Städtebau des 21. Jahrhunderts
Fassadengestaltung als Aspekt der NachhaltigkeitAngesichts begrenzter Flächen in den Städten gewinnen Hochhäuser an Bedeutung.
Sie gestalten Städte durch ihre hochaufragende Skyline. Dabei sind die Fassaden ein wesentliches gestalterisches Element. Dabei hat das Hüllmaterial der Fassade zahlreiche Aufgaben und Funktionen zu erfüllen. Daher ist ein beanspruchbares Material wichtig.
Erstmals in der Geschichte der Menschheit lebt die Mehrheit der Weltbevölkerung in der Stadt. Gut 50 % heute, 2050 werden es – nach Schätzungen – 80 % sein. Bezahlbarer Wohnraum in Großstädten wird deshalb immer rarer – bei steigenden Ansprüchen an Gestaltung und Leistung von Architektur. Planer begegnen diesem Wachstum der Städte mit umwelt- und sozialverträglicher Nachverdichtung bestehender Strukturen.
Angesichts der begrenzten innerstädtischen Flächen gewinnen Hochhäuser dabei an Bedeutung. Mit ihnen steigen auch die Herausforderungen an Fassaden: Im Spannungsfeld von identitätsstiftender...
Erstmals in der Geschichte der Menschheit lebt die Mehrheit der Weltbevölkerung in der Stadt. Gut 50 % heute, 2050 werden es – nach Schätzungen – 80 % sein. Bezahlbarer Wohnraum in Großstädten wird deshalb immer rarer – bei steigenden Ansprüchen an Gestaltung und Leistung von Architektur. Planer begegnen diesem Wachstum der Städte mit umwelt- und sozialverträglicher Nachverdichtung bestehender Strukturen.
Angesichts der begrenzten innerstädtischen Flächen gewinnen Hochhäuser dabei an Bedeutung. Mit ihnen steigen auch die Herausforderungen an Fassaden: Im Spannungsfeld von identitätsstiftender Form, zunehmend komplexer Funktionalität und gebotener Wirtschaftlichkeit stehen Ästhetik und Leistungsfähigkeit der eingesetzten Baustoffe mehr denn je auf dem Prüfstand. Die Summe der optischen, ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Eigenschaften macht ein Material wie Edelstahl Rostfrei mit Qualitätssiegel deshalb zu einem bedeutenden Gestaltungsmittel richtungsweisender Gebäudehüllen.
Die Rolle des Hochhauses
Die Stadt der Zukunft erfindet sich neu: Wohnen wird zum Leitthema der Architektur im 21. Jahrhundert. Steigende Einwohnerdichte und verändertes Miteinander verleihen Urbanität ein neues Gesicht. Die Grenzen zwischen Wohnen, Arbeiten und Freizeit verschwinden. Nutzungen überlagern sich immer mehr, so dass neue Gemeinschaften fernab von bisherigen Konventionen entstehen. Diese städtische Gesellschaft ist ebenso differenziert wie offen und erwartet deshalb Räume, die zufällige Begegnungen fördern, das heißt: Monokultur in Gebäuden und Stadtteilen war gestern. Zeitgemäßes Immobilienmanagement verlangt eine gesunde Mischung aus Gewerbe-, Wohn- und Begegnungsraum.
So bieten Hochhäuser heute Büro, Wohnen und Leben unter einem Dach. Atrien oder Erdgeschosse mit Geschäften, Gastronomie, Kino und Waschsalon sorgen auch außerhalb der Geschäftszeiten für Leben. Integrierte Hoteletagen und Wellnessbereiche unterstreichen überdies den hohen Standard dieser neuen Form von urbanem Wohn- und Lebensraum. Die veränderten Erwartungen an Lebensqualität erfüllen nicht nur Neubauten, die in zahlreichen Metropolen gen Himmel wachsen. Auch immer mehr ehemalige Bürohochhäuser werden entsprechend umgenutzt.
Eine wesentliche Rolle, um Aufenthaltsqualität, Marktkonformität und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen, spielt bei ambitionierten Hochhausprojekten die nachhaltige Gestaltung der Gebäude. So zahlt eine Zertifizierung als Green Building nach LEED, DGNB oder BREEAM maßgeblich auf den langfristigen Wert der Immobilie ein. Emissionsfreie, langlebige Baustoffe mit positiver Ökobilanz und geringe Unterhaltskosten entlasten das Portemonnaie der Bauherren und die Umwelt. Zugleich steigt mit der Energieeffizienz auch der Nutzungskomfort.
Anspruchsvolles Leistungsprofil
Als Gesicht zur Außenwelt müssen sich Fassaden den damit verbundenen Anforderungen in besonderem Maße stellen, denn ökologische Nachhaltigkeit und vielfältige Funktionalität sollen einhergehen mit repräsentativer Ästhetik. Ein Aufgabenprofil, das Edelstahl Rostfrei mit Qualitätssiegel oftmals deutlich besser als andere Baustoffe erfüllt. Sachgerechte Materialwahl, richtige Oberflächenausführung und fachgerechte Verarbeitung vorausgesetzt, ist der Werkstoff für anspruchsvolle Bedingungen prädestiniert. So erlaubt seine hohe Dehnbarkeit bei gleichzeitiger Festigkeit deutlich dünnere Materialdicken als andere Metallwerkstoffe. Zudem paart er eine hohe Korrosions- und Witterungsbeständigkeit mit nahezu wartungsfreier Langlebigkeit. Gegen aggressive Umgebungsbedingungen, wie Meeresklima, Industrie- und Autoabgase oder Abrasion durch Sand, ist er mit entsprechend ausgelegter Legierung dauerhaft gewappnet. Extremen Temperaturen oder Sonneneinstrahlung widersteht er ebenso zuverlässig wie Windlasten. Seine gute Verform- und Schweißbarkeit ermöglicht nicht nur die Gestaltung optisch einzigartiger Fassadenkonstruktionen, sondern unterstützt durch einen hohen Vorfertigungsgrad auch den effizienten Baustellenablauf. Auf der glatten Oberfläche sind Verschmutzungen, wie Graffiti, leicht zu entfernen, so dass sie keine bleibenden Schäden hinterlassen.
Einen wertvollen Beitrag leisten Fassaden aus Edelstahl Rostfrei überdies zur Energieeffizienz der meist großflächig verglasten Wolkenkratzer: Im Sommer reflektiert der metallische Werkstoff die Wärmestrahlung der Sonne, im Winter verringert er den Wärmeverlust (Bild 1). Fassadenkonstruktionen mit objektspezifisch ausgelegter Sonnenschutzfunktion tragen besonders effektiv zur ganzjährigen Verbesserung des Raumklimas bei. So gewährleisten eine Hülle oder Sonnenschutzelemente aus licht- und luftdurchlässigen Produkten wie Metallgewebe oder Lochblech die optimale Ausbeute von Licht, Wärme, Luft und Transparenz. Durch die geringe Wärmeleitfähigkeit – verglichen mit Aluminium 15-fach weniger – trägt Edelstahl außerdem effektiv zur Vermeidung von Wärmebrücken bei. Das qualifiziert ihn auch für Unterkonstruktionen, Verbindungs- oder Befestigungselemente. Hochfeste, nicht rostende Duplexstähle erlauben dabei besonders schlanke und damit leichte Konstruktionen. Edelstahl Rostfrei ist emissionsfrei sowie inert und unterstützt durch seine positive Ökobilanz die Realisierung von Green Buildings.
Am Ende seines Lebenszyklus kann er sortenrein demontiert und ohne Qualitätseinbußen vollständig recycelt werden. Mit diesem komplexen Eigenschaftsspektrum erfüllt das Material nicht nur die gesamte Bandbreite der gesetzlichen Vorgaben, sondern erleichtert Konstrukteuren einen ganzheitlichen Planungsansatz gemäß Bauproduktenverordnung und Kreislaufwirtschaftsgesetz. In der ganzheitlichen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gleichen geringer Pflegeaufwand, niedrige Unterhaltskosten und mehrere Generationen überdauernde Haltbarkeit den höheren Anschaffungspreis schon nach kurzer Zeit aus. Fachbetriebe, die das international geschützte Markenzeichen tragen, wählen je nach Umgebungsbedingungen und Einsatzzweck die geeignete Legierung, Materialstärke und Oberflächengestaltung aus.
Faszinierende Gestaltungsvielfalt
Auf der ganzen Welt geben Hochhausfassaden aus nicht rostendem Stahl Skylines ein unverwechselbares Gesicht.
Mit maßgeschneiderten Legierungen bietet Edelstahl Rostfrei auch die gebotene Widerstandsfähigkeit gegen Industrieabgase und Bremsabrieb – Kernvoraussetzungen für Hochhausfassaden in vom Autoverkehr hochbelasteten Innenstädten. So gestalten 11.606 m2 Edelstahlblech fachwerkartig die Seiten des 242 m hohen Heron Towers (Bild 2), der seit 2011 die Skyline von London prägt.
Das Samsung Headquarter (Bild 3) in San José, USA, setzt zur optischen Integration des neunstöckigen Parkhauses in den Firmencampus auf bedrucktes Edelstahlgewebe. Die Motivwahl erinnert an Schaltkreise auf Platinen und visualisiert so die Unternehmensidentität.
Bei der Elbphilharmonie in Hamburg (Bild 4) wiederum wurden 3.300 m2 spiegelpolierter Bleche der Werkstoffgüten 1.4301 und 1. 4404 verbaut.
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