„Smart Metering“ mit KNX-Modulen
Nachrüstung über ZweidrahtleitungSeit dem 1. Januar 2010 ist die „intelligente“ Verbrauchsmengenerfassung – das Smart Metering – auch in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtend. Das steht im Energiewirtschaftsgesetz. In der Praxis wird das damit verbundene Potential an möglichen Energieeinsparungen bislang jedoch nur unzureichend ausgenutzt. Und dies, obwohl in vielen Liegenschaften die Aufrüstung durch entsprechend „smarte“ Wasser-, Wärme- und Kältemengenzähler mit KNX-Technologie oft vergleichsweise einfach umsetzbar ist.
Bei näherer Betrachtung – nämlich der Frage einer praxisorientierten Umsetzung – hellt sich der Hintergrund für diese Zurückhaltung auf. Die flächendeckende Umsetzung des „Smart Meterings“ ist trotz des verbundenen Potentials für Fachplaner, Ausführende, Facility Management-Dienstleister und Objektbetreiber vor allem aus fünf Gründen blockiert:
Eine besonders praxisgerechte Lösung stellen daher auf dem KNX-System basierende Wasser-, Wärme- und Kältemengenzähler dar, die als „Sensoren“ über einen Netzwerkkoppler mit integriertem „KNX Facility Web“ weltweit via Internet im http- oder FTP-Protokoll nicht nur ausgelesen und ausgewertet, sondern bidirektional sogar gesteuert werden können (Bild 1).
Der technische Hintergrund stellt sich folgendermaßen dar: Der KNX-Standard nach ISO/IEC 14 543 und EIB EN 50 090 ist eine kompatible, lizenzfreie Weiterentwicklung unter anderem der Systeme EIB, EHS und Batibus.Die Installation reduziert sich auf ein einheitliches, ausgesprochen einfach aufgebautes Bussystem – eine Zweidraht-Leitung – für die Anbindung der „Smart Metering“-Komponenten. Das KNX-Programm ist damit auch bei der Sanierung oder Ausweitung vorhandener Gebäudemanagementsysteme problemlos einsetzbar. Der Konfigurationsaufwand ist durch die mit Windows kompatible „Engineering Tool Software“ (ETS) ähnlich überschaubar.
Verteilte „Intelligenz“
Ermöglicht wird diese vergleichsweise einfache Struktur durch die geschickte Verteilung der „Intelligenz“ auf die KNX-Module, den Netzwerkkoppler und die internet-basierende Datenübertragung und -auswertung:
Umfassende Datenbasis
Die Datenbasis, die von den KNX-Modulen über entsprechende Mengenzähler oder Fühler zur Verfügung gestellt wird, ist umfassend: So lassen sich mit „Facility Web“ neben den Zählerwerten auch Schaltzustände und Sensorwerte erfassen und über ein Visualisierungstool, wie den „Energy Analyzer“, grafisch darstellen. Welche Betrachtungszeiträume (Tages-, Monats- oder Jahresauswertungen; Langzeitaufzeichnung bis zehn Jahre) dabei gewählt werden, hängt von der jeweiligen Aufgabenstellung ab:
Breites Anwendungsfeld
Das Potential, KNX-Systeme in der Gebäudeautomation auf die Themenkreise Mengenerfassung und -auswertung zu reduzieren, greift gerade in den Bereichen Strom und Wärme zu kurz. Genauso einfach wie in den Anwendungen der Grundversorgung mit Strom, Gas, Wärme und Wasser lassen sich die „kommunikativen Module“ auch in die zunehmend komplexer werdenden Anlagenkonstellationen mit Nutzung regenerativer Energien einbinden. Wie breit das zur Verfügung stehende „technische Instrumentarium“ ist, spiegelt sich z. B. in Preisliste und Lieferprogramm von WDV/Molliné (www.molline.de) für das Jahr 2012 wieder.
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