Sonnenernte auf dem Spargelhof

Füllwasser für die Solarthermie

Was dem Spargel beim Wachsen hilft, kann auch beim Betrieb des Spargelhofs nicht schaden: die Nutzung der Sonnenenergie! Seit 1979 ist der Spargelanbau ein fester Bestandteil des traditionsreichen landwirtschaftlichen Betriebs Ketelaars im Kreis Kleve. Die Anbaufläche ist von anfangs 0,75 ha auf der Hülmer Heide auf mittlerweile rund 25 ha angestiegen. Um den Betrieb weiterhin auf Wachstum einzustellen, heißt es für Familie Ketelaars immer wieder aufs Neue, Tradition und zukunftsorientiertes Denken und Handeln miteinander zu vereinen. Dabei lag die Nutzung der Solarenergie nahe. Um diese für die Heizungsunterstützung im Winter und zur ganzjährigen Warmwassererzeugung einzusetzen, entschieden sich die Verantwortlichen auf dem Spargelhof Ketelaars für die Installation einer Solarthermieanlage.

Kompetent

aufs Dach gestiegen

Welche Möglichkeiten moderne Solartechnik bietet und was es dabei alles zu beachten gilt, darüber informierten sich die Verantwortlichen zunächst bei einem Fachvortrag der Firma Vervoorts über „Solare Großanlagen“. Das bereits seit den 1960er Jahren in Kranenburg ansässige Sanitärtechnikunternehmen hat sich auf ökologische Heiztechnik mit Solarenergie sowie Pellets spezialisiert und bietet interessierten Kunden regelmäßig Fachvorträge zu diesen Themen.

Nach eingehender Beratung und Planung installierten die Solartechnik-Experten auf dem Spargelhof Ketelaars in Goch eine thermische Solaranlage mit 4.600 l Anlagevolumen und 30 m2 Kollektorenfläche. Um das vor Ort genutzte Brunnenwasser mit einer Leitfähigkeit von 530 µS/cm und einem pH-Wert von 7 auf optimale Füllwasserqualität einzustellen, empfahl die Firma Vervoorts eine Inline-Systemwasseraufbereitung von perma-trade Wassertechnik. Diese bietet den Vorteil, dass das Füllwasser einfach und schnell aufbereitet werden kann.

Optimale Energieausbeute und Betriebssicherheit

So lässt sich das mobile Gerät über einen Bypass vom Rücklauf her kommend einfach in den Heizkreislauf einbinden. Zunächst fließt das Wasser durch einen feinporigen Tiefenfilter, der Trübstoffe und Magnetit effizient entfernt. Danach sorgt eine angeschlossene Mischbettpatrone für die Entmineralisierung. Dabei werden die Härtebildner Magnesium und Kalzium sowie korrosive Salze wie Chlorid und Sulfat und, falls in Bestandsanlagen vorhanden, anorganische Korrosionsinhibitoren entfernt. Zur Füllwasseraufbereitung auf dem Spargelhof Ketelaars kamen drei „permasoft PT-PS21000IL“ zum Einsatz. Im Gegensatz zu einer Enthärtung hat das Wasser bei dieser Aufbereitungsmethode nach der Entmineralisierung eine stark reduzierte elektrische Leitfähigkeit. So konnte auch die Leitfähigkeit auf dem Spargelhof von zunächst 530 auf 60 µS/cm gesenkt werden. Mit einem pH-Wert von 8,5 und einer Wasserhärte kleiner eins hat die Solaranlage nun Füllwasser „intus“, das garantiert eine optimale Energieausbeute und maximale Betriebssicherheit in Fluss bringen wird.

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