Raumakustik und Raumklima im Verwaltungsneubau

Akustikdecken ohne Minderung der Kühldeckenleistung

Über 5000 m2 Deckenverkleidung prägen in den drei neu errichteten Bürobauten der Volksbank Mittelhessen das ausgewogene (Betriebs-)Klima. Das spürt die Belegschaft der Volksbank Mittelhessen seit Bezug der Büros unmittelbar und deutlich. Denn alle Gebäude haben betonkernaktivierte Decken zur Raumluftkühlung. Damit dieses Technikkonzept aber nicht nur klimatisch sondern auch gleichzeitig akustisch die Arbeitswelt optimiert, musste erst ein spezielles Akustikdeckensystem entwickelt werden, um die Raumluftkühlung nicht einzuschränken. Für die erforderlichen 5000 m² wurde man bei den Spezialisten...

Über 5000 m2 Deckenverkleidung prägen in den drei neu errichteten Bürobauten der Volksbank Mittelhessen das ausgewogene (Betriebs-)Klima. Das spürt die Belegschaft der Volksbank Mittelhessen seit Bezug der Büros unmittelbar und deutlich. Denn alle Gebäude haben betonkernaktivierte Decken zur Raumluftkühlung. Damit dieses Technikkonzept aber nicht nur klimatisch sondern auch gleichzeitig akustisch die Arbeitswelt optimiert, musste erst ein spezielles Akustikdeckensystem entwickelt werden, um die Raumluftkühlung nicht einzuschränken. Für die erforderlichen 5000 m² wurde man bei den Spezialisten der Lahnau Akustik GmbH fündig. Das Akustikplattensystem auf Poraver-Basis (www.poraver.de) bot eine geeignete Lösung.

Durch den Bauherren, die Weimer GmbH, wurde ein detail­liertes Anforderungsprofil an das Deckensystem gestellt bei dem insbesondere die Kühlleistung der betonkernaktivierten Betondecken möglichst nicht beeinträchtigt werden sollte. Außer­dem mussten Versorgungsleitungen integriert werden, die von der DIN 18 041 geforderten Nachhallzeiten waren einzuhalten und die Optik war dem Inneneinrichtungskonzept anzupassen.

Basierend auf dem vorhandenen Know-how des fugenlosen Kühldeckensystem „FWA cool“ wurden zunächst konstruktive Entwürfe erstellt, die durch Versuchsreihen die Leistungsfähigkeit der klimatechnischen, als auch der akustischen Anforderungen unter Beweis stellen mussten.

Hierzu wurden beim Forschungs- und Transferzentrum e. V. in Zwickau spezielle Kühlleistungsversuche und Messungen durchgeführt um das bei Lahnau entwickelte System zu überprüfen. Im Labor wurden verschiedene Deckensegel unter der Kühldecke unterschiedlich angeordnet und die jeweilige Kühlleistung entsprechend DIN EN 14  240 gemessen. Die Leis­tun­gen waren auf Grund der unter der Decke installierten Segel geringer als bei der Decke im Ausgangszustand. Der Kühl­leistungsverlust war jedoch vernachlässigbar im Bezug auf die weiteren Forderungen, wie Raumakustik, Deckenoptik und Installationsebene.

 

Abhangdecke mit aus­gleichender Wirkung

Mittels der Konstruktion der Abhängung mussten die Durchbiegung der Betonrohdecke sowie die Rohbautoleranzen von bis zu 2,5 cm ausgeglichen werden.

Ergänzend musste die Befestigungsplanung die in den Rohdecken befindlichen Rohrleitungssysteme berücksichtigen und der Technikkanal mit seiner Breite von über 2,6 m, der sich auf 21 m Länge durch das ganze Gebäude zieht, war in die Befestigungsplanung zu integrieren.

Zum Ausgleichen der Durchbiegungen in der Unterkonstruktion, bedingt durch die großen Spannweiten und die Baumaßtoleranzen wurde ein, mittels Rändelschrauben justierbares, mehrteiliges Ausgleichsystem in die Gesamtkonstruktion eingebaut.

Beim Plattenmaterial wurde basierend auf der Akustikplatte „Mikropor G“ der Plattenaufbau und die Materialzusammensetzung modifiziert, um einen formstabilen, hochwärmeleitfähigen und akustisch wirksamen Absorber zu erhalten. Von den Ergebnissen im praktischen Einsatz sind selbst die Ingenieure von Lahnau begeistert, denn die Gesamtlösung erfüllt uneingeschränkt die stringenten Bauherrenbedingungen. Die Bauabnahme verlief komplikationslos. Auch während des laufenden „Betriebs“ zeigen sich keine unangenehmen Überraschungen.

 

Produktmeldungen aus den Bereichen Kälte- und Klimatechnik haben wir für Sie auf den Seiten 31 bis 34 zusammengestellt.

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