Herausforderungen für 2014

Eine Fahrkarte für die Zukunft am Bau

Waren die Erwartungen an die UN-Klimakonferenz 2009 in Kopen­hagen groß, Nationen überspannende Vereinbarungen zum Klimaschutz zu treffen, war das Scheitern auf der UN-Klimakonferenz in Warschau Ende 2013 fast schon vorhersehbar. Trotz des kurz zuvor auf den Philippinen wütenden Wirbelsturms, der mehr Engagement geradezu herausforderte, endete die Veranstaltung mit der vagen Vorgabe, in Paris 2015 eventuell Verbindlicheres vereinbaren zu können, und damit ergebnislos. Die Politik macht im Hinblick auf eine Fortführung des Kyoto-Protokolls hin zu verbindlichen Vereinbarungen bei den Klimazielen...

Waren die Erwartungen an die UN-Klimakonferenz 2009 in Kopen­hagen groß, Nationen überspannende Vereinbarungen zum Klimaschutz zu treffen, war das Scheitern auf der UN-Klimakonferenz in Warschau Ende 2013 fast schon vorhersehbar. Trotz des kurz zuvor auf den Philippinen wütenden Wirbelsturms, der mehr Engagement geradezu herausforderte, endete die Veranstaltung mit der vagen Vorgabe, in Paris 2015 eventuell Verbindlicheres vereinbaren zu können, und damit ergebnislos. Die Politik macht im Hinblick auf eine Fortführung des Kyoto-Protokolls hin zu verbindlichen Vereinbarungen bei den Klimazielen also, wohlwollend formuliert, nur geringe Fortschritte. Diese Fahrt hätten sich die Beteiligten also schenken können.

Umso mehr gilt es, im europäischen Rahmen „weiterzureisen“ und die vereinbarten Klimaschutzziele nicht aus den Augen zu verlieren. Diese Fahrt ist durchaus lohnenswert, vor allem, da für die Baubranche nach einer Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) die Zeichen auf Wachstum stehen. Real sei mit einem Wachstum um 4 % zu rechnen, so die Prognose. Vor allem für den Wohnungsbau, aber auch für den Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau sind die Aussichten günstig. Kurzfris­tige Effekte durch politische Entscheidungen, wie sie auch ausfallen mögen, seien jedoch nicht zu erwarten. Daher raten die DIW-Experten zu einer rea­lis­tischen Diskussion um die Ausweitung der Investitionstätig­keit. Gerade auf dem Gebiet der energetischen Sanierung sei eine kurzfristige Verdopplung der Sanierungsrate wohl kaum erreichbar. Hier könne eine sorgfältige Planung nachhaltiger wirken, als kurzfristiger Aktionismus.

Vielleicht können die gebäudepolitischen Leitlinien des VDMA-Forums Gebäudetechnik, die wir Ihnen auf den Seiten 8 und 9 in dieser Ausgabe vorstellen, der richtige Fahrplan sein, der eine Reise in die gebaute Zukunft ermöglicht. Auch wenn die Fahrt noch an vielen Baustellen entlangführen mag und so mancher unwillkommene Zwischenstopp eingelegt werden muss, sollte ein Ticket für diese Reise in die Zukunft gelöst werden.

Nehmen Sie die positive Kon­junkturaussichten mit und machen Sie daraus ein erfolgreiches Jahr 2014.

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