Schindler stattet Terminal 3 am Flughafen Frankfurt aus

Zuschlag für 164 Aufzüge, Fahrsteige und Fahrtreppen

Die beiden Unternehmen der deutschen Schindler-Gruppe Haushahn und Schindler wurden als Bietergemeinschaft mit der Lieferung und Montage der Aufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige im künftigen Terminal 3 des Frankfurter Flughafens beauftragt. Mit 164 Anlagen ist es die bisher größte Ausschreibung, die Schindler Deutschland für sich entscheiden konnte.

„Wir sind stolz, dass wir die Fraport AG in den EU-weiten Vergabeverfahren mit vereinten Kräften von unserer Leistungsfähigkeit überzeugen konnten. Unser unternehmensübergreifendes Angebotsteam hat eine erstklassige Arbeit geleistet“, sagt Dr. Meinolf Pohle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Schindler Deutschland AG & Co. KG.

„Wir sind fest davon überzeugt, mit Schindler und Haushahn professionelle Partner gefunden zu haben, die die komplexen Anforderungen an die Anlagen zu unserer vollsten Zufriedenheit umsetzen werden“, sagt Jannik Holst, Projektleiter Fördertechnik bei der verantwortlichen Fraport Ausbau Süd GmbH.

Für das Terminal 3 liefert Haushahn 91 Aufzüge. Sie werden das siebengeschossige Terminalgebäude, davon fünf Etagen oberirdisch und zwei unterirdisch, vertikal erschließen. Mit einer Förderhöhe von 65 m erhält auch der Tower des Terminals modernste Aufzugstechnik. Alle Lifte werden nach individuellem Kundenwunsch konfektioniert und sind mit der „Ahead“-Technologie ausgestattet. Diese digitale Lösung vernetzt die Aufzüge, wertet die Anlagendaten in Echtzeit aus und sichert ihre maximale Verfügbarkeit.

Die Fahrtreppen und Fahrsteige liefert Schindler: 37 Fahrtreppen verbinden im neuen Terminal 3 Höhen zwischen 5 und 10 m. Für zügige und komfortable Wege zum Gate und einen besonderen Blickfang im Terminal sorgen 36 bis zu 30 m lange und 1,20 m breite Fahrsteige (Laufbänder). Die Montage soll im dritten Quartal 2020 beginnen.

Haushahn sowie Schindler haben passgenaue Produkte angeboten und sich darüber hinaus für ihr Angebot mit weiteren regionalen Lieferanten zu Bietergemeinschaften zusammengeschlossen. Die Fraport AG hat den Großteil der Fördertechnik für das Terminal 3 in vier Ausschreibungsverfahren vergeben. In allen Losen konnten Haushahn und Schindler überzeugen. Darüber hinaus stellt Haushahn die eigene Expertise bereits seit mehr als 40 Jahren als Lieferant und Servicedienstleister am Frankfurter Flughafen unter Beweis.

Der Ausbau des Frankfurter Flughafens gilt als eines der größten privatfinanzierten Infrastrukturprojekte Europas. Mit der Fertigstellung im Jahr 2023 können bis zu 21 Mio. Fluggäste jährlich am neuen Terminal abfliegen oder ankommen (Passagierzahl Flughafen Frankfurt 2019: 70,5 Mio). Dann stehen ihnen dort bis zu 100 Check-in-Schalter zur Verfügung. An den mindestens 38 neuen Gebäude-Positionen können teilweise auch modernste Großraumflugzeuge andocken.

Thematisch passende Artikel:

Größter Auftrag der Firmengeschichte für Schindler Deutschland

Aufzüge für das Terminal 2 am Münchner Flughafen

Die Schindler Aufzüge und Fahrtreppen GmbH hat den Auftrag erhalten, das neue Satellitengebäude am Terminal 2 des Flughafens München mit 50 Aufzügen, 56 Fahrtreppen und bis zu 20 Fahrsteigen...

mehr

Aufzüge für den TaunusTurm

Schindler-Technologie für Frankfurter Hochhausneubau

Die Stadt mit den meisten Hochhäusern in Deutschland wird bald um ein weiteres reicher sein. Bis Ende des nächsten Jahres wollen Projektentwickler Tishman Speyer und die Commerz Real AG mitten im...

mehr
2013-12 Systematik statt System

Canzler plant GA für Terminal 3

Das Planungs- und Beratungsunternehmen Canzler entwickelt für das Terminal 3 des Frankfurter Flughafens das Konzept für die Gebäudeautomation und Leittechnik. Beide Komponenten steuern und...

mehr
2017-10 Ausgeklügeltes Konzept für Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär

Folgeauftrag am Terminal 3

Canzler hat von Fraport einen zweiten Planungsauftrag für das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen erhalten: Nachdem Canzler 2013 mit der Planung der Gebäudeautomation (MSR) betraut wurde, liefert...

mehr

Kieback&Peter besteht Fraport BACnet-Test

Flughafenspezifische Anforderungen erfüllt

Die Automationsstationen des „DDC4000“-Systems von Kieback&Peter (www.kieback-peter.de) entsprechen den BACnet-Anforderungen der Fraport-AG. Zukünftig kann das Berliner Unternehmen diese Systeme...

mehr