Als Stromlieferant und Demonstrationsobjekt

Solar-Carports im eigenen Unternehmen

Eine PV-Anlage sollte in Unternehmen auf das eigene Strombedarfs- und -verbrauchs­profil ausgelegt werden. Dies gilt auch für die eigenen Anlagen des Photovoltaikspezialisten IBC Solar. So wurden auf dem Mitarbeiterparkplatz am Stammsitz in Bad Staffelstein acht Solar-Carports für 60 PKW errichtet und mit einer PV-Anlage bestückt, die Strom für die Unternehmenszentrale produziert. Mit einer Leistung von 125 kWp erzeugten die fast 500 Module rund 100 000 kWh/a, was dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 35 Haushalten entspricht. Zum Einsatz kommen Module, die in Deutschland gefertigt wurden und als hauseigene Produktlinie unter dem Namen „IBC PremiumLine (EX)“ verkauft werden. Mehr als 90 % des Stroms, den die Carports erzeugen, sollen direkt in den eigenen Büroräumen genutzt werden. Um den Strom vom Parkplatz zum Gebäude zu transportieren, wurde per Spülbohrverfahren ein Kabel unter der Straße verlegt und am Hausanschluss der IBC Solar AG angebunden. Durch die PV-Anlage kann das Unternehmen zukünftig zwischen 25 und 30 % seines Strombedarfs selbst decken und muss dementsprechend weniger Strom aus dem Netz beziehen.

Von den neuen Carports pro­fitieren die Mitarbeiter, die ihre Autos zukünftig wettergeschützt abstellen können. Zudem werden die Carports mit einer Versickerungsablage kombiniert, so dass das Regenwasser nicht dem Abwasserkanal und damit dem Klärkreislauf zugeführt wird.

„Unternehmen zahlen inzwischen bis zu 0,18 €/kWh, wenn sie den Strom ganz normal aus dem öffentlichen Netz beziehen. Eigenverbrauchsanlagen können den Strom zu einem Preis von rund 0,12 € produzieren“, erklärt Jörg Eggersdorfer, Finanzvorstand der IBC Solar AG. „Mit den Solar-Carports zeigen wir in der Praxis, wie eine wirtschaftlich sinn­volle Eigenverbrauchslösung funktioniert und wie man dazu fast jede zur Verfügung stehende Fläche nutzen kann“, ergänzt Projektleiter Frank Neuhaus.

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