Gebäudeautomation im Kundenzentrum
Das Abus-KranHaus in Gummersbach
Als die Abus-Kransysteme GmbH 2015 in Gummersbach-Herrenhausen ein neues Kundenzentrum errichtete, wurde ein System zur Gebäudeautomation berücksichtigt. Da man bereits bei vorhergehenden Projekten am Standort seit 2009 gute Erfahrungen gemacht hatte, wurde derselbe GA-Anbieter beauftragt. Umgesetzt wurde eine flexibel agierende Lösung, in der auch das KNX-System sowie die Kältetechnik aufgeschaltet wurden.
2009 baute die Abus-Kransysteme GmbH am Standort Gummersbach eine zentrale Lehrwerkstatt sowie ein Gebäude für die Energieerzeugung. Um die eigenen, hohen Anforderungen an die Flexibilität erfüllen zu können, wählte der Spezialist für Kransysteme schon damals die „Metasys“-Bedienstation „M5iNTS“ von Johnson Controls. Die offene Schnittstellenarchitektur der serverbasierten Lösung mit mehreren Bedienansätzen ermöglichte eine gewerkeübergreifende MSR-Technik für die Bereiche Heizung, Lüftung, Kälte und Sanitär. Damit konnten die Verantwortlichen die TGA einfach und zentral überwachen, regeln,...
2009 baute die Abus-Kransysteme GmbH am Standort Gummersbach eine zentrale Lehrwerkstatt sowie ein Gebäude für die Energieerzeugung. Um die eigenen, hohen Anforderungen an die Flexibilität erfüllen zu können, wählte der Spezialist für Kransysteme schon damals die „Metasys“-Bedienstation „M5iNTS“ von Johnson Controls. Die offene Schnittstellenarchitektur der serverbasierten Lösung mit mehreren Bedienansätzen ermöglichte eine gewerkeübergreifende MSR-Technik für die Bereiche Heizung, Lüftung, Kälte und Sanitär. Damit konnten die Verantwortlichen die TGA einfach und zentral überwachen, regeln, steuern und optimieren.
Etwa zwei Jahre später erhielt der Standort im Bergischen Land eine 15.000 m2 große Produktionshalle mit zugehöriger Verwaltung und Sozialbereichen. Darin stellt Abus jedes Jahr in Fließfertigung Hunderte von schweren Serienlaufkranen mit einer Tragfähigkeit von bis zu 120 t her. Auch bei diesem Projekt verließ sich das Familienunternehmen beim Design der Gebäudeautomation und den anschließenden Service auf Johnson Controls.
Das Kranhaus als neuer Dreh- und Angelpunkt
2013 begann Abus damit, am Standort in Gummersbach-Herreshagen ein neues Kundenzentrum zu planen. Das neue Kundenzentrum mit 1.600 m2 umfasst eine große Ausstellungshalle, ein Auditorium, Konferenz- und Schulungsräume, ein Café und eine Lounge, ein Restaurant für 200 Gäste sowie zwei Verwaltungsriegel mit insgesamt 300 Arbeitsplätzen.
Im Kundenzentrum können die Besucher heute Lasten eigenhändig mit einem Laufkran transportieren, die Leichtigkeit der Kransysteme erleben und in 8 m Höhe auf einem Kran mitfahren – in unmittelbarer Nähe zur Produktion. Das „KranHaus“ bietet den Gästen sowohl einen Überblick über die aktuelle Technik als auch einen Einblick in realistische Arbeitssituationen. Johnson Controls war von Beginn an auch bei diesem Projekt dabei und begleitete Abus vom Entwurf bis hin zur Abnahme im August 2016.
So lag die gesamte Automatisierung des Kranhauses, von der Beleuchtungssteuerung über den Sichtschutz bis zur Regelung von Heizung, Lüftung und Klimaanlage, in den Händen von Johnson Controls. Die Planer haben alle neuen Anlagen – darunter eine Kältemaschine von „York“ – in die bestehende Gebäudeleittechnik aufgeschaltet und in die Benutzeroberfläche integriert. Insgesamt sind damit bei Abus aktuell rund 9.000 Datenpunkte in das „Metasys“-Gebäudeautomationssystem aufgeschaltet.
Beleuchtung, Sichtschutz und HLK steuert Johnson Controls auf Wunsch des Auftraggebers überall über eine einheitlich gestaltete Bedienoberfläche der Medientechnik. „Metasys“ ermöglicht ein effizientes Management der betriebstechnischen Anlagen und des Energieverbrauchs sowie schnelle Reaktionen auf kritische Meldungen, Betriebsparameter oder Alarme und die optimale Umsetzung von Steuerungs- und Regelungsstrategien.
Komfort bieten die bereits fertig hinterlegten Szenarien, die es erlauben, per Tastendruck eine bestimmte Atmosphäre zu erzeugen, ohne komplizierte Änderungen an einzelnen Parametern vornehmen zu müssen. Damit ist gesichert, dass Energieeffizienz und Nachhaltigkeit hoch bleiben, während den Mitarbeitern die Möglichkeit bleibt, bei Bedarf immer in das Licht-, Sonnenschutz- und Temperaturszenario einzugreifen und die Atmosphäre ihren Wünschen anzupassen. Zum Beispiel gibt es ein Szenario, deren Aktivierung die Beleuchtung in den Besprechungsräumen automatisch in eine vorgegebene Stimmung bringt, die Luftmenge der dortigen RLT-Anlagen erhöht und die Komponenten der Medientechnik einschaltet.
Flexible Lösung für die Verwaltungsgebäude
Auch die beiden dem neuen Kundenzentrum angegliederten Verwaltungsgebäude integrierte Johnson Controls in die Gebäudeautomation. Sie zeichnen sich durch ihre offene Architektur aus und bieten mehrere große Gruppenbüros. Dadurch war erneut viel Flexibilität gefragt: Die Gebäudeautomation sollte es den Mitarbeitern zwar erlauben, am Arbeitsplatz jederzeit individuelle Anpassungen vornehmen zu können, aber dennoch möglichst automatisiert zu sein, um den Energieverbrauch minimal zu halten und hohe energetische Standards zu erfüllen. Zudem gab es bei der offenen Bauweise schlicht keine Möglichkeit, klassische Licht-, Sonnenschutz- und Temperaturschalter anzubringen.
Bei der von Johnson Controls umgesetzten Lösung handelt es sich um eine Variante mit Präsenzmeldern. Deren empfindlichen Sensoren regulieren sich nahezu von alleine, indem sie kleinste Änderungen wahrnehmen und nach einem bestimmten Schema reagieren. Sie werden bei Abus über den KNX-Standard angesteuert. Das ist für „Metasys“ kein Problem, da das Gebäudeautomationssystem alle heutigen Anforderungen an offene Systeme erfüllt und kompatibel zu den technischen Kommunikationsstandards verschiedener Hersteller ist – zum Beispiel zu DALI, einem Protokoll zur Steuerung von lichttechnischen Betriebsgeräten, und zu SMI, einer Schnittstelle zur Ansteuerung elektronischer Antriebe.
Effektives Baumanagement im vorgegebenen Zeitrahmen
Um nicht nur ein energieeffizientes Ergebnis zu erzielen, sondern auch den Bauprozess an sich nachhaltig zu organisieren, gab es für die Arbeiten in Gummersbach keinen klassischen Bauterminplan. Vielmehr folgte man dem „Lean Management“-Prinzip, zu dem Abus im Vorfeld entsprechende Schulungen durchführte. Bekannt ist dieses vorrangig aus der fertigenden Industrie, aber auch bei Abus ging die Bauausführung dadurch schneller, so dass eine enorm kurze Bauzeit, von April 2015 bis August 2016, ausreichte, um alle vom Kunden gewünschten Anforderungen in technische Lösungen umzusetzen.
Jetzt Artikel freischalten:
tab DIGITAL
14 Tage kostenlos testen
2,49 € / Woche*
Fachwissen jederzeit und überall.
Greifen Sie auf exklusive PLUS-Artikel und das komplette Online-Archiv zu und lesen Sie tab bequem im E-Paper-Format. Das digitale Abo für alle, die flexibel bleiben möchten.
Ihre Vorteile:
- Exklusive tab-PLUS-Artikel
- 6 E-Paper für mobiles Lesen
- Online-Archivzugang
*129,48 € bei jährlicher Abrechnung inkl. MwSt.
tab KOMBI
4,99 € / Woche*
Das komplette tab-Erlebnis – digital & gedruckt.
Für alle, die Fachinformationen auf allen Kanälen nutzen möchten: Kombinieren Sie Print und Digital, profitieren Sie von unseren Fachforen und präsentieren Sie Ihr eigenes Projekt.
Ihre Vorteile:
- Exklusive tab-PLUS-Artikel
- 6 Print-Ausgaben pro Jahr
- E-Paper für mobiles lesen
- Teilnahme an einem Fachforum
- Online-Archivzugang
- Veröffentlichen eines Projekts
*259,48 € bei jährlicher Zahlung inkl. MwSt. & Versand
