Ein Funkstandard für grüne Gebäude

Batterielose Funktechnik

Um insbesondere bei Nachrüs­tungen den Installationsauf­wand zu minimieren, bietet sich in vielen Fällen eine batterielose Funktechnik an. Dafür baut Enocean mit der Version EEP 2.5 der „EnOcean Equipment Profiles“ (EEP), der Anwendungsprofile für den batterielosen Funk, seinen Standard weiter aus. Ziel dabei ist es, die Inter­o­perabilität zwischen EnOcean-basierten Produkten verschiedener Hersteller zu erweitern. Mittlerweile stehen mehr als 100 Geräteprofile für unterschied­liche batterielose Funklö­sungen für die Gebäude- und Industrieautomation sowie für „Smart Home“-Systeme zur Verfügung. Die verschiedenen Anwendungen wurden in sogenannten Profilfamilien zusam­mengefasst. Dadurch können die Mitglieder der EnOcean Alliance neue Profile mit ähnlichen Grundeigenschaften leichter erstellen und den Freigabeprozess beschleunigen. Die öffentliche EEP 2.5-Spezifikation enthält 24 neue Profile und findet sich zum Herunterladen unter www.enocean-alliance.org.

 

Interoperabilität als Vorteil

Die Interoperabilität der EnOcean-basierten Lösungen ermöglicht es, dass Geräte und Lösungen unterschiedlicher Hersteller in einem System nahtlos miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten können. Grundlagen dafür sind die einheitlichen Anwendungsprofile (EnOcean Equipment Profiles, EEPs), die die Technische Arbeits­gruppe (Technical Working Group, TWG) der EnOcean Alliance auf Basis des internationalen Funkstandards ISO/IEC 14 543-3-10 ausarbeitet.

In der EEP 2.5 hat die TWG erstmals Anwendungen mit ähnlichen Eigenschaften zu Profil­familien zusammengefasst. Die­ses Konzept bildet einen fest definierten Rahmen für neue Produkt- oder Profilentwicklungen. Neue Anwendungen, also neue „Familienmitglieder“, lassen sich dadurch einfacher erstellen, in die Spezifikation einordnen und in der TWG freigeben. Speziell für Produktentwicklungen und Anwendungen gibt es einen eigenen Bereich, die sogenannten „Variable Length Data“-Profile (VLD, Profile mit variablem Dateninhalt). Dadurch können OEMs verschiedene Produkte mit einem flexiblen und weitreichenden Anwendungsspektrum auf Basis der batterielosen Funktechnologie realisieren. Ein Beispiel dafür ist ein energieautarkes Heizkörperstellventil, das ausschließlich Wärme als Energiequelle nutzt, und mit einem solarbetriebenen Raumsteuergerät kommuniziert.

Darüber hinaus ergänzen ein­heit­liche Einlernmethoden für uni- und bidirektionale Funkan­wen­dungen sowie Profile für eine verschlüsselte Datenkommu­ni­kation die neue Spezifikation. Letzteres ist besonders für kritische Anwendungen wie Zugangs- und Kontrollsysteme oder für die sichere Übertragung von Verbrauchswerten über Clouddienste erforderlich, die zukünftig an Bedeutung gewinnen sollen.

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