Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz

Eine sinnvolle, branchenübergreifende Kooperation

Rund um die riesige, an Aktualität sowie politischer und gesellschaftlicher Reputation kaum zu übertreffende Spielwiese „Energieeinsparung und Klima­schutz“ haben sich Kon­stel­lationen unterschiedli­cher Couleur und Kompetenz gebildet. Einigen der Solidarge­mein­schaften war nur eine kurze Lebensdauer beschieden, andere hatten eher den Ruch einer Zwangsgemeinschaft, nicht wenige hatten eher eine absatzorientierte Funktion. In diesem Konzert stellt die von der dena ins Leben gerufene und getragene „Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz“ zweifellos ein herausragendes und positives Beispiel dar. Dabei handelt es sich um einen branchenübergreifenden Zusammenschluss führender Vertreter aus Industrie, Forschung, Handwerk, Planung, Energieversorgung und Finanzierung. Das selbst gesteckte Ziel der Allianz war und ist es, die Energieeffizienz in Gebäuden in Deutschland zu verbessern und der Politik seitens der Wirtschaft transparente, mit vertretbarem Aufwand umzusetzende Empfehlungen zu geben. Der BHKS war von Anfang an aktiv in der Allianz vertreten und forcierte vehement die gebührende Beachtung und Einbindung der Energieeinsparpotentiale im Nichtwohnbereich. Wenn dieses Ansinnen zu Beginn der Allianz-Diskussionen auch mit leichten Hürden verbunden war, stieß es doch am Ende auf eine hohe Akzeptanz und Unterstützung.

Mit großem Engagement der Teilnehmer und einem gerade bei branchenübergreifenden Aktivitäten nicht immer vorzufindendem Konsenswillen entstand ein Positionspapier mit der plakativen Überschrift „Energieeffizienz in Gebäuden – der Schlüssel zur Umsetzung des Energiekonzepts“. Auf gerade mal zehn Seiten wurden die für die Gebäude-Energie-Effizienz relevanten Kernthemen und die daraus abzuleitenden notwendigen Maßnahmen dargestellt. Dabei greift das Positionspapier sinnvolle und zielführende Vorschläge für den ordnungsrechtlichen Rahmen ebenso auf wie Ideen für das finanzielle Anreizsystem sowie für Marktinstrumente, die in der Lage sind, die dringend erforderlichen Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebereich voranzutreiben.

Ein Alleinstellungsmerkmal der Allianz – und sicher auch ihr wesentliches Erfolgsgeheimnis – liegt in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Verbänden und Organisationen, Unternehmen der Energie- und Gebäudeeffizienz sowie der Forschung und Wissenschaft. Insgesamt 13 die am Bau beteiligten Branchensegmente vertretenden Verbände, 11 führende Unternehmen der Gebäudetechnik und der Energieversorgung sowie 5 renommierte Forschungseinrichtungen bildeten eine schlagkräftige Allianz, wobei, wie bei solchen Kooperationen sicher nicht unüblich und vielleicht sogar gewollt, die Arbeit auf einen kleineren Kreis fokussiert war. Als dem treibenden Motor gebührt Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung besonderer Dank und Anerkennung.

Nun bleibt zu hoffen, dass die Allianz und das von ihr erstellte und mittlerweile im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellte Positionspapier bei der Politik eine angemessene Würdigung erzielt und die Inhalte und Vorschläge Eingang finden in den politischen Willensbildungsprozess. Der BHKS wird das Papier und seine Inhalte, angereichert um die spezifischen Interessen des TGA-Anlagenbaus, aktiv in seine politische Kommunikation einbinden. Im Fazit bleibt festzuhalten: Die Industrie und die sie vertretenden Verbände haben ihre Hausaufgaben gemacht – jetzt ist die Politik am Zug.

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