Gebäudekonzept mit Luftbefeuchtung
Direkt-Raumluftbefeuchtung in einem Verwaltungsgebäude
Der Neubau von Bristol-Myers Squibb in München basiert auf einem nachhaltigen Gebäudekonzept, das für das Unternehmen gleichzeitig ein klares Bekenntnis zu einem mitarbeiterorientierten und umweltbewussten Handeln darstellt. Wurde in dem Gebäude zuerst auf eine Luftbefeuchtung verzichtet, stellte sich im laufenden Betrieb schnell heraus, dass eine Nachrüstung sinnvoll wäre.
Luftbefeuchtung unverzichtbar
Bei der Planung der Klimatechnik wurde bewusst auf eine Luftbefeuchtung verzichtet. Die Erfahrungen mit dem neuen Gebäude sollten zunächst zeigen, ob es notwendig werden würde, eine Luftbefeuchtung zu einem späteren Zeitpunkt nachzurüsten. Vorrüstungen dafür wurden von den Planern berücksichtigt. Bereits im ersten Winter 2008/2009 wurde jedoch deutlich, dass eine zusätzliche Befeuchtung der Luft unumgänglich ist. Messungen ergaben über einen längeren Zeitraum Werte von unter 20 % relativer Luftfeuchte. Das führte zu erheblichen Problemen bei den Mitarbeitern. Für das Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitskommittee (UGS) von Bristol-Myers Squibb, war damit deutlich, dass es vorrangig ist, das Wohlbefinden zu fördern und die Gesundheit zu schützen. Die UGS Mitglieder stimmten daher einstimmig für den nachträglichen Einbau einer Luftbefeuchtungsanlage. Walter Kissling, Senior Manager Facilities und ebenfalls Mitglied im UGS Kommitttee, hat die anschließende Planung und Ausführung der Luftbefeuchtungsanlage fachkompetent durchgeführt.
Hygiene ausschlaggebend
Bei der Bewertung der unterschiedlichen Befeuchtungsmöglichkeiten kam das Facility- und Gesundheitsmanagement schnell zu dem Ergebnis, dass eine Befeuchtung in der raumlufttechnischen Anlage nicht in Betracht kam. „Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im Gebäudemanagement und in der Klimatechnik wusste ich, dass eine Befeuchtung im Klimakanal immer hygienisch bedenklich ist, wenn man nicht eine intensive Wartung und 14-tägige Reinigung sicherstellt. Der daraus resultierende Aufwand und Ressourcenverbrauch war nicht in Einklang mit unserem Nachhaltigkeitsprinzip zu bringen“, erläutert Kissling. Das Facility- und Gesundheitsmanagement suchte daher von Anfang an nach geeigneten Technologien im Bereich der Direkt-Raumluftbefeuchtung. Wichtigste Bewertungskriterien waren der Energieverbrauch, der zuverlässig hygienische Betrieb und die Wartungsfreundlichkeit. Die Wahl fiel schließlich auf das mit dem Test-Zeichen „Optimierte Luftbefeuchtung“ ausgezeichneten Draabe-Hochdruckdüsensystem. Mit diesem Test-Zeichen attestiert die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) einen uneingeschränkt hygienischen und funktionssicheren Betrieb von Luftbefeuchtungssystemen. Für Walter Kissling war dieses Alleinstellungsmerkmal ausschlaggebend: „Als Pharmaunternehmen steht die Sicherheit für uns immer an erster Stelle. Außerdem suchten wir einen Partner, der uns auch langfristig mit einem umfassenden Wartungskonzept unterstützt.“
Ideal zur Nachrüstung
Seit Anfang 2010 sind bei Bristol-Myers Squibb 68 Hochdruckdüsen-Vernebler vom Typ Draabe „NanoFog“ im Einsatz. Die individuell positionierbaren Luftbefeuchter erzeugen direkt im Raum bei Unterschreitung des gewünschten Sollwertes einen mikrofeinen Aerosolnebel. Gesteuert werden die Luftbefeuchter durch Digital-Hygrometer, die die Befeuchtung in den jeweiligen Zonen regeln. Durch die sehr feine Verneblung mit einer Tropfengröße von kleiner 15 mm ist eine schnelle und unmittelbare Feuchteaufnahme in der Luft gewährleistet ohne Tropfenbildung und die Gefahr von Feuchtflächen. Eine Hochdruckpumpe erzeugt den für die feine Vernebelung erforderlichen Betriebsdruck von 85 bar mit einem geringen Enerigeverbrauch von nur 0,7 kW. Das zur Befeuchtung speziell aufbereitete Wasser wird über eine Hochdruck-Ringleitung zu den einzelnen Geräten geführt. Die Installation der nur fingerdicken Hochdruckleitungen erfolgte bei Bristol-Myers problemlos nachträglich in den abgehängten Decken. Um das Einbringen von Stäuben und Mikroorganismen aus der Raumluft zu verhindern, findet die Wasserführung beim Draabe System in einem geschlossenen Wasserkreislaufsystem statt. Für den hygienischen und zuverlässigen Betrieb kommt eine systemeigene Wasseraufbereitung zum Einsatz, die entkeimtes und demineralisiertes Wasser über eine Umkehrosmoseanlage bereitstellt. Sowohl das Hochdrucksystem als auch die Wasseraufbereitung sind in tragbare Kleincontainer eingebaut, die einen schnellen Austausch und Service ermöglichen.
Im Rahmen des Full-Service-Wartungssystems des Herstellers erhält Bristol-Myers Squibb automatisch alle sechs Monate vollständig gewartete und desinfizierte Austauschgeräte. „Dieses Wartungssystem funktioniert hervorragend. Die Hygiene ist kontinuierlich sichergestellt und das Gebäudemanagement hat immer einen kompetenten Ansprechpartner ohne sich selbst um die Wartung kümmern zu müssen“, freut sich Walter Kissling.
Für die Mitarbeiter hat sich die Klimasituation seit Inbetriebnahme der Direkt-Raumluftbefeuchtung deutlich verbessert. Beschwerden über zu trockene Luft gibt es keine mehr. Die Raumluft wird als wohltuend frisch empfunden. Mit dem nachträglichen Einbau des Luftbefeuchtungssystems hat Bristol-Myers Squibb am Standort München einen energieeffizienten Beitrag zum Wohlbefinden und Gesundheitsschutz seiner Mitarbeiter umgesetzt.
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