Korrosion und Verunreinigung ­vermeiden

Organischer Kohlenstoff nährt Korrosionsprozesse und sollte bei Umlaufwässern berücksichtigt werden

Kühlwasserkreisläufe bieten optimale Temperaturbedingungen zur Vermehrung von Mikroorganismen, die durch organischen Kohlenstoff (TOC) bestens genährt werden. Dann bilden sich Biofilme, welche die Wärmeübertragung mindern, und es kann zu mikrobiell beeinflusster Korrosion (= MIC, microbial influenced corrosion) kommen. In der VDI/BTGA-Richtlinie 6044 wurde daher für TOC in Kühlwasserkreisläufen ein Richtwert von < 25 mg/l festgelegt. Aber auch bei der Heizungswasseranalyse sollte der Parameter künftig stärker in den Fokus genommen werden, kann damit doch manche, im Laufe der Zeit auftretende Veränderung im Anlagenwasser, erklärt werden.

TOC ist die Abkürzung für „Total Organic Carbon“ und beschreibt einen Summenparameter, der den gesamten organischen Kohlenstoff einer Wasserprobe angibt – von gelösten wie ungelösten organischen Stoffen. Je höher der TOC-Wert in einer Wasserprobe, als desto „verunreinigter“ darf diese gelten. Da organische Stoffe von Mikroorganismen verstoffwechselt werden und diesen als Nahrung dienen, begünstigen sie deren Vermehrung. Die Folgen reichen von Geruchsbildung über Störung der Wärmeübertragung bis hin zu stark erhöhten Korrosionswahrscheinlichkeiten. Vor allem Kühlwasserkreisläufe, die im...

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