Triple-Zero-Prinzip für Gebäude

Prof. Werner Sobek plädiert für ephemere Architektur

Wenn Werner Sobek über nachhaltiges Bauen spricht, zieht er gerne Vergleiche mit der deutschen Automobilbranche: Dort ist eine Recyclingquote von mehr als 90 % vorgeschrieben, der Bausektor ist davon noch weit entfernt. Bei der Entwicklung zukunftsfähiger Autos schonen die Ingenieurskollegen zudem Ressourcen und meiden zunehmend seltene Materialien, die Baubranche ist dagegen weiterhin für rund 60 % des weltweiten Ressourcenverbrauchs verantwortlich. Das müsse sich ändern, so der Leiter des Instituts für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren an der Universität Stuttgart. Statt etwa nur den Heizverbrauch zu optimieren, müsse die gesamte Energiebilanz und Recyclingfähigkeit eines Gebäudes auf den Prüfstand – von der Produktion der Komponenten über den Bau und die Nutzungsphase bis hin zum Rückbau.

Triple-Zero-Prinzip als Leitlinie

Wesentliche Grundlage des Denkens und Handelns von Werner Sobek ist das von ihm entwickelte Triple-Zero-Konzept. Dieses beschreibt in einer kurzen, prägnanten Formel, welche Anforderungen nachhaltige Gebäude oder Stadtquartiere idealerweise erfüllen sollten. „Nach dem Triple-Zero-Prinzip geplante Projekte sollen nicht mehr Energie verbrauchen, als sie im Jahresdurchschnitt selbst aus nachhaltigen Quellen erzeugen (Zero Energy), keine Emissionen von Kohlendioxid oder anderen für Mensch und Umwelt schädlichen Stoffen erzeugen (Zero Emissions) und vollständig in...

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