Löschwasser: Energieversorgung von Druckerhöhungsanlagen

Planungsaspekte und Ausführungshinweise nach DIN 14462

Die Norm DIN 14462 „Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Wandhydrantenanlagen, Über- und Unterflurhydrantenanlagen sowie Löschwasseranlagen (trocken)“ wurde mit ihrer letzten Überarbeitung im Juli 2023 erheblich umfangreicher und umfasst nun 75 statt zuvor 41 Seiten. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Erweiterung ist die Einführung des Kapitels 4.8.3, das die Anforderungen an die Energieversorgung von Druckerhöhungsanlagen definiert.

Die wesentlichen Auswirkungen des Kapitels 4.8.3 betreffen u. a. den Start der Pumpenanlagen, die Elektroinstallation sowie die Planung bei redundanten Druckerhöhungsanlagen.

Dreimaliger Start der Pumpenanlage

Die Norm fordert, dass die Sicherungen der Druckerhöhungsanlage einem dreimaligen Start der Pumpen hintereinander standhalten müssen. Dies berücksichtigt zum einen die im Brandfall typischen Spannungsschwankungen und zum anderen die Umschaltvorgänge vom Normalnetzbetrieb zum Netzersatzbetrieb, die mehrmalige Schaltvorgänge der Druckerhöhungsanlage verursachen.

Herausforderungen für die ­Elektroinstallation

Anlagenbeispiel mit zwei Druckerhöhungsanlagen.
Bild: Minimax Mobile Services

Anlagenbeispiel mit zwei Druckerhöhungsanlagen.
Bild: Minimax Mobile Services
Energiestarke Einschaltvorgänge, wie der Direktanlauf von Pumpen oder Stern-Dreieck-Schaltungen, stellen die Fachplaner vor neue Herausforderungen. Einschaltströme können mehr als 830 % der Nennstromstärke erreichen. Die Sicherungen müssen diese Stromstärken dreimal hintereinander in Folge abdecken können – was die eigentlichen Betriebsanforderungen erheblich übersteigt. Die hierfür notwendigen Sicherungen erfordern also eine entsprechend hoch dimensionierte Zuleitung (Erhöhung des Leitungsquerschnitts). Schlimmstenfalls ist die vorhanden E-Installation nicht ausreichend dimensioniert. Für hohe Leitungsquerschnitte können die vorhandenen Anschlussklemmen in der Pumpensteuerung zu klein ausgelegt sein.

Redundante ­Druckerhöhungsanlagen

Besonders komplex wird die Planung bei redundanten Doppelpumpenanlagen, die gleichzeitig in Betrieb gehen können (Gleichzeitigkeitsfaktor 2). Dies erfordert einen erheblichen Installationsaufwand, um die hohen Anlaufströme abzudecken.

DIN 14462 erlaubt alle gängigen Pumpen-Anlaufverfahren, auch solche, bei denen ein Frequenzumrichter zum Einsatz kommt. Dabei ist zu be-achten, dass der Frequenzumrichter geeignet ist, die Pumpe bei möglichen Störungen – wie Überlast oder Phasenausfall – weiterbetreiben zu können.
Bild: Minimax Mobile Services

DIN 14462 erlaubt alle gängigen Pumpen-Anlaufverfahren, auch solche, bei denen ein Frequenzumrichter zum Einsatz kommt. Dabei ist zu be-achten, dass der Frequenzumrichter geeignet ist, die Pumpe bei möglichen Störungen – wie Überlast oder Phasenausfall – weiterbetreiben zu können.
Bild: Minimax Mobile Services
Die mit den drei genannten Punkten einhergehenden Anforderungen haben weitreichende Folgen für die Planung und Installation von Druckerhöhungsanlagen und erfordern eine sorgfältige Auswahl und Dimensionierung der Komponenten. Lösung: Die DIN 14462 erlaubt alle gängigen Anlaufverfahren, auch solche, bei denen ein Frequenzumrichter zum Einsatz kommt. Jedoch sind nicht alle Frequenzumrichter geeignet, um die Pumpe bei möglichen Störungen im Brandfall – wie Überlast oder Phasenausfall – weiterbetreiben zu können. Eine mögliche Lösung können die Druckerhöhungsanlagen „maximat MX1“ und „maximat MX2“ von Minimax Mobile Services bieten, die laut Hersteller einen sanften Start garantieren und zudem die mechanische Belastung reduzieren.

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