Gebäudeautomation, Elektrotechnik und Licht

Light+Building 2014

Für die TGA-Branche spielt die Light+Building als Fachmesse für die Bereiche Gebäudeauto­mation, Elektrotechnik und Licht eine wichtige Rolle. So bie­tet die Fachmesse vom 30. März bis 4. April 2014 auf dem Messegelände in Frankfurt am Main Informationen zu Produktneuheiten und Technologien der Bereiche Elektrotechnik, Gebäudeautomation und Licht.

Elektrotechnik

„Energieeffizienz durch gute Elektroinstallation“ lautet das Messemotto bei der Initiative Elektro+. Eine gleichnamige Broschüre ist am Messestand (Halle 8, Stand K 62, beim ZVEH) erhältlich.

Automationslösungen

LonMark präsentiert sich mit der LON-Technologie auf einem Gemeinschaftsstand in Halle 9.0, Stand E 10. Ein Schwerpunkt ist der Einsatz von LON im „Internet of Things“. Bestens vorbereitet ist LonMark beim aktuellen Thema „Internet of Things“ und speziell beim „Industrial Internet of Things“ (IIoT). LonMark beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit der Kommunikation zwischen intelligenten Geräten. Mit standardisierten Funktionsprofilen ist LonMark für eine Vielzahl von Anwendungen bestens gerüstet. Dieses Knowhow und diese Erfahrung kommt LonMark nun beim „IIoT“ zugute. Das „Industrial Internet of Things“ ist ein zentrales Thema des Gemeinschaftsstandes.

Danfoss zeigt sein Portfolio an Drehzahlregelungen für Anwendungen im HVAC-Bereich im Rahmen des „EC+“-Konzepts. „EC+“ hat Systemwirkungs­grad­vor­teile im Vergleich zu EC-Motoren, wie eine unabhängige Studie des ILK Dresden belegt. Nicotra Gebhardt, AL-KO Therm und Danfoss hatten die Studie in Auftrag gegeben, um die selbst gemessenen Daten verschiedener Lüftersysteme neutral prüfen zu lassen. Die Studie steht unter www.danfoss.de/ecplus als PDF-Datei zum Herunterladen bereit. Mit dem „EC+“-Konzept ließ sich bei den getesteten Lüftersystemen der höchste Gesamtwirkungsgrad erreichen, im Prüfaufbau über 63 %.

Auf der Sonderschau „Smart Powered Building – Ihr Gebäu­de im Smart Grid“ werden Sys­­temlösungen gezeigt, die Photo­voltaik- und Windkraftan­la­gen mit dezentralen Energiespeichern wie Batterien oder Wärmepumpe verbinden und damit den Autarkiegrad der Ener­gieversorgung in Gebäuden erhöhen.

In interaktiven Computersimulationen können Fachbesucher energieoptimierte Lösungen für Gewerbegebäude abfragen unter Einbeziehung von Energieerzeugern, -verbrau­chern, - speichern und der An­bin­dung an das „Smart Grid“. Ergänzend zur Sonderschau demonstriert das E-Haus des Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) in Halle 8 realitätsnah, welche Möglichkeiten „intelligente“ Gebäude in Bezug auf Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit geben. Ebenso zeigt es multifunktionale und generationenübergreifende Gebäudekonzepte auf der Basis von Vernetzung.

In der Galleria werden in der „KNX City“ auf rund 700 m2 Themen wie „Das Energiemanage­ment der Stadt der Zukunft“, „Die neue KNX-Software ETS5 und neue ETS-Apps“, „KNX Championship – Wettbewerb mit KNX“ und – ganz im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien – „KNX Football Championship“, ein ganz spezieller Fußballwettbewerb für die Messebesucher, geboten. Darüber hinaus bietet die Association bei dieser Gelegenheit spezielle Messeangebote für die ETS-Software an sowie halbstündige KNX-Trainings und -Schulungen, während parallel dazu von KNX-Professionals zwölf neue Anwendungen gezeigt werden. Der „KNX Award“ wird, und das bereits zum zehnten Mal, in diesem Jahr am Messedienstag, 1. April 2014, verliehen.

Die EnOcean Alliance (Halle 9.0, Stand B 40) zeigt ihre bat­terie­lo­sen Systeme zur Funk­tech­no­logie an einem Ge­mein­schafts­stand rund um Ge­bäu­de­au­to­mation und „Smart Ho­mes“.

Für GFR (Halle 9.0, Stand B 48) geht es unter dem Motto „Solutions“ u. a. darum, den „Digicontrol“-Economizer „ems4.Econo“ zur energieoptimalen Ansteuerung von Energierückgewinnungssystemen in RLT-Anlagen, das TÜV-zertifizierte Energiedatenmanagement „Webencon“, BACnet mit dem „Digicontrol“-Automationssystem „ems“ sowie eine Retrofitlösung für die Modernisierung vorzustellen.

Am Messestand von Schüco (Halle 9.0, Stand E 71) geht es um die Gebäudeautomation. Das Produktspektrum reicht von einfachen Auto­ma­tions­lösungen für z. B. einzelne Türen und Fenster bis zu vernetz­ten Automationslösungen für die gesamte Gebäudehülle – einschließlich der Anbindung an beispielsweise KNX-, LON- oder Wago-basierte Gebäudeleitsysteme. Das Schüco-„Door -Control“-System beispielsweise ist ein Türmanagementsystem, das die drei Bereiche Fluchttürsicherung, Zutrittskontrolle und Türkommunikation abdeckt.

Die Gesytec-Kommunika­tionssoftware „Epos“ (Halle 9,0, Stand E 10) ist ein Schlüssel, der den „Dingen“ die Tür ins „Internet of Things“ (IoT, Internet der Dinge) öffnet. „Epos“ ist ein Protokollstack, der sich leicht in einen modernen Mikrocontroller integrieren lässt, ist IPv6/v4-fähig und schafft damit die Grundlage, um Geräte in einer Internet-of-Things-Umgebung zu nutzen. Die Essenz des Internet of Things ist Kommunikation basierend auf den Möglichkeiten von IPv6, der Schlüssel zu ihm ist die Beherrschung der Kommunikation. Zuerst nur eine Vision, baut es sich jetzt zur nächs­ten Welle der technologi­schen Entwicklung auf, die als „4. Industrielle Revolution“ ihre bis­lang bekannteste Ausprägung hat. Welche technische Welle auf die TGA-Branche zurollt und wie man diese Welle reitet, statt ihr zu unterliegen zeigt Gesytec.

Energiespeicher und de­zen­trale Energie­versorgung

Strom nahe am Erzeugungsort zu nutzen, entlastet die Stromnetze. Auch wenn die finanziellen Anreize, rege­nerativ Strom zu erzeugen und möglichst selber zu nut­zen von politischer Sei­te immer wieder torpediert werden, wird diese Lösung das größte Zukunftspotential haben. Um die Eigennutzung von der Erzeugung zeitlich entkoppeln zu können, muss Energie gespei­chert werden. Neben Batte­rie­speichern mit Akkus sind im Gebäudebereich Systeme ge­fragt, die elektrischen Strom in Wärme speichern. Wenn die Hei­zungs­anlage beispielsweise mit einer Wärmepumpe arbeitet, kann die elektrische Energie in Form von warmem Wasser gespeichert werden. Damit solche Lösungen effizient arbeiten, benötigen sie ein Speicher- und Energiemanagement. Dieses soll da­für sorgen, dass mit dem selbst erzeugten Strom zunächst der aktuelle Bedarf gedeckt wird. Nur überschüssige elektrische Energie lädt den Speicher auf. Erst wenn der Speicher geladen ist, speist das Energiemanagementsystem die überschüssige Energie in das Versorgungsnetz ein.

Dynamischer Beleuchtung und Mensch

Lange wurde Licht lediglich auf seine Grundfunktion herunter­ge­brochen: Helligkeit zu spenden, um Sehaufgaben auch nach Son­nen­untergang nachkommen zu können. Inzwischen hat man die Auswirkungen des Lichts auf den Menschen und seine Gesundheit erkannt. Licht bestimmt maßgeblich unser Wohl­befinden, es steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus und sorgt im Laufe des Tages für unterschiedliche Hormonausschüttungen. Vor diesem Hintergrund kann Beleuchtung heute mittels moderner Lichttechnik beispielsweise in Krankenhäusern, Büros oder Schulen gezielt ein­gesetzt werden, um maßgeblich zur Genesung, Leistungs- oder Konzentrationssteigerung bei­zutragen.

Die Auswirkungen einer bio­logisch wirksamen Beleuchtung sind insbesondere für Büroarbeitsplätze interessant und werden in diesem Bereich bereits eingesetzt. Die Tageslicht­architektur setzt auf die möglichst intensive Nutzung des natürlichen Tageslichts, dem bei Bedarf Kunst­licht hinzu­ge­schal­tet wird. In Räumen oder Ge­bäuden mit wenig Tages­licht­einfall kann hingegen der natürliche Tages­lichtverlauf durch moderne Leuchtmittel und Lichtmanagementsysteme simuliert und damit der gleiche biologische Effekt erzielt wer­den: Am Morgen dient ein zusätzlicher Blauanteil der Anregung, hellblaues, konzentrationsförderndes Licht leuchtet am Nachmittag und eine sanftere Beleuchtung in Gelb- und Orangetönen begleitet in den Feier­abend. Studien belegen, dass Mitarbeiter besser schlafen und am Tag leistungsfähiger sind, häufig geht auch eine Stei­ge­rung des allgemeinen Wohl­befindens mit einher, was sich selbstverständlich auch auf die Arbeit und die Motivation auswirkt.

Unter dem Motto „World of White“ bereichert Insta die Messe um das Thema „tunable white“. Helligkeits- und Farbwechsel des Lichts zeigen sich täglich im natürlichen Ablauf der Welt. Man denkt an Tageslicht, Jahres­zeiten, Klimazonen und Land­schaften. So finden sich war­me Lichtverhältnisse im Süden und eher kaltes, bläulich wirkendes Licht bei einer Reise in die Nordpolregion. Unterschiedliche Beleuchtungen anhand verschiedener Reiseziele stehen daher auch auf dem Präsentationsprogramm.

Messeziel Frankfurter Innenstadt

Die Light+Building bietet über den Besuch der Fachmesse hinaus, die Möglichkeit sich am Abend nach Messeschluss in der Frankfurter Innenstadt durch die Beleuchtungskonzepte der „Luminale“ (www.luminale.de), die als Begleitveranstaltung zur Light+Building stattfindet, inspirieren zu lassen. So kann man einen langen Messetag mit den Lichtinstallationen ausklingen lassen.

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