Moderne Druckspüler
Sinnvoll im ObjektbereichIm öffentlichen und halböffentlichen Bereich sowie in Objekten sind Druckspüler weiterhin präsent. Welche Aspekte für diese robuste Technik sprechen, beleuchtet der folgende Beitrag.
Ansprüche an die Ausstattung
In öffentlichen und gewerblichen Sanitärbereichen sowie im Wohnungsbau finden sich Druckspüler nach wie vor in großer Zahl – zu Recht. Sie liefern gute Spülergebnisse und sind sparsam im Wasserverbrauch. Auch bei starker Frequentierung gibt es keine Verzögerung, das Wasser steht auf Knopfdruck bereit. Hochwertige Produkte lassen sich nach Bedarf einstellen, funktionieren selbst bei geringem Wasserdruck und punkten durch ihre niedrige Schallemission. Darüber hinaus gibt es heute Modelle in zeitgemäßem Design, die auch die Ansprüche an die Optik erfüllen. Wenn dann...
Ansprüche an die Ausstattung
In öffentlichen und gewerblichen Sanitärbereichen sowie im Wohnungsbau finden sich Druckspüler nach wie vor in großer Zahl – zu Recht. Sie liefern gute Spülergebnisse und sind sparsam im Wasserverbrauch. Auch bei starker Frequentierung gibt es keine Verzögerung, das Wasser steht auf Knopfdruck bereit. Hochwertige Produkte lassen sich nach Bedarf einstellen, funktionieren selbst bei geringem Wasserdruck und punkten durch ihre niedrige Schallemission. Darüber hinaus gibt es heute Modelle in zeitgemäßem Design, die auch die Ansprüche an die Optik erfüllen. Wenn dann auch noch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis besteht, werden Druckspüler gern eingesetzt.
Wasser auf Knopfdruck – jederzeit
Bei der Druckspültechnik kommt eine Kombination zweier gesteuerter Ventile zur Anwendung, die selbsttätig schließen. Im Ruhezustand ist der Druck zwischen der Gegendruckkammer, die durch ein Hilfsventil verriegelt wird, und dem Leitungsdruck, der auf die Kammer des federbelasteten Hauptventils wirkt, genau gleich. Wird nun der Hebel betätigt, öffnet sich das Hilfsventil und die Gegendruckkammer wird entleert. Dadurch wird das Hauptventil entlastet, es öffnet sich und gibt den Fließweg zum Spülrohr frei. Beim Loslassen des Betätigungshebels füllt sich die Gegendruckkammer über eine Druckausgleichsbohrung und das Hauptventil schließt, sobald wieder gleiche Drücke vorherrschen. Die mechanische Funktion geht auf eine Entwicklung der 1920er Jahre zurück. Das Unternehmen Benkiser brachte damals ein Patent zur Anmeldung, das im Wesentlichen nach wie vor Anwendung findet.
Handbetätigte Druckspüler gibt es in zwei Ausführungen – als mechanisch oder als hydraulisch auslösende Armatur. Die hydraulische Auslösung steht für das oben beschriebene Funktionsprinzip mit Haupt- und Hilfsventil, bei dem die Gegendruckkammer geöffnet und der Öffnungsweg des Hauptventils freigegeben wird. Bei der mechanischen Auslösung wird das Hauptventil – auch als Hauptkolben bezeichnet – direkt aufgedrückt. Das Hilfsventil fungiert unterstützend und verringert den benötigten Kraftaufwand. Für eine einwandfreie Funktion muss der Fließdruck zwischen 1,2 und 5 bar liegen. Spezielle für Niederdruck konzipierte Modelle benötigen einen Mindestdruck von nur 0,7 bar.
Konstruktionsmerkmale zeitgemäßer WC-Druckspüler
Die einzuhaltenden Spülmengen sowie deren Abhängigkeit von der Spülzeit sind in der DIN EN 12541 geregelt. Die Spülmenge korreliert mit dem Leitungsdruck, der wiederum objektbezogen sehr unterschiedlich ausfällt. Daraus folgt, dass manuelle Einstellmöglichkeiten an den Armaturen erforderlich sind. Mit sich ändernden Betriebsbedingungen kann der Installateur beziehungsweise der Nutzer die Spülströme anpassen. Die Beeinflussung durch den Nutzer konterkariert jedoch unter Umständen die Anforderungen der Norm.
Eine Lösung dieses Problems bieten die heute gängigen, automatisch regelnden Druckspüler. Diese Innovation wurde schon 1968 von Benkiser eingeführt. Eine Regelmechanik passt die Spülzeit an die jeweiligen Druckverhältnisse an und sichert permanent einen normgerechten Spülstrom.
Leise im Gebrauch
Körper- und Luftschallemissionen werden vor allem durch das schnelle Öffnen und Schließen des Hauptventils verursacht. Körperschallemissionen entstehen installationsbedingt durch die Ausführung der Wasserwege sowie durch gering dimensionierte Anschlussleitungen. Daher ist es sinnvoll, schon in der Planungsphase die modellspezifischen Eigenschaften der Druckspüler einzubeziehen.
Das Auftreten von Luftschallemissionen ist der Trinkwasserhygiene geschuldet. Zum Schutz vor Rückdrücken oder Rückfließen in das Versorgungssystem (nach DIN EN 1717) müssen Druckspüler mit einem Rohrunterbrecher ausgerüstet sein. Moderne Armaturen sind heute so konstruiert, dass möglichst geringe Sauggeräusche entstehen.
Darüber hinaus präsentieren sich Druckspüler elegant und leise, sie lassen sich mit der kompletten Technik auch in der Wand installieren. Für diese Einbauvariante stellt Benkiser z.B. ein Unterputzmodell mit Zwei-Stufen-Druckknopf und Edelstahlplatte zur Verfügung. Solche Druckspüler sind auch in ein selbsttragendes Montageelement zur Vorwandinstallation integriert, so dass u.a. eine schnelle Umsetzung bei Modernisierungsmaßnahmen möglich wird. Die Modelle stehen für WC- und Urinalspülungen zur Verfügung und erfüllen die Standards der Schallemission bis hin zur Geräuschklasse 1 (DIN EN ISO 3822).
Einfach gestaltete, klassisch mit Hebel ausgestattete Varianten werden nach wie vor eingesetzt, vornehmlich für das Objektgeschäft. Auch im Export spielen sie eine Rolle, etwa in den arabischen Raum, da sie selbst mit geringen bzw. schwankenden Wasserdrücken zurechtkommen.
Moderne Technik hilft Wasser zu sparen
Auch der Wunsch, Wasser sparsam zu nutzen, lässt sich mit Druckspülern realisieren. Hier ist die von Benkiser entwickelte ECO-Technik zu nennen, mit der die WC-Druckspüler der neuesten Generation ausgestattet sind. Mittels ausgeklügelter Ventiltechnik in Kombination mit einer Zwei-Mengen-Rasterdruckauslösung ermöglicht die ECO-Technik variable Spülmengen von 3 l und 6 l Spülvolumen gemäß DIN EN 12541. Optional lässt sich die größere Spülmenge werksseitig auf 9 l erhöhen.
Druckspüler für Urinale
Die Technik der Urinaldruckspüler ist analog zu den WC-Druckspülern aufgebaut. Ergänzt wird sie durch eine veränderte Ventiltechnik und durch den Einsatz von Magnetventilen. Daraus ergibt sich eine Produktpalette, die für unterschiedlichste Anwendungen und Kundenwünsche mit moderner Auslösetechnik kombiniert wird. Hier sind insbesondere die elektrooptischen Komponenten zu nennen, die den in diesem Segment hohen Anforderungen an Komfort und Nutzerhygiene Rechnung tragen.
Komfort – berührungslose Armatur
Heute wird bei der Sanitärraumgestaltung verstärkt auf die berührungslose Auslösung der Urinalspülung gesetzt, entweder netzabhängig oder netzautark. Bezogen auf die Auslösung ist die Sensortechnik mittels Infrarotsignal die meistgenutzte Technologie. Der Sensor erkennt, ob sich ein Nutzer vor dem Urinal befindet, wobei der Erfassungsbereich werksseitig auf ca. 50 cm eingestellt wird.
Sobald der Nutzer den Signalbereich vor dem Urinal verlassen hat, löst die Spülung selbsttätig aus. Außerdem können zeitgesteuerte Spülungen ausgelöst werden, um die Hygiene zu gewährleisten, beispielsweise 24 h nach dem letzten Spülgang. Die hochwertigen Produkte verkraften mehr als 50.000 Spülungen ohne Wartung. Zur Energieversorgung wird entweder das Netzteil oder der Batteriebetrieb gewählt.
Noch mehr Hygiene
Wird bei WC oder Urinal eine Ausstattung mit Druckelementen gewünscht, lässt sich die Hygiene durch den Einsatz der antibakteriellen Beschichtung „B’Care“ deutlich verbessern. Direkt nach der Nutzung der Armatur setzt die Wirkung auf anhaftende Bakterien ein. Im Labortest hat sich gezeigt, dass z.B. Escherichia-coli-Bakterien schon nach drei Stunden stark reduziert waren. Nach 6 h waren 99,9 % der Bakterien vernichtet. Das funktioniert gleichermaßen bei Waschtisch, Urinal oder WC.
Selbst bei regelmäßig frequentierten Sanitärräumen kann eine mit „B’Care“ ausgerüstete Armatur die Hygiene deutlich verbessern.
Insbesondere dann, wenn die Räume nicht fortwährend und regelmäßig gereinigt werden, macht sich die Wirkung bemerkbar. Außerdem ist positiv anzumerken, dass die Beschichtung dauerhaft wirkt, als abriebfest gilt und kein besonderes Reinigungsverhalten erfordert.
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