Ausgeklügeltes Konzept für Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär

Folgeauftrag am Terminal 3

Canzler hat von Fraport einen zweiten Planungsauftrag für das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen erhalten: Nachdem Canzler 2013 mit der Planung der Gebäudeautomation (MSR) betraut wurde, liefert die Planungs- und Beratungsgesellschaft nun auch das Konzept für Klima-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik.

Die Planung zielt darauf ab, eine möglichst flexible Nutzung der Flächen zu erlauben. Das neue Terminal 3 soll 2023 in der ersten Ausbaustufe an den Markt gehen. Dann bietet es auf einer Grundfläche von 90.000 m2 Kapazitäten für 14 Mio. Reisende pro Jahr. Seine Gesamtfläche umfasst 306.000 m2, die sich über fünf Ober- und zwei Untergeschosse erstrecken. An den 24 Gate-Positionen docken künftig Großraumflugzeuge an. Die Gesamtkosten werden zwischen 2,5 und 3 Mrd. € liegen.

Vielfältige Anforderungen

„Nicht nur die schiere Dimension macht das Großprojekt äußerst komplex, sondern auch die vielen unterschiedlichen Nutzungsarten“, erklärt Jens Kuhnert, verantwortlicher Projektleiter von Canzler. Neben Passagierbereichen, Büros, Einzelhandel und Gastronomie gibt es auch Sonderflächen für Bundespolizei und Zollamt. „Aus den diversen Nutzungen resultieren viele verschiedene Anforderungen“, so Jens Kuhnert.

Während für die Retailflächen erhöhte Kühl­leis­tun­gen oder für die Gastronomie Fettabscheider und Küchenabluftanlagen berücksichtigt werden müssen, sind die Anlagen in den Passagierbereichen so zu konzipieren, dass trotz stark schwankender Fluggastzahlen und unabhängig von äußeren, klimatischen Bedingungen komfortable Raumkonditionen herrschen.

Hinzu kommen sicherheitsrelevante Anlagen für den Brandschutz. „Da der Bauherr ein energetisches und nachhaltiges Objekt realisieren möchte, wird beispielsweise die Abwärme der Gepäckförderanlage zum Heizen des Terminals genutzt“, erläutert Jens Kuhnert. Bis zur Fertigstellung des Terminals werden rund 160 km Versorgungsleitungen und ca. 120 km Lüftungskanäle/-leitungen verbaut. Lüftungsanlagen mit einem Gesamtzuluftvolumenstrom von ca. 1.200.000 m³/h sind geplant.

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