Treffpunkt: Energiewende vor Ort

Politik-Dialog beim Anlagenbauer

Einen umfassenden Einblick in die Möglichkeiten moderner Gebäudetechnik gewährten Hermann und Oliver Schlering, die Geschäftsführer der Schlering GmbH, dem Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker (CDU) im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt: Energiewende vor Ort“. Nach einem ersten Gespräch in Berlin trafen sich die Teilnehmer des vom Industrieverband Technische Gebäudeausrüstung Nord-rhein-Westfalen (ITGA NRW) und der Berliner Repräsentanz der Verbände der Technischen Gebäudeausrüstung initiierten Politik-Dialogs zum Gegenbesuch beim Anlagenbauer in Drensteinfurt-Rinkerode. Dort konnte sich der Parlamentarier bei einer Besichtigung der betriebseigenen Ausstellung einen Eindruck sowohl von der Praxis der Energiewende als auch von den alltäglichen Herausforderungen für mittelständische Familienunternehmen aus der Branche  der Technischen Gebäudeausrüstung verschaffen. Die gewonnenen Erkenntnisse möchte der Politiker in seine Arbeit in Berlin einfließen lassen.

„Das Konzept, unsere Verbandsmitglieder mit ihren Bundestagsabgeordneten zusammenzubringen, ist ein voller Erfolg“, erklärt Martin Everding, Geschäftsführer des ITGA NRW. „Hier profitieren beide Beteilig-ten: Der Unternehmer kann seine Anliegen endlich einmal direkt an die Politik richten und gleichzeitig erhält der Parlamentarier ein konkretes Bild von einer Branche, deren Potential und Relevanz für die Energiewende häufig unterschätzt wird. Daher möchten wir über die nächsten Jahre noch viele weitere Treffen in diesem bewährten Rahmen durchführen.“

Um das erhebliche Energieeinsparpotential durch gebäudetechnische Lösungen zu veranschaulichen, führten die Geschäftsführer den Abgeordneten durch das begehbare Ausstellungshaus auf dem Werksgelände der Schlering GmbH. Das mit dem RWE-Innovationspreis 2011 ausgezeichnete Passivhaus verfügt u.a. über eine Wärmepumpe, eine Solar- sowie eine Photovoltaikanlage und eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. In der Heizzentrale des Unternehmens konnte sich Sendker zudem detailliert über die Funktionsweisen eines BHKW sowie einer Brennstoffzelle informieren. Diese Erfahrungen verdeutlichten dem Politiker die enge Verbindung von Energiewende und Gebäudetechnik.

Darüber hinaus diskutierten die Dialogteilnehmer angeregt über Möglichkeiten zur Behebung des Fachkräftemangels sowie das Image der TGA-Branche. So stellte die Geschäftsleitung des Anlagenbauers ihr Programm „Azubiplus SHK“ vor, bei dem zusätzlich zur dualen Ausbildung innerbetriebliche Schulungen sowie Qualifizierungslehrgänge angeboten werden. Reinhold Sendker wiederum empfahl, die Vorteile einer handwerklichen Lehre im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung wieder deutlicher in den Fokus zu rücken.

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