Effizienz-Booster für die Wärmepumpe

E-Durchlauferhitzer erhöhen Wirkungsgrad der Wärmeerzeugung

In der modernen Quartiersentwicklung ist die Wärmepumpe für die Raumwärme gesetzt. Doch erst die konsequente Trennung von Heizung und Warmwasser schöpft das volle Einsparpotenzial aus. Ein Praxisbeispiel aus Berlin-Falkensee zeigt, wie das KfW 55 EE-Niveau durch dezentrale E-Durchlauferhitzer wirtschaftlich erreicht wird.

In dem Neubau-Quartier „Nine West Living“ in Falkensee bei Berlin setzt der Projektentwickler auf ein ganzheitliches Ressourcenkonzept.
Bild: Clage

In dem Neubau-Quartier „Nine West Living“ in Falkensee bei Berlin setzt der Projektentwickler auf ein ganzheitliches Ressourcenkonzept.
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Im modernen Wohnungsbau gilt die strombasierte Wärmepumpe inzwischen als Standard zur Raumwärmeerzeugung. In der Praxis zeigt sich jedoch oft ein Effizienzproblem: Je höher die benötigte Vorlauftemperatur, desto geringer die Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Wird mit einer Wärmepumpe auch das Trinkwasser zentral erwärmt, sind aus Hygienegründen zur Vermeidung von Legionellen, konstant hohe Temperaturen von über 60 °C erforderlich. Dies kann zu spürbaren Energieverlusten bei Speicherung und Verteilung des Wassers führen und gleichzeitig die Jahresarbeitszahl (JAZ) der Anlage senken.

Mindestens 40 % Energie sparen durch Trennung von Heizung und Warmwasser

Jedes Haus verfügt über eine autarke Wärmeversorgung. Für die Raumheizung sorgen Luft-/Wasser-Wärmepumpen in den einzelnen Häusern. PV-Anlagen auf den Dächern liefern Strom.
Bild: Clage

Jedes Haus verfügt über eine autarke Wärmeversorgung. Für die Raumheizung sorgen Luft-/Wasser-Wärmepumpen in den einzelnen Häusern. PV-Anlagen auf den Dächern liefern Strom.
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Eine Möglichkeit die Energieeffizinz zu steigern ist die Entkopplung der Systeme: Die Wärmepumpe liefert lediglich Niedrigtemperaturen (28-35 °C) für die Heizung, während das Warmwasser dezentral und „just-in-time“ per E-Durchlauferhitzer erzeugt wird. Der Vorteil: Es wird nur so viel Wasser erwärmt, wie tatsächlich verbraucht wird. Leitungsverluste und die Pflicht zur regelmäßigen Legionellenprüfung in Großanlagen entfallen. Diese Trennung kann den Gesamtenergiebedarf um mehr als 40 % senken.

Praxisbeispiel: „Nine West Living“ in Falkensee

Für warmes Wasser sorgt ein Komfort-Durchlauferhitzer in jedem Bad der insgesamt 317 Wohneinheiten.
Bild: Clage

Für warmes Wasser sorgt ein Komfort-Durchlauferhitzer in jedem Bad der insgesamt 317 Wohneinheiten.
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Wie dieses Konzept im großen Stil funktioniert, zeigt anschaulich das Neubau-Quartier „Nine West Living“ bei Berlin. Auf einer Fläche von 317 Wohnungen setzt der Projektentwickler auf ein ganzheitliches Ressourcenkonzept:

Heizung: Luft-/Wasser-Wärmepumpen sorgen für die Raumheizung in den einzelnen Häusern. PV-Anlagen auf den Dächern liefern dafür den Strom.

Warmwasser: Insgesamt 337 E-Komfort-Durchlauferhitzer (Typ DCX Next) der Marke CLAGE stellen in den Bädern und Küchen die Warmwasserversorgung sicher.

Planungssicherheit durch smarte Technik

Bei langen Leitungswegen kommt zusätzlicher Kompakt-Durchlauferhitzer unter der Spüle zum Einsatz.
Bild: Clage

Bei langen Leitungswegen kommt zusätzlicher Kompakt-Durchlauferhitzer unter der Spüle zum Einsatz.
Bild: Clage
Für Immobilienbesitzer ist die Wahl der Technik auch eine Frage der Instandhaltung. Die in Falkensee eingesetzten Durchlauferhitzer verfügen über ein Blankdraht-Heizsystem „IES“. Dieses minimiert Verkalkungen und verlängert die Lebensdauer. Aufgrund präziser Sensortechnik halten die Geräte die Temperatur auch bei schwankendem Wasserdruck konstant und sind deshalb für den Einsatz mit modernen Spararmaturen geeignet. Der Hersteller bietet zudem ein hohes Maß an Sicherheit durch einen spezialisierten Werkskundendienst, der bei technischen Fragen telefonisch, digital und ggf. auch vor Ort zur Verfügung steht.

Fazit

Die Vorteile von Durchlauferhitzern zur Trinkwarmwasserbereitung für Planer und Eigentümer liegen zum einen in den geringeren Investitions- und Baukosten. Denn für ihre Installation sind keine teuren Warmwasser-Zirkulationsleitungen und keine großen Speichersystem erforderlich. Darüber hinaus entfällt die in Mehrfamilienhäusern obligatorischen Legionellenbeprobung, da dezentrale Systeme in der Regel nicht der Untersuchungspflicht gemäß Trinkwasserverordnung unterliegen. Zudem führt ihr Einsatz ofmals zu mehr Komfort. Mieter können zu jeder Zeit sofort in Wunschtemperatur duschen, ohne Vorwärmzeiten und Energieverluste hinnehmen zu müssen. Auch für die Wärmepumpen ergeben sich hieraus Vorteile: Sie ermöglichen als Raumwärmerzeuger im optimalen Niedrigtemperatur-Bereicheinen höheren Wirkungsgrad und sind damit deutlich effizienter.


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