Umbenennung in Aermec Deutschland

Im Gespräch mit Benedict Fonseka

tab: Herr Fonseka, vor zwei Jahren haben Sie die Geschäftsführung von Aermecnovatherm übernommen. Welche Entwicklung hat das Unternehmen in dieser Zeit genommen?

 

Benedict Fonseka: Zum einen haben wir in den letzten zwei Jahren unsere Vertriebsstruktur ausgebaut, sodass mehr Interaktionen zwischen den Vertriebsmitarbeitern und dem Technischen Innendienst stattfinden. Eine Entwicklung, die mir persönlich sehr am Herzen liegt, ist die Vergrößerung unseres Werkskundendienst, damit wir neben der Planung und dem Vertrieb den besten Service für unsere Kunden sicherstellen können. Somit gelingt es uns, unseren Kunden einen noch zuverlässigeren Werksservice anzubieten und gleichzeitig Prozesse zu optimieren und die Arbeit effizienter zu gestalten. Eine sehr bedeutende Veränderung war die Anpassung unseres Firmennamens. Durch die Übernahme im Jahr 2017 wurde die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen Aermec S.p.A (Italien) und uns immer intensiver, und somit wurde 2021 aus Aermecnovatherm das, was wir heute sind, und zwar die Werksvertretung Aermec Deutschland GmbH.

tab: Das Thema Klimaschutz spielt eine zunehmend wichtige Rolle bei Investitionen und Entscheidungen für ein Produkt. Wie lautet Ihr Ansatz?

 

Benedict Fonseka: Bei Aermec Deutschland GmbH ist Nachhaltigkeit und Effizienz unser Antrieb. Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ingenieurbüros gelingt es uns, Gebäude mit optimalen Systemlösungen bedarfsgerecht auszustatten. Dabei setzen wir auf die Installation unserer Wärmepumpen, welche unter anderem vom Staat gefördert werden. Klimaschutz ist ein ernstes Thema und das auch für jeden einzelnen im Alltag. Im Unternehmen agieren wir nachhaltig durch die Einführung von E-Bikes für Mitarbeiter, kommende E-Parkstationen und die absolute Digitalisierung von Arbeitsprozessen.

tab: Welche Rolle spielt die Wahl des Kältemittels?

 

Benedict Fonseka: Momentan setzen wir auf die Kältemittel R1234ze, R513A (XP10), R410A, R134A und R32. Im Werk hat jedoch die Planung von Kaltwassersätzen mit Propan und CO2 bereits begonnen. Somit planen wir die Zukunft mit mehr natürlichen Kältemitteln.

tab: Seit einem Jahr hält die Corona-Pandemie die Welt in Atem. Welche Auswirkungen hat das auf Ihr Unternehmen?

 

Benedict Fonseka: Natürlich ist diese Zeit für keinen einfach und auch wir haben unsere Bedenken und Herausforderungen. Insbesondere für Familien mit Kindern zuhause. Deswegen setzten wir auf moderne Technologien von heute. Homeoffice, ständiges Desinfizieren, Maskenpflicht und wöchentliches Testen im Büro sind bei uns Standard. Grundsätzlich sind wir sehr glücklich darüber, dass wir keinen unserer Mitarbeiter entlassen oder in die Kurzarbeit schicken mussten. Als starkes Team schaffen wir gemeinsam, diese Krise zu bewältigen, und das gelingt uns auch sehr gut. Das freut mich insbesondere, weil dieser Zusammenhalt unsere persönliche Identität widerspiegelt. Priorität hat nicht das Produkt, sondern der Mensch, welcher bei uns im Fokus steht. Wir können uns sehr glücklich schätzen, in einer Industrie tätig zu sein, die nicht so stark betroffen ist wie andere. In der Zukunft freuen wir uns wieder, wie gewohnt, unsere Kontakte zu pflegen und auf weitere aufregende Aktivitäten sowie Werksbesuche, Firmenevents und die Düsseldorfer EG wieder live unterstützen zu können.

tab: Sie haben besondere technische Antworten auf die aktuellen Herausforderungen in der Raumlufttechnik. Was ist die Besonderheit Ihrer Lösung?

 

Benedict Fonseka: Die Gebläsekonvektoren der Serie FCZ-H sind mit einer UV-C Lampe ausgestattet, die mit photokatalytischer Wirkung Keime und Viren abtötet. Die Geräte können eine aktive Vorbeugungsmaßnahme sein, da sie nachweislich eine beachtliche Senkung der Viruslast und somit eine starke Verringerung des Ansteckungsrisikos gewährleisten. Die Wirksamkeit wurde durch Tests an der Universität Padua und der Universität Camerino nachgewiesen. Dazu können wir gerne bei Bedarf ausführliches Infomaterial zur Verfügung stellen.

Im letzten Jahr fanden Corona-bedingt kein Fachmessen in Präsenz statt. Als Ersatz wurden digitale Verantaltungen wie das Chillventa eSpecial durchgeführt, an dem sie aktiv teilnahmen. Wie war Ihr Eindruck?

 

Benedict Fonseka: Das Chillventa eSpecial war unsere erste Teilnahme an einer digitalen Messe und definitiv eine tolle Erfahrung. Wir sind glücklich über das positive Feedback und die gute Resonanz unserer Kunden. Digitale Messen werden mit Sicherheit ein Teil der Zukunft sein, jedoch werden sie keine Präsenzmessen ersetzen können. Deswegen freuen wir uns umso mehr in 2022 Freunde aus der Branche wieder persönlich anzutreffen.

tab: Herr Fonseka, auch wir freuen uns wieder auf persönliche Treffen. Vielen Dank für das Interview.

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