Wände als Energieressourcen
Solare Hallenfassaden als EnergiesparmaßnahmeDie Technologie ist patentiert und längst bewährt. Weltkonzerne wie L’Oreal, Bombardier, Glaxosmithkline nutzen sie seit Jahrzehnten standardmäßig zur Gewinnung regenerativer Wärmeenergie nicht nur zur Beheizung ihrer Hallengebäude, sondern auch um bei der Prozesswärme Energieaufwand und CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die Rede ist von Solar-Luftkollektoren für die Wandmontage.
Effizientes Solar-Warmluftgerät
Damit bringt GoGaS ein international renommiertes Produkt an den deutschen Markt, das nach strengen Tests durch die Canadian Standards Association offiziell weltweit als effizientestes Solar-Warmluft-System gelten darf und somit auch von höchstem energiepolitischen Interesse sein dürfte. Die Prüfung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Anlehnung an EN 12 975-12:2006 Solar Keymark – der Grundlage für eine Förderung in Deutschland – liegt seit 2013 vor.
„Wir möchten die deutsche Hallenlandschaft flächendeckend damit ausstatten“, sagt GoGaS-Chef Heiko Schneider, und er meint das mit der „Flächen-Deckung“ durchaus wortwörtlich. „Die Wände der 300 000 Hallengebäude bundesweit bieten mehrere Millionen Quadratmeter bisher ungenutzter Fläche. Auf dieser gewaltigen Fläche schlummert ein riesiges in Deutschland bisher ungenutztes Energiepotential!“.
Wärmedämmung plus regenerative Energiegewinnung
In der Tat kommt die bisher einzige aktuelle Studie zur Gesamtanalyse der Energieeffizienz von Hallengebäuden (GAEEH) in Deutschland zu dem Schluss, dass das allergrößte Energieeinsparpotential aus einer Kombination aus Heizanlagen-Modernisierung und bauseitigen Maßnahmen besteht. Folgerichtig ist diese Erkenntnis auch frisch in die gerade eben erst neu aufgelegte Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) eingeflossen. Darin wird erneut die Forderung gestellt, auch bei Hallengebäuden sowohl die Wärmedämmung als auch die Modernisierung der darin eingesetzten Heizsysteme gleichermaßen voranzutreiben. Die „Lubi Wall“-Technologie erfüllt beide Kriterien:
Der Solar-Luftkollektor nutzt also eine Art Turbo-Gewächshauseffekt im großen Stil, der intelligent und messbar dabei hilft, Kosten und Energieaufwand dadurch zu reduzieren, dass regenerativ erzeugte Wärme als gesunde Frischluft ins Innere der Halle gebracht wird.
Die von außen natürlich vorgewärmte Luft kann dann nicht nur gezielt zur Beheizung der Halle verwendet werden, sondern auch zur direkten Reduktion des Energieaufwands und CO2-Ausstoßes bei der Erzeugung von Prozesswärme dienen, etwa für Trocknungsprozesse in industriellen Anwendungen (siehe Bild 1).
Das System ist wartungsfrei, hat keine beweglichen Teile, kann nicht einfrieren oder überhitzen und ist auch in ästhetischer Hinsicht ein Gewinn, da sie optisch wie eine transparente Fassade aus Fenstern wirkt und sich so architektonisch leicht in ein neues oder bestehendes Gebäude integriert.
Einsatz bei der Weber Betonwerk GmbH
Seit 2013 profitiert auch die Weber Betonwerk GmbH vom Solar-Luftkollektor. Montiert wurden dort 75 m² „Lubi Wall“ mit einem hocheffizienten Zuluft System aus sechs EC-Ventilatoren der neuesten Generation. Das Solar-Luftsystem wird zur Beheizung der neuen Fertigungshalle und zur Unterstützung der Betontrocknung genutzt. Wenn die Sonne nicht genug Wärme liefert, wird das System automatisch durch zwei Brennwertwarmlufterzeuger à 35 kW mit einem Gesamtluftdurchsatz von 7000 m³/h ergänzt.
Energiekosteneinsparung und Förderung
Die Energieeinsparung von 1950 €/a spricht für sich. GoGaS-Chef Heiko Schneider meint: „Unsere Produkte unterstützen Unternehmen dabei, Betriebskosten zu senken und die Umwelt zu schonen.“ Die nächsten Solarprojekte bei Weber Betonwerke sind bereits in der Planung, weitere Produktionshallen werden mit der „Lubi Wall“ ausgerüstet.
Darüber hinaus stehen Fördermittel bereit. Sie erghälz die bisher höchste staatliche Förderung, wenn sie überwiegend zur Bereitstellung von Prozesswärme verwendet wird.
In diesem Fall ist z.B. in Nordrhein-Westfalen sogar eine maximale Förderung von 270 € möglich. Die Investitionsentscheidung wird den Unternehmen noch erleichtert durch günstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ab 1 % und Tilgungszuschüssen von bis zu 50 %. Die Amortisationszeit ist mit zwei bis drei Jahren außerordentlich kurz. Die aktuelle Niedrigzinspolitik schafft zusätzliche Anreize, in nachhaltige Sonnenenergie zu investieren, eine Investition mit garantierter Rendite.
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