Von der Risikoanalyse bis zur Umsetzung

VdS 3511: Neuauflage „Sicherungsrichtlinien für Museen, Depots und Ausstellungshäuser“

Die jüngsten Museumseinbrüche – zuletzt der Diebstahl von Kronjuwelen aus dem Pariser Louvre – zeigen, wie schnell sich Bedrohungslagen verändern und wie hoch der Handlungsdruck auf Kultureinrichtungen ist. Vor diesem Hintergrund hat VdS die neu aufgelegten Richtlinien VdS 3511 : 2025-11 (02) „Sicherungsrichtlinien für Museen, Depots und Ausstellungshäuser“ veröffentlicht und sie auf der VdS-Fachtagung „Sicherheit von Museen, Ausstellungshäusern, Archiven“ erstmals vorgestellt. Diese Richtlinien gelten seit dem 01.11.2025 und ersetzen die Ausgabe 2008-09 (01).

Die neu aufgelegten Richtlinien VdS 3511 : 2025-11 (02) „Sicherungsrichtlinien für Museen, Depots und Ausstellungshäuser“ fokussieren sich auf Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus, Naturgefahren, technische Risiken, ökologische Einflüsse sowie organisatorische Aspekte.
Bild: VdS

Die neu aufgelegten Richtlinien VdS 3511 : 2025-11 (02) „Sicherungsrichtlinien für Museen, Depots und Ausstellungshäuser“ fokussieren sich auf Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus, Naturgefahren, technische Risiken, ökologische Einflüsse sowie organisatorische Aspekte.
Bild: VdS
Die Richtlinien VdS 3511 berücksichtigen neben Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus ausdrücklich auch Naturgefahren, technische Risiken, ökologische Einflüsse sowie organisatorische Aspekte. Damit lassen sich Schutzmaßnahmen risikoangepasst planen und die relevanten Bausteine systematisch verzahnen. Depots werden in der Neuauflage differenziert betrachtet, weil dort häufig besonders hohe Werte konzentriert sind. Die Richtlinien beschreiben zudem unterschiedliche Depotarten und leiten daraus spezifische Anforderungen sowie organisatorische Maßnahmen ab.

„Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Dieser Prozess muss gelenkt und gelebt werden. Dafür bedarf es eines systemischen, prozessualen Sicherheitsverständnisses“, sagt Sebastian Brose, Bereichsleiter Security & Geo bei VdS. Die vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV e.V.) herausgegebenen Richtlinien sind unter Mitwirkung u. a., vom Deutschen Museumsbund, dem Sicherheitsleitfaden Kulturgut (SiLK), der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes sowie der VdS Schadenverhütung GmbH entstanden. Die Publikation umfasst 84 Seiten und steht auf der VdS-Webseite kostenfrei als Download zur Verfügung.

Thematisch passende Artikel:

Literaturverzeichnis zum Artikel: Energieeinsparung in Museen

[1] Empfehlung zur Energieeinsparung durch die Einführung eines erweiterten Klimakorridors bei der Museumsklimatisierung; 09/2022, Deutscher Museumsbund e.V.; office@museumsbund.de [2]...

mehr

Literaturverzeichnis zum Artikel „Klimatisierung in Museen“

Beitrag in der tab 5/2023

[1] “As energy costs bite, museums rethink a conservation credo“, https://artdaily.com/news/154132/As-energy-costs-bite--museums-rethink-a-conservation-credo#.Y9-ijRa1Kex [2] Bizot...

mehr

Richtlinien für Planung und Einbau von Einbruchmeldeanlagen überarbeitet

Auch praktische Erfahrungen berücksichtigt

Die Richtlinien 2311 beschreiben die Mindestanforderungen an die Planung, den Einbau, den Betrieb und die Instandhaltung von Einbruchmeldeanlagen (EMA) der Klassen A, B und C. Sie gelten in Verbindung...

mehr
Ausgabe 04/2025

Energieeinsparung in Museen

Planungsaspekte zu den TGA-Anforderungen und dem notwendigen Luftwechsel

Mit Beginn der Energiekrise wurden die Klimaanforderungen für Museen auf den Prüfstand gestellt. Es gab umfangreiche Diskussionsforen und Veröffentlichungen. Insbesondere ist hier die Empfehlung...

mehr

VdS: Erste Richtlinien für funkbasierte Brandmeldesysteme

Konkrete Hilfestellungen zum kostenlosen Download

Schneller und einfacher zu installieren – aber in Brandmeldesysteme, die Funkwellenkommunikation nutzen, lässt sich eben auch potenziell „dazwischenfunken“. Zwar existieren für die Absicherung...

mehr