normen und Merkblätter, die dazu existieren, sind natürlich wichtig, haben aber für mich persönlich nie eine so große Rolle gespielt, weil das richtige Leben – der Einsatz für einwandfreies Trinkwasser in der Praxis – von größerer Bedeutung für mich war und eine ganz andere Herangehensweise forderte.“ Zudem erwähnte er noch, wie wichtig es sei, sich mit konkreten Fragestellungen an Vertreter der Wissenschaft und Forschung zu wenden. „Denn nur mit der Rückkopplung aus der Praxis ist es für die Fachleute möglich, effektiv weiterzuarbeiten“, so Bernd Balg.

Kategorie Raumlufthygiene

Dr. Stefan Burhenne, der die Laudatio in der Kategorie Raumlufthygiene hielt, begründete die Entscheidung der Jury wie folgt: „Wie man sich einerseits um eine gute Luftqualität bemühen kann und auch eine gute Mitarbeiterzufriedenheit in diesem Bereich erreicht, zeigt uns die LBS. Denn die Landesbausparkasse hat sich an ihren damaligen Standorten Karlsruhe und Stuttgart schon früh mit diesem Thema befasst ‚Um nichts anbrennen zu lassen‘ haben sich die Verantwortlichen schon 1999 – also gerade mal ein Jahr nach Veröffentlichung der VDI 6022 – bemüht, diese umzusetzen. Mit Erfolg. Denn seither wurden immer wieder notwendige Sanierungen vorgenommen und die in der Richtlinie geforderten Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten vorbildlich umgesetzt. Dies ist umso löblicher, wenn man bedenkt und sich erinnert, wie groß die Widerstände der Industrie Ende der 1990er gegen diese Richtlinie waren und wie skeptisch diese vielerorts aufgenommen wurde. Rückblickend betrachtet, hat die LBS damals schon Weitblick bewiesen und war ein wahrer Pionier. Sowohl im Bereich der Raumlufthygiene als auch im Bereich der Kühlturmhygiene, die seit 2004 im Rahmen der VDI 6022 ebenfalls von der LBS umgesetzt wurde.

Bernhard Porscha, Referent Liegenschaften in der Abteilung Gebäudemanagement der LBS Südwest, und Simon Probst, stellvertretender Gruppenleiter, nahmen stellvertretend für alle verantwortlichen Mitarbeiter der LBS Landesbausparkasse Südwest den Preis entgegen.

Im Gespräch berichten sie, dass die LBS Südwest an allen drei heutigen Standorten (Stuttgart, Karlsruhe und Mainz) zwölf eigene Haustechniker einsetzt, die für die 59 Lüftungsanlagen (35 in Stuttgart, 15 in Karlsruhe und 9 in Mainz) verantwortlich sind. So werden 1.100 Mitarbeiter in den Verwaltungsgebäuden mit hygienisch unbedenklicher Luft versorgt.

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