Transparenz und Zeitersparnis

App erleichtert Alltag auf der Baustelle

Der Spezialist für Gebäudetechnik Otto Building Technologies GmbH suchte für seine 15 Standorte eine einfach zu handhabende Software für die Zeiterfassung. Außerdem benötigte der Anbieter für Anlagensysteme ein Programm zum Mängel- und Qualitätsmanagement. Entschieden hat sich das Unternehmen für die Lösung des Softwarehauses 123erfasst. Die beiden eingesetzten Anwendungen haben die internen Abläufe und Dokumentationsprozesse erheblich vereinfacht, sodass den Mitarbeitern mehr Zeit für ihre originären Tätigkeiten bleibt.

Seit der Gründung 1967 ist die Otto Building Technologies GmbH für anspruchsvolle Konzepte in den Bereichen Luft- und Klimatechnik, Kältetechnik, Gebäudeautomation und Elektrotechnik stetig gewachsen. So sorgen heute 900 Mitarbeiter für maßgeschneiderte gebäudetechnische Lösungen. Zum Kundenstamm gehören u.a. Unternehmen sowie Hotels, Einkaufszentren, Museen, Hochschulen, Kliniken, Verwaltungsgebäude und Opernhäuser.

2015 suchte Matthias Faust, zuständig für die Montageleitung in der Niederlassung Köln, eine Zeiterfassungssoftware und stieß durch eine umfassende Internetrecherche auf das Programm des Lohner Softwarehauses 123erfasst. Der Projektleiter erläutert: „‘123erfasst‘ entsprach dem Stand der Technik und deckte unsere Anforderungen an Zeiterfassung, Fotodokumentation und Berichtswesen exakt ab.“ Früher wurden die Monatsberichte von den Monteuren per Hand geschrieben oder teilweise über eine Excel-Tabelle erstellt. Die Bearbeitung war für die Personalabteilung ein hoher Aufwand und darüber hinaus fehleranfällig. Mit der Software werden Zeiten, Spesen und Abwesenheiten nun digital erfasst und können somit auch direkt weiterverarbeitet werden.

Sukzessive Einführung

Matthias Faust und Steffen Schmidt, Bereichsleiter für IT und Arbeitssicherheit, testeten das Programm intensiv. Anschließend wiesen sie die Kollegen der Niederlassung Köln anhand eines Pilotprojektes in die Handhabung der Software ein. Nach sechs Monaten wurde entschieden, nach und nach weitere Standorte einzubinden. Heute erfassen sowohl die Monteure, die Bau- und Projektleiter, die Konstrukteure als auch die Mitarbeiter in der Verwaltung ihre Zeiten mit dem Programm. Dazu nutzen sie entweder die App auf ihrem Smartphone, Tablet oder Rechner.

Außerdem werden mit dem System die Spesen erfasst und Urlaubsanträge gestellt. Bei Krankmeldungen trägt entweder der Vorgesetzte oder die Teamassistenz die gemeldeten Zeiten ein. Die Montageleiter prüfen für den vorangegangenen Monat die von den Mitarbeitern eingetragenen Stunden und Spesen und erteilen dann der Personalabteilung die Freigabe der Daten. Geben momentan die Mitarbeiter in der Personalabteilung die Stunden noch mittels eines Excel-Exports aus der Zeiterfassungssoftware manuell in das Lohnabrechnungsprogramm ein, so soll zukünftig der Datentransfer automatisch über eine Schnittstelle erfolgen.

Wichtig für den Anbieter von Anlagensystemen ist sowohl die Zuordnung der eigenen Mitarbeiter als auch die der Nachunternehmen zu den Projekten. So ist jederzeit zum einen ersichtlich, wer wann wo auf welcher Baustelle tätig ist, sowie zum anderen die Auslastung der Kollegen. Die relevanten Ansprechpartner werden genauso benannt wie die Besonderheiten der Baustelle aufgelistet. Sollten sich Änderungen ergeben, informiert die App die relevanten Mitarbeiter per Push-Nachricht. Dadurch verringert sich für alle Beteiligten der Aufwand erheblich. Denn mit dem Programm sind nicht nur langfristige Einsätze, sondern auch kurzfristige Änderungen zeitsparend und revisionssicher dokumentiert sowie mit den jeweiligen Personen kommuniziert.

Mängel- und Qualitätsmanagement integriert

Insgesamt arbeitet Otto mit 720 Lizenzen der Software. 2020 erweiterte das Unternehmen das System um die Mängel- und Qualitätsmanagement-App „123quality“ und erwarb davon 100 Lizenzen. Die Lösung ist in das Programm integriert und musste nur für die relevanten Nutzer frei geschaltet werden. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Stammdaten sind nur einmal anzulegen, werden zentral gepflegt, und die Nutzer greifen von beiden Anwendungen auf den gesamten Datenpool zu.

Mit der Qualitätsmanagement-App fotografiert der Anwender schnell einen Mangel und spricht aufs Handy, was zu erledigen ist. Er verortet die Aufgaben auf dem digitalen Bauplan und ordnet die zu erledigenden Tätigkeiten dem zuständigen Mitarbeiter oder Nachunternehmen mit wenigen Fingertipps zu. Verschiedene Arten von Tickets wie Aufgaben, Mängel, Aktennotizen, Behinderungen, Leistungsfeststellungen, Nachträge, Restleistungen und viele mehr sind so schnell erstellt. Der gesamte Prozess der digitalen Mängelerfassung, -verfolgung und -behebung ist somit standardisiert, übersichtlich nachvollziehbar dokumentiert und führt zu einer deutlich besseren Qualität in der Ausführung.

Fotodokumentation und Berichtswesen

Täglich dokumentieren die Kollegen auf der Baustelle den Baufortschritt, aber auch Behinderungen durch andere Gewerke per Foto und Anmerkungen. Letztere werden sofort an den Auftraggeber weitergeleitet. Dies vereinfacht die Dokumentation ungemein, denn alle Fotos sowie zugehörigen Informationen sind automatisch dem relevanten Projekt, Baubereich und Bauteil zugeordnet. Damit alle Daten im Bautagesbericht enthalten sind, hat sich der Mittelständler einen individuellen Bericht vom Softwarehaus programmieren lassen. In diesen übernehmen die zuständigen Mitarbeiter die in der Mängel-App eingegebenen Informationen, sodass dort auch die tagesbezogenen Tickets zwecks Dokumentation verfügbar sind.

Fotos der Mängel verorten die Gebäudetechnik-Experten auf den entsprechenden Grundrissplänen. Bauleiter Sebastian Garbotz dazu: „Ich leite das Ticket an das Nachunternehmen, mit dem Auftrag den Mangel abzuarbeiten, und muss mich nicht mit ihm auf der Baustelle treffen. Der Nachunternehmer sieht sofort, wo er tätig werden muss und wir sparen durch diese Vorgehensweise viel Zeit.“

Software unterstützt auch bei der Angebotserstellung

Projektleiter Matthias Faust nutzt „123quality“ auch zur Unterstützung der Angebotserstellung für Ergänzungsarbeiten. Dazu nimmt er vor Ort Maße sowie Besonderheiten auf, fotografiert die Situation und ergänzt die Informationen durch individuelle Bemerkungen. Diese helfen Faust bei der Erstellung des Angebotes, und aufgrund der Fotos hat er die Örtlichkeiten vor Augen.

Transparente Bautagesberichte

Seit der Einführung der neuen Lösungen hat sich die Berichterstellung nach eigenen Angaben des Unternehmens mit Hauptsitz in Bad Berleburg erheblich verbessert. Die gesamte Zeiterfassung sowie die Prüfung der Eingaben sind deutlich einfacher. Wurden früher die Fotos per WhatsApp oder per E-Mail verschickt und mussten im richtigen Ordner auf dem Rechner abgelegt werden, liegt jetzt das Foto mit Kategorisierung, örtlicher Zuordnung anhand des Bauteils und des Baubereichs mit Text, Datum sowie Uhrzeit vor und wird automatisch in den Bautagesbericht eingefügt.

Bei Otto schätzt man die Integration der beiden Lösungen. Da die Benutzeroberfläche beider Anwendungen gleich ist, müssen sich die Mitarbeiter nicht in ein zweites System einarbeiten und sich auch nur einmal Benutzernamen sowie Passwort merken. Weitere Vorteile ergeben sich durch die Digitalisierung des Zeiterfassungsprozesses sowie der gesamten Dokumentation. Transparenz, Zeitersparnis, eine bessere Auslastung der Baustellen sowie übersichtliche und informative Bautagesberichte verringern Nachfragen. Die eingesparten Zeiten können die Otto-Mitarbeiter für ihre orginäre Tätigkeiten nutzen und sind somit bedeutend produktiver als früher. Durch das gut dokumentierte Qualitätsmangement und die schnelle Weiterleitung der zu behebenden Mängel können diese zügig abgearbeitet werden – ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei eng terminierten und komplexen Projekten.

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