Recht & Beruf | Rationalisierung am Bau | 04.02.2014

Professor Reimund Neugebauer folgt auf Professor Bullinger

Nachfolger als Fraunhofer-Präsident

  • Prof. Reimund Neugebauer (Foto: Jörg Lange/Fraunhofer)

  • Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan (rechts), überreichte Professor Bullinger zu seinem Abschied als Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Foto: Fraunhofer)

Zum 1. Oktober 2012 trat Professor Reimund Neugebauer sein Amt als Fraunhofer-Präsident in der Zentrale in München an. "Ich freue mich sehr darauf, diese Aufgabe zu übernehmen", so Professor Neugebauer. "Fraunhofer hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt. Es ist uns gelungen, in Deutschland aber auch international bei Politik und Wirtschaft an Profil zu gewinnen. Und wir haben mit der Systemforschung, etwa in der Elektromobilität, ein gutes Instrument für die interne Vernetzung geschaffen. Auf dieser Basis – einem breiten Ansatz innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft und der Zusammenarbeit mit der Industrie – lassen sich mithilfe der Systemforschung Quantensprünge für einzelne Branchen erzielen."
Prof. Neugebauer ist Nachfolger von Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger, der zehn Jahre an der Spitze der Forschungsorganisation stand und in den Fraunhofer-Senat wechselte.

Einen Schwerpunkt für die weitere Entwicklung von Fraunhofer sieht Professor Neugebauer darin, die wissenschaftliche Exzellenz zu sichern und zu stärken, aber auch die Flexibilität und Wandlungsfähigkeit einer Organisation wie Fraunhofer zu erhalten und zu fördern."»Wir müssen uns mit eigener Vorlaufforschung immer wieder neue Themengebiete erschließen, um auch künftig der strategische Partner für die deutsche Wirtschaft zu sein. Wichtig ist es, die wissenschaftliche Basis für eine nachhaltige Wertschöpfung in Deutschland zu schaffen." Das gelingt, wenn Produkte eine höhere Originalität und Qualität bieten als Waren, die in anderen Ländern gefertigt werden. Und wenn die Prozesse so gestaltet sind, dass man die Produktion in einem Hochlohnland halten kann.

Die Rahmenbedingungen sind nicht einfach: Demographischer Wandel, Energiewende, Ressourcenknappheit. Effizienz spielt hier eine unübersehbare Rolle – insbesondere das ressourceneffiziente Produzieren. Ein Thema, das Professor Neugebauer seit Jahren vorantreibt – innerhalb von Fraunhofer und in enger Vernetzung mit der Industrie, beispielsweise mit der E3-Fabrik, dem Modell für eine effiziente, emissionsneutrale und ergonomische Fabrik. "Uns geht es um Zukunftssicherung durch Innovation. Wir wollen mit unserer Exzellenz, unserem Wissen und dem Fraunhofer eigenen Spirit aus weniger mehr machen – effektiv und effizient", betont Prof. Neugebauer. Das gilt auch für das Thema Verwertung. Gerade bei öffentlich finanzierten Projekten, so die Ansicht von Neugebauer ließe sich die Umsetzung der Ergebnisse verbessern. Eine professionelle Verwertungsstrategie ist eine der anstehenden Aufgaben.

21 Jahre leitete Professor Neugebauer das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz, das er zu einem international führenden Partner für die Automobil- und Maschinenbauindustrie ausbaute. Im Laufe der Jahre kamen die Standorte Dresden, Augsburg und Zittau sowie strategische Kooperationen in Südafrika und Italien hinzu. In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen verlieh ihm die Technische Universität München am 13. September 2012 die Ehrendoktorwürde.

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      Dezentrale Trinkwarmwasserversorgung – Effizient und hygienisch erprobt

      Frischwasserstationen sind bereits seit Jahren eine feste Größe in der Wohnungswirtschaft. Sie können stoßweise warmes Wasser bereitstellen – und das energieeffizient sowie hygienisch einwandfrei. Zudem können die Größe des Pufferspeichers und damit einhergehende Wärmeverluste begrenzt werden. Genutzt werden können diese Vorteile jedoch nur bei richtiger Planung und Auslegung.
      Frank Urbansky, Freier Journalist und Fachautor, Mitglied der Energieblogger, 04158 Leipzig

      Foto: Buderus

    • Heft 03 / 2019

      Klimatechnik für ein Hochleistungsmessgerät – Die German Biomedicine NanoSIMS Facility in Göttingen

      Das Center for Biostructural Imaging of Neurodegeneration (BIN) der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) weihte Ende Oktober 2018 sein Nano-Sekundärionen-Massenspektrometer (NanoSIMS) feierlich ein. Das Architektur- und Ingenieurbüro pbr, Niederlassung Magdeburg, erbrachte nicht nur die Gesamtplanung für den Neubau des Forschungsgebäudes, sondern auch die bauliche Planung zur Einbringung und Sicherstellung des reibungslosen Betriebs des hochsensiblen NanoSIMS. Dabei lohnt sich ein besonderer Blick auf die spezifische Klimatechnik für das Messgerät.


      Foto: Christian Bierwagen

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