20 Jahre Ingenieurbüro Krebser und Freyler

TAB: Herr Freyler, Sie feiern das 20jährige Bestehen Ihres Ingenieurbüros. Dazu herzliche Gratulation aus der TAB-Redaktion. Es freut uns, dass Sie sich die Zeit genommen haben, unsere Fragen zu beantworten. Was war Ihre Motivation, vor 20 Jahren ein Ingenieurbüro zu gründen und welches waren die ersten Herausforderungen?

 

Herr Freyler: Ich wollte eigenverantwortlich und nach eigenen Vorstellungen arbeiten, Energiekonzepte entwickeln und diese realisieren. Ich hatte schon immer Spaß daran Mitarbeiter zu führen, Entscheidungen zu treffen sowie Ideen und Ziele umzusetzen.

 

TAB: Haben sich die Anforderun­gen an ein Planungsbüro in den letzten Jahrzehnten wesentlich geändert?

 

Herr Freyler: Ja schon, durch die neuen Informationstechnologien wie z. B. Fax und E-Mail sind die Reaktionszeiten und Bearbeitungszeiten kürzer geworden, Änderungen kommen öfters vor und müssen schneller bearbei­tet werden. Die technischen Anlagen müssen viel sparsamer und inno­vativer sein, damit diese verschiedenen Energieeinspargesetzen sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene entsprechen. Dafür benötigt man hohes fachliches Know-how mit Spezialwissen aus den Bereichen regenerativer Energie, effizienter Energieversorgung und Nachhaltigkeit.


TAB: Welches sind die besonderen Planungsherausforderungen bei Ihren aktuellen Projekten? Woran haben Sie besondere Freude?

 

Herr Freyler: Immer wieder eine große Herausforderung ist eine optimale ökologische und ökonomische Balance zu finden und dabei die individuellen Anforde­rungen des Projektes zu berücksichtigen. Dabei ist es unser Ziel, dass ein möglichst hoher Anteil regenerativer Energien zum Einsatz kommt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass das Zusam­men­spiel von Gebäude und Technik eine Einheit ist und sich gegenseitig ergänzt.

 

TAB: Immer wieder ist die Rede davon, dass die Gewerkegrenzen in Planung und Ausführung überwunden werden müssen. Welches ist Ihr Ansatz?

 

Herr Freyler: Der Gesamtheitliche Gedanke stand für uns schon immer im Vordergrund. Von Anfang an wollten wir unseren Kunden komplette Lösungen und Anlagenkonzepte bieten. Deshalb beschäftigen wir schön immer eigene Techniker und Ingenieure aus allen Fachbereichen der Technischen Gebäudeausrüstung.

 

TAB: Wie wichtig sind Ihnen Informationen aus Fachzeitschriften wie der TAB für Ihre Arbeit? Informieren Sie sich auch Online?

 

Herr Freyler: Ohne Fachzeitschriften wäre eine effiziente Informationsbeschaffung gar nicht mehr denkbar. Die Online-Informationsbeschaffung z. B. über Internet bekommt einen immer höheren Stellenwert, da sich die Produktvielfalt und die Geschwindigkeit der Erneuerungen ständig erhöht.

 

TAB: Wie schwierig ist es, neue Mitarbeiter zu finden?

 

Herr Freyler: Besonders die letzten zwei, drei sehr schwierig. Allerdings gibt es eine Reihe neuer Studiengänge aus dem Bereich der Gebäude- und Energietechnik, dessen Absolventen in den nächsten ein bis zwei Jahren den Ingenieurbüros zur Stellenbesetzung zur Verfügung stehen könnten.

 

TAB: Herr Freyler, vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei Ihren Projekten.

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