Kabelloser, horizontal und vertikal fahrender Aufzug

Neue Möglichkeiten für Architektur und Städtebau

Automatische Personentransportsysteme führen bislang Personen als waagerecht verlaufende Rollsteige, auf- und abführende Rolltreppen sowie als Aufzüge rasch über mehrere Stockwerke hinweg. Künftig sollen jedoch auch Aufzüge waagerecht verlaufen und so Gebäude vertikal und horizon­tal erschließen.

Das von ­thyssenkrupp entwickelte Aufzugsystem „Multi“ soll im geplanten, 140 m hohen „East Side Tower“ in Berlin bis 2020 installiert werden. Das Aufzugsystem, das am 22. Juni 2017 in Rottweil vorgestellt wurde, ist ein kabelloses, vertikal und horizontal beförderndes Aufzugsystem (...

Automatische Personentransportsysteme führen bislang Personen als waagerecht verlaufende Rollsteige, auf- und abführende Rolltreppen sowie als Aufzüge rasch über mehrere Stockwerke hinweg. Künftig sollen jedoch auch Aufzüge waagerecht verlaufen und so Gebäude vertikal und horizon­tal erschließen.

Das von ­thyssenkrupp entwickelte Aufzugsystem „Multi“ soll im geplanten, 140 m hohen „East Side Tower“ in Berlin bis 2020 installiert werden. Das Aufzugsystem, das am 22. Juni 2017 in Rottweil vorgestellt wurde, ist ein kabelloses, vertikal und horizontal beförderndes Aufzugsystem (www.thyssenkrupp-aufzuege.de/neuanlagen/aufzuege/personenaufzuege/multi/).

Coen van Oostrom, CEO OVG Real Estate, begründet die Entscheidung: „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit thyssenkrupp und sind begeistert, dass der erste ,Multi‘ in unserem neuesten Projekt, dem ,East Side Tower‘ in Berlin, installiert wird. Das Gebäude liegt neben der Mercedes-Benz-Arena nahe der Warschauer Straße und wird ein Zeichen in der Berliner Skyline setzen.

Kontinuierliche Innovationen in den Bereichen Smart-Technologies und Nachhaltigkeit sowie die Fokussierung auf die Gesundheit sind die Triebkräfte der OVG. Sie stellen sicher, dass wir unseren Mitbewerbern immer einen Schritt voraus sind. Die neue Technologie, die mit dem ,Multi‘ in unserem Flaggschiff-Projekt Einzug hält, passt daher perfekt zu uns.“

In dem neuen Aufzugsystem fahren mehrere Kabinen in einer Dauerschleife in einem Schacht hinauf und im anderen hinunter. Das System lässt sich beinahe mit einem U-Bahn-System im Inneren eines Gebäudes vergleichen. Da sich der Aufzug ohne Höhenbegrenzung sowohl horizontal als auch vertikal bewegen kann, bieten sich in der Architektur und Gebäudekonstruktion gänzlich neue Möglichkeiten.

Andreas Schierenbeck, CEO thyssenkrupp Elevator, sieht klare Vorteile: „Wir glauben, dass der ,Multi‘ eine Wende herbeiführen kann und sich die Art und Weise, in der die Menschen in Gebäuden leben, arbeiten und sich bewegen, ändern wird. Der Aufzug verkürzt die Wartezeit für die Fahrgäste und hat in einem Gebäude einen deutlich geringeren Platzbedarf als ein herkömmlicher Aufzug. Somit ist der ,Multi‘ der Schlüssel zu einer Revolution innerhalb der Aufzugsbranche.“

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