Gut geheizt bis in die Spitze
Wasserturm wird WohngebäudeSeit mehr als 100 Jahren überblickt er Markkleeberg: Früher versorgte der ehemalige Wasserturm die Einwohner südlich von Leipzig mit frischem Wasser, heute hat er eine neue Bestimmung gefunden. In seinem Inneren befinden sich seit Kurzem anstelle eines großen Stahltanks vier außergewöhnliche Maisonettewohnungen. Eine Kombination aus Luft-/Wasser-Wärmepumpe und Gas-Brennwerttherme sorgt in den vier Wohnungen für angenehme Wärme.
Mehr Licht – mehr Komfort
Die Restauratoren arbeiteten mit viel Feingefühl, einige Stahlverstrebungen im Innern des Gebäudes blieben beispielsweise erhalten, um den Industriecharakter zu bewahren. Decken wurden eingezogen und – für besseren Komfort – ein Aufzug eingebaut, um den Bewohnern der Turmspitze einen mehr als 30 m hohen Aufstieg zur Wohnungstür über die Treppe zu ersparen. Dem Wasserturm fehlte es außerdem an Fenstern: Für seinen ursprünglichen Zweck war im Innern nicht viel Licht notwendig. Für die Bewohnbarkeit des Gebäudes war es aber erforderlich, 32 große Fenstereinlässe in die Mauern zu schlagen. Gerade das gestaltete sich aufwendig, da die Wände des Wasserturms sehr dick und stabil konstruiert sind und aus besonders hart gebrannten Ziegeln bestehen.
Professionelle Planung
Um das Wohnen in dem ehemaligen Wasserturm behaglich zu machen, musste auch eine passende Heizung her. Der Meisterbetrieb Detlef Striegler aus Parthenstein in der Nähe von Leipzig fand gemeinsam mit Junkers eine passende neue Heizanlage für den Markkleeberger Wasserturm, um den Bewohnern des ehemaligen Industriebaus jederzeit perfekten Heizkomfort zu garantieren.
„Wir haben uns für die Luft-/Wasser-Wärmepumpe ,SAO‘ entschieden, die bei Spitzenlast von einer Gas-Brennwerttherme ,Cerapur Comfort‘ unterstützt wird. Beide laden einen Pufferspeicher in der Größe von 500 l. Gemeinsam entsprechen die Geräte genau den gegebenen Anforderungen“, erläutert Detlef Striegler. Die Wärmeversorgung in allen Wohnungen im ehemaligen Wasserturm erfolgt über Fußbodenheizungen, nur in den Badezimmern gibt es zusätzliche Heizkörper.
„Das Gebäude hat keinen Keller, deshalb benötigten wir eine platzsparende Variante, die wir auf dem wenigen zur Verfügung stehenden Raum bequem unterbringen konnten“, begründet Detlef Striegler die Entscheidung weiter.
Sinnvolle Aufteilung
Die Regelungseinheit „SEC 10-1“ der Luft-/Wasser-Wärmepumpe und ein Pufferspeicher, der den Bewohnern auch in Stoßzeiten die volle Heizleistung garantiert, sind im Heizungsraum im Erdgeschoss des Turms untergebracht. „Die Höhe des Turms stellte uns vor Schwierigkeiten. Eine Abgasleitung vom Erdgeschoss bis über das Dach des Gebäudes wäre beispielsweise einfach zu lang gewesen. Deshalb haben wir die Gas-Brennwerttherme unter dem Dach angebracht“, erklärt Detlef Striegler die Anlage. Die Luft-Wärmepumpe wiederum steht im Freien neben dem Gebäude und benötigt so in dessen Innerem nur Platz für die Inneneinheit und den wandhängenden Regler. Die Warmwasserbereitung erfolgt in jeder Wohnung separat mit Durchlauferhitzern.
Zuverlässig, sparsam, effizient
Die Wärmepumpe hat neben dem Gebäude einen passenden Platz bekommen. Dank ihrer modernen Kompressoren und eines optimierten Kältekreises arbeitet die „SAO“ energiesparend. Bei bis zu minus 20 °C ermöglichen die optimierten Verdampferflächen in der Luft-/Wasser-Wärmepumpe die bestmögliche Energieausnutzung. Gleichzeitig arbeitet die „SAO“ mit geräuschoptimierten Ventilatoren und ist deshalb besonders leise im Betrieb – gerade in direkter Nachbarschaft zu den Anwohnern ist das ein großer Vorteil.
In der Kombination mit der Gas-Brennwerttherme bildet die Wärmepumpe ein perfekt zusammenspielendes Team: „Diese hochwertige Heizungsanlage ist modern und schont die Umwelt“, sagt Detlef Striegler. „Sie bietet eine hocheffiziente Energienutzung, ist zuverlässig und gleichzeitig sparsam im Verbrauch.“ Die Gas-Brennwerttherme arbeitet sehr effizient und sieht zudem gut aus, auch wenn auf dem Dachboden des Turms ihre kompakten Maße und ihre energieoptimierte Arbeitsweise wichtiger sind, als ihr modernes Äußeres. Aufgrund ihrer Pumpenlogik läuft die Heizungsumwälzpumpe nur, wenn es tatsächlich nötig ist. Eine elektrisch geregelte Kennfeldpumpe erfasst außerdem permanent den aktuellen Heizwasserbedarf und passt die Leistung automatisch entsprechend an, was zusätzlich Strom und damit auch Energiekosten einspart. Für den besseren Komfort der Turmbewohner arbeitet die Gas-Brennwerttherme – wie die Wärmepumpe – besonders geräuscharm, sie ist eine der leisesten Brennwertthermen am Markt. „Die Heizungsanlage ist perfekt an die Situation im ehemaligen Wasserturm angepasst und stellt den Bewohnern jederzeit den gewünschten Wärmekomfort bereit“, fasst Detlef Striegler zusammen.
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