Mit Tageslicht Energiekosten senken

Bestandsgebäude umrüsten

Tageslicht birgt ein erhebliches Energiesparpotential in großflächigen Büro- und Indus­trie­ge­bäu­den. Durch eine effizien­te Nutzung lassen sich die laufen­den Stromkosten deutlich senken.

Als natürliche Lichtquelle steht Tageslicht zum Nulltarif zur Verfügung. Dennoch setzen viele Unternehmen auf überwiegend elektrisches Licht, das nach Angaben der Energieagentur NRW mehr als 20 % der gesamten Energiekosten im Gewerbe ausmacht. Mit Lichtkuppeln und Lichtbändern lassen sich tagsüber auch große Räume und Hallen betriebskostenfrei beleuchten und Arbeitsplätze mit guten Sehbedingungen schaffen – und das während des gesamten Jahres. An über 85 % der Tage im Jahr steht in Deutschland während der Kern­arbeits­zeit ausreichendes Tageslicht zur Verfügung. In Gewerbe- und Industriehallen ist die Beleuchtung ein zentrales Kriterium für Energieeffizienz und Produktivität. Doch gerade für große Hallen gilt: Sei­ten­fenster in der Außenwand reichen oftmals nicht aus, um die gesamte Tiefe des Raumes mit ausreichend Tageslicht zu versorgen. Deshalb sollte beim Neubau eines Gebäudes ein Lichtplaner eingebunden werden, der tageslichtfreundliche Fassaden und Dächer entwirft. 

Aber auch in Bestandsge­bäu­den lässt sich mit der nach­träg­lichen Installation von Dach­oberlichtern in Form von Lichtkuppeln und Lichtbändern eine gute Tages­licht­versorgung erzielen. Das wirkt sich nicht nur positiv auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter und die Ar­beits­atmo­sphäre aus. Zugleich wird der Energieverbrauch erheblich gesenkt, so dass sich die Investitionskosten bereits nach wenigen Jahren amortisieren.

Um ein Bewusstsein für das energetische Potential und die positiven Wirkungen von Tageslicht zu schaffen, haben auch die Vereinten Nationen das Jahr 2015 zum Jahr des Lichts erklärt. 

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