bvfa-Statistik zu Bränden in Senioren- und Pflegeheimen

Bereits 13 Tote infolge von Bränden in sozialen Einrichtungen im Jahr 2018

Die Zahl an Bränden in den stationären Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege bewegt sich in den letzten Jahren auf kontinuierlich hohem Niveau.

Die Bilanz der bvfa-Statistik zeigt die dramatische Entwicklung von Bränden in sozialen Einrichtungen: Im Jahr 2018 weist die Statistik bereits Mitte August mit 13 Brandopfern fast dreimal mehr Todesopfer auf als im Vorjahr (2017: 5 Brandopfer) über das gesamte Jahr. Die Anzahl an Verletzten befindet sich aktuell 2018 mit 144 Personen schon auf vergleichbarem Vorjahresniveau (2017: 158 Verletzte). Im vierten Jahr in Folge verzeichnen wir damit eine gleichbleibend hohe Anzahl an Zwischenfällen Die häufigsten Brandursachen waren entflammte Küchengeräte, defekte technische Geräte aber auch fahrlässiges Verhalten beim Rauchen sowie Brandstiftung. Die Auflistung wird regelmäßig vom bvfa - Bundesverband Technischer Brandschutz e.V. (www.bvfa.de) aktualisiert und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Statistik zeigt eindringlich, dass es noch immer viel zu oft in sozialen Einrichtungen in Deutschland brennt – im Schnitt mehr als zwei Mal wöchentlich! Betroffen sind besonders hilfsbedürftige Menschen, für die weitaus umfangreichere Brandschutzmaßnahmen erforderlich sind, als bisher zum Einsatz kommen. In der Regel sind Sprinkleranlagen in Alten- und Pflegeheimen gesetzlich nicht vorgeschrieben, können allerdings im Ernstfall Leben retten. Sprinkleranlagen erkennen Brände automatisch und löschen im besten Fall das Feuer bereits im Anfangsstadium bzw. minimieren die Rauchentwicklung und verschaffen wichtige Zeit für die Bewohner und Pflegekräfte, um sich und andere zu retten.

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