Betriebsoptimierung mit KI und SDA

Heizungsanlagen digital managen

Unnötig viel Energie wird in Heizungsanlagen durch fehlerhafte Einstellungen verbraucht. Darauf weist der Energiedienstleister Techem hin. Dabei lassen sich mit permanentem Monitoring, Auswerten und Optimieren fehlerhafte Einstellungen leichter erkennen und bei Bedarf zeitnah anpassen. Das hat der Energiedienstleister Techem auf seiner traditionell am Vorabend der Fachmesse ISH stattfindenden Presseveranstaltung im Rahmen einer Liveschaltung in ein Mehrfamiliengebäude demonstriert, die ein besonders großes Einsparpotential bieten. Als realistisch wird im Schnitt eine umsetzbare Einsparung von 10 % erwartet.

Eine Voraussetzung dafür ist, dass das Gesamtsystem Heizung optimiert ist und einer professionellen Betriebsführung untersteht. Die vom Unternehmen angebotene Lösung „Techem Smart Monitor“ beobachtet den Betrieb der Heizung vollautomatisch, erkennt Störfälle mithilfe von Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) und „Smart Data Analysen“ (SDA) noch bevor ein Gebäude auskühlt und meldet diese an den Betreiber. „Mit dem neuen Angebot zeigen wir zusätzliche Wege auf, Gebäude mit weniger CO2-Ausstoß zu beheizen“, erklärte Nicolai Kuß, Chief Operating Officer von Techem. „Unsere Lösungen sind effizient und geringinvestiv. Sie bieten darum beste Voraussetzungen, um die Klimaziele für Immobilien kostengünstig für alle Beteiligten zu erreichen.“


Funkstandard LTE-NB-IoT als Lösung

Bereits heute ermöglicht es der „Techem Smart Monitor“ in Echtzeit digital auf viele Anlagendaten zuzugreifen, um den Anlagenzustand darzustellen. Perspektivisch wird auch eine aktive Steuerung und Optimierung der Anlage in Echtzeit möglich sein. Die zustandsabhängige Planung von Wartungsarbeiten zur Vermeidung von Betriebsstörungen, auch bekannt als „Predictive Maintenance“ sieht Techem als eine weitere Ausbaustufe an. 

„Für die Fernübertragung der Daten setzen wir auf LTE-Narrowband-IoT als Mobilfunktechnologie, aufgrund derer sich Messwerte mit vergleichsweise geringem Energieaufwand und hoher Eindringtiefe aus Gebäuden heraus zuverlässig übertragen lassen“, erklärt Dr. Arne Kähler, Head of Research & Development von Techem und ergänzt: „Wir statten die Heizungsanlage mit Temperatursensoren und Messgeräten aus, welche die Messwerte, wie z.B. die Vorlauf- und Abgastemperatur, an einen Datensammler gesichert übertragen, der diese heute noch per GPRS und in naher Zukunft per LTE-NB-IoT an eine sichere Cloud überträgt. Das von uns entwickelte Verfahren wertet die empfangenen Messwerte in der Cloud kontinuierlich mit intelligenten und KI-basierten Algorithmen aus, erkennt auf diese Weise Fehlzustände sowie Ineffizienzen und leitet bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ein wie etwa die Benachrichtigung eines Vor-Ort-Services oder zukünftig auch eine optimierende Fernparametrierung.“ Die Daten werden dazu verdichtet und anonymisiert, um datenschutzkonform zu sein.


Die Rolle der Heizkessel im System

„In Praxistests, die wir gemeinsam mit unseren Partnern der ‚Allianz für einen klimaneutralen Wohngebäudebestand‘ durchgeführt haben, konnten wir sehen, dass viele Anlagen im Bestand nicht dauerhaft optimal betrieben werden. Die ­Ergebnisse zeigen auch, dass eine ganzheitliche Betrachtung des Wärmeerzeugungssystems wichtig ist – wobei die Heizkessel eine elementare Rolle spielen. Durch die Erfassung und Darstellung aller relevanten Verbrauchsinformationen der installierten Anlagen, im Rahmen unserer neuen Lösung in einem zentralen Leitstand, können wir deren Verbrauchssituation analysieren und so Effizienzpotentiale ermitteln und realisieren“, so Stefan Scherber, Head of Business Development von Techem.

Info

Wissenschaftsjahr 2019 zur Künstlichen Intelligenz

Digitalisierung und Automatisierung werden in Zukunft weiter fortschreiten. Die Künstliche Intelligenz (KI) hält viele Chancen, aber auch Risiken für die Gesellschaft bereit. Es geht nun darum zu ermitteln, wie diese Potentiale genutzt und Risiken abgefedert werden können. Auch die Auseinandersetzung mit den rechtlichen und sozialen Auswirkungen ist notwendig. Mit diesen und weiteren Themen beschäftigt sich das Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz. Ziel ist es, einen breiten Austausch zwischen Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik anzustoßen.

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