VdS 3511: Neuauflage „Sicherungsrichtlinien für Museen, Depots und Ausstellungshäuser“
12.01.2026Die jüngsten Museumseinbrüche – zuletzt der Diebstahl von Kronjuwelen aus dem Pariser Louvre – zeigen, wie schnell sich Bedrohungslagen verändern und wie hoch der Handlungsdruck auf Kultureinrichtungen ist. Vor diesem Hintergrund hat VdS die neu aufgelegten Richtlinien VdS 3511 : 2025-11 (02) „Sicherungsrichtlinien für Museen, Depots und Ausstellungshäuser“ veröffentlicht und sie auf der VdS-Fachtagung „Sicherheit von Museen, Ausstellungshäusern, Archiven“ erstmals vorgestellt. Diese Richtlinien gelten seit dem 01.11.2025 und ersetzen die Ausgabe 2008-09 (01).
Die neu aufgelegten Richtlinien VdS 3511 : 2025-11 (02) „Sicherungsrichtlinien für Museen, Depots und Ausstellungshäuser“ fokussieren sich auf Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus, Naturgefahren, technische Risiken, ökologische Einflüsse sowie organisatorische Aspekte.
Bild: VdS
Die Richtlinien VdS 3511 berücksichtigen neben Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus ausdrücklich auch Naturgefahren, technische Risiken, ökologische Einflüsse sowie organisatorische Aspekte. Damit lassen sich Schutzmaßnahmen risikoangepasst planen und die relevanten Bausteine systematisch verzahnen. Depots werden in der Neuauflage differenziert betrachtet, weil dort häufig besonders hohe Werte konzentriert sind. Die Richtlinien beschreiben zudem unterschiedliche Depotarten und leiten daraus spezifische Anforderungen sowie organisatorische Maßnahmen ab.
„Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Dieser Prozess muss gelenkt und gelebt werden. Dafür bedarf es eines systemischen, prozessualen Sicherheitsverständnisses“, sagt Sebastian Brose, Bereichsleiter Security & Geo bei VdS. Die vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV e.V.) herausgegebenen Richtlinien sind unter Mitwirkung u. a., vom Deutschen Museumsbund, dem Sicherheitsleitfaden Kulturgut (SiLK), der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes sowie der VdS Schadenverhütung GmbH entstanden. Die Publikation umfasst 84 Seiten und steht auf der VdS-Webseite kostenfrei als Download zur Verfügung.
