Sanitärinstallation im IZR Regensburg

Ein Neubau für den TechCampus

Das Innovationszentrum IZR in Regensburg auf dem TechCampus wird errichtet, um die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern. Der Bau in der Nähe der Universität gilt als Auftaktgebäude, das innovativen Gründern und technologisch orientierten Unternehmen ein attraktives Umfeld bieten wird. Bei der Trinkwasser­verrohrung wurde Wert auf eine hochwertige, durchgängige Lösung gelegt.

M it dem Innovationszentrum IZR entsteht ein markantes Gebäude, das prägend für das Gesamtareal des TechCampus sein wird. Auf dem etwa 8.000 m² großen Gelände der ehemaligen Nibelungenkaserne wurde das IZR in direkter Nachbarschaft zur Universität gebaut. Rund 13.000 m² Nutzfläche für Büros, Labore, Seminar- und Konferenzräume sowie eine Tiefgarage mit ca. 200 Stellplätzen umfasst das 32 Mio. € teure Projekt, das von der R-Tech GmbH im Auftrag der Stadt Regensburg realisiert wurde. Vom Freistaat Bayern fließen 3,5 Mio. € als Förderung in das Projekt. Geplant wurde das Gebäude von der Nickl &...
M it dem Innovationszentrum IZR entsteht ein markantes Gebäude, das prägend für das Gesamtareal des TechCampus sein wird. Auf dem etwa 8.000 m² großen Gelände der ehemaligen Nibelungenkaserne wurde das IZR in direkter Nachbarschaft zur Universität gebaut. Rund 13.000 m² Nutzfläche für Büros, Labore, Seminar- und Konferenzräume sowie eine Tiefgarage mit ca. 200 Stellplätzen umfasst das 32 Mio. € teure Projekt, das von der R-Tech GmbH im Auftrag der Stadt Regensburg realisiert wurde. Vom Freistaat Bayern fließen 3,5 Mio. € als Förderung in das Projekt. Geplant wurde das Gebäude von der Nickl & Partner Architekten AG aus München. Als maximale Grund­riss­abmessungen werden 86,8 x 47,5 m angegeben. Es gliedert sich in einen nördlich gelegenen, viergeschossigen Bereich nahe der Wohnbebauung und einen siebengeschossigen Teil sowie zwei Tiefgaragenebenen darunter. Zwischen den beiden verschieden hohen Bauten entsteht ein allseitig umschlossener, begrünter Innenhof. Die Elementfassade prägt die moderne Optik des Bauwerks. Als zeitgemäß kann auch das Energiekonzept gelten: eine Kombination aus BHKW mit Absorptionswärmenutzung, Wärmepumpentechnik und Eisspeichertechnik für die Kühlung. Der Strom soll größtenteils im Gebäude selbst verbraucht werden.

Installationen für Trinkwasser

Aufgrund der Gebäudeart wurden hohe Anforderungen an die technische Ausstattung gestellt. Dies galt auch für den Trinkwasserbereich. Aus diesem Grund fiel bei der Rohrinstallation der Trinkwasserleitungen die Wahl auf „NiroSan“ von Sanha. Dieses hochwertige Edelstahlsystem stellt nicht nur eine normgerechte, sondern aufgrund des eingesetzten Werkstoffs eine besonders korrosionsresistente und langlebige Trinkwasserinstallation sicher. Für eine passgenaue Auslegung wurde der Sanha-Planungsservice in Anspruch genommen. Fachleute des Herstellers unterstützten das beauftragte Installationsunternehmen, die Melzl Heizungsbau GmbH aus Pentling, u.a. bei der Rohrnetzberechnung und -auslegung. Das Fachunternehmen hat vor allem „NiroSan“ in den Dimensionen 15 bis 88,9 mm verlegt. Hierzu wurden insgesamt rund 2.000 m Rohre sowie fast 3.000 Systemfittings verbaut.

Vorteile von Edelstahl

„NiroSan“ besteht aus den Edelstahl-Werkstoffen 1.4404 bzw. 1.4408, die sich durch einen sehr niedrigen Kohlenstoffgehalt auszeichnen. Sanhatypisch sind die Werkstoffe mit einem besonders hohen Molybdän-Anteil von mindestens 2,3 % versehen, was sie gegenüber dem sonst üblichen Werkstoff 1.4401 deutlich korrosionsbeständiger macht. Durch diese Eigenschaften sind die Werkstoffe optimal für hygienisch anspruchsvolle Anwendungen geeignet. Als einziger deutscher Systemtechnik-Anbieter muss Sanha dabei nicht auf externe Zulieferer zurückgreifen: Die Edelstahlrohre werden im eigenen Werk in Berlin gefertigt. Auf diese Weise kann das Unternehmen eine gleichmäßig hohe Materialqualität sicherstellen.

Als eine weitere Besonderheit des Werkstoffs gilt die Qualität der Verarbeitung: Die Systemrohre werden ausschließlich WIG-geschweißt, was den Werkstoff schont. Dabei entsteht eine saubere, homogene Schweißnaht, die anschließend innen – nicht nur außen – geglättet wird. Alle Rohre werden zudem thermisch behandelt, um den Korrosionsschutz zu erhöhen.

Kunststoff und bleifreie Siliziumbronze für die
Anbindung

Die kleineren Dimensionen wurden mit den Systempressfittings „3fit-Press“ aus bleifreier Sili­zium­bronze und „MultiFit-Flex“-Mehrschicht-Verbundrohren umgesetzt. Dazu wechselte der Installateur an den entsprechenden Absperrvorrichtungen das System. Diese Lösung wurde u. a. für alle Sanitärräume gewählt, etwa bis zum Anschluss an den Spülkasten oder an ein Waschbecken.

Aufgrund der verwendeten Fittings aus bleifreier Sili­zium­bronze ist dieses System besonders für die Trinkwasserinstallation geeignet. Es erfüllt die strengen Forderungen der novellierten Trinkwasserverordnung an den Grenzwert von Blei im Trinkwasser in Höhe von maximal 0,01 mg/l in vollem Umfang.

Einfache und
zeitsparende Verarbeitung

Neben den Vorteilen, die mit der Materialwahl verbunden sind, zählt auch die schnelle und einfache Verarbeitung zu den Pluspunkten. So zeichnen sich die Pressfittings durch die Sanha-eigene Werkzeugkompatibilität (WZK) aus: Sie lassen sich mit praktisch allen auf dem Markt befindlichen Original-Presskonturen SA, V und M für metallische Systeme und mit den Original-Presskonturen TH, U, F, B und H bei Verbund- und Kunststoff-Rohrsystemen verarbeiten.

Die unter dem Begriff „combipress“ zusammengefassten Funktionalitäten umfassen neben der WZK auch die Unverpresst-Undicht-Funktion (UVUD) und Push & Stay (Gleithaftung). Dadurch spart der Verarbeiter Zeit und erlangt mehr Sicherheit, denn Verwechslungen des Werkzeugs auf der Baustelle werden unterbunden und nicht verpresste Verbindungen rasch erkannt.

Dabei übernimmt Sanha unabhängig von der Presskontur bei Standardanwendungen in der Haustechnik bis einschließlich 54 mm die Gewährleistung für die Dichtheit der Pressverbindung.

Bei der Installation wurden die üblichen Schritte bis zur Fertigstellung ausgeführt: Die Rohre wurden auf die exakt benötigten, raumspezifischen Maße geschnitten und entgratet, ehe sie Raum für Raum eingebaut bzw. verpresst wurden. Zur schnelleren Fertigstellung wurde jeweils ein ganzer Bauabschnitt nach Fertigstellung der Teilinstallation auf Dichtigkeit geprüft. Hat der Installateur diesen Bereich abgedrückt und freigegeben, konnte der nächs­te Schritt erfolgen, z. B. die Dämmung der Rohre nach den EnEV-Vorgaben.

Fazit

Wenn das IZR an den Start geht, wird von den zahlreichen Installationsdetails kaum mehr etwas zu sehen sein. Eine hohe Trinkwassergüte kann aufgrund der eingesetzten durchgehenden Systemlösung garantiert werden.

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