Kunststofftank für ein Jugendhaus
Dort, wo sich einst Kapuzinermönche um das Wohl der Pilger des Wallfahrtsortes Maria Einsiedel nahe Gernsheim kümmerten, werden auch heute noch Gäste beherbergt. Seit 1506 sind insgesamt sechs Gebäude entstanden, von denen das jüngste aus dem Jahr 1997 stammt. Drei davon gehören zum Jugendhaus Maria Einsiedel. Dieses wird als Freizeit- und Bildungsstätte im Bistum Mainz und als Diözesanhaus der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg Mainz genutzt. Im Rahmen von Umbaumaßnahmen, bei denen 34 weitere Übernachtungsplätze und zwei Gruppenräume geschaffen wurden, sind wegen des geringen...
Dort, wo sich einst Kapuzinermönche um das Wohl der Pilger des Wallfahrtsortes Maria Einsiedel nahe Gernsheim kümmerten, werden auch heute noch Gäste beherbergt. Seit 1506 sind insgesamt sechs Gebäude entstanden, von denen das jüngste aus dem Jahr 1997 stammt. Drei davon gehören zum Jugendhaus Maria Einsiedel. Dieses wird als Freizeit- und Bildungsstätte im Bistum Mainz und als Diözesanhaus der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg Mainz genutzt. Im Rahmen von Umbaumaßnahmen, bei denen 34 weitere Übernachtungsplätze und zwei Gruppenräume geschaffen wurden, sind wegen des geringen Wasserversorgungsdrucks zwei Löschwasserbehälter mit insgesamt 152.000 l Speichervolumen installiert worden.
In den drei Gebäuden des Jugendhauses Maria Einsiedel können bis zu 146 Gäste beherbergt werden. Der Eigentümer der Gebäude, das Bistum Mainz, ist bei der Dimensionierung des Löschwasserbehälters über die für den baulichen Brandschutz zugrunde liegende Beherbergungsstättenverordnung (MBeVO) hinausgegangen. Damit stehen bei einem Brand nicht nur, wie behördlich gefordert, für die drei Gebäude des Jugendhauses, sondern für alle Gebäude des weitläufigen Areals Löschwasser für 2 h zur Verfügung.
Die seit 2012 gültige Überarbeitung der DIN 14230:2012-09 für unterirdische Löschwasserbehälter lässt den Einbau von mehreren Einzelbehältern, auch aus Kunststoff, zu, welche miteinander verbunden sind. Die Fertigungstechnologie im Rotationsverfahren ermöglicht es, dass Einzeltanks bis zu 122.000 l Volumen aus Kunststoff hergestellt werden können und aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit und Stabilität ideal als Löschwasserbehälter geeignet sind. Die Verantwortlichen haben sich letztlich wegen der kurzen Bauzeit und der im Vergleich zu Beton und Stahl geringeren Kosten für Transport und Einbau für einen Großtank aus Kunststoff entschieden.
Schneller und reibungsloser Einbau
Die positiven Erfahrungswerte beim Einbau von Kunststofftanks haben auch das mit dem Einbau beauftragte Unternehmen, Heinz Schmitt Gartenbau aus Lindenfels, überzeugt. „Wir haben zum ersten Mal einen Löschwasserbehälter aus Kunststoff eingebaut und ich war überrascht, wie schnell und reibungslos dies funktioniert hat“, erklärt Oliver Schmitt von Heinz Schmitt Gartenbau. Innerhalb von wenigen Minuten wurden die Behälter mit einem mobilen Kran an den bereits vormontierten Halteschlaufen eingebracht und konnten über die werkseitig angeschweißten Rohrstutzen DN 250 miteinander verbunden werden.
Die Löschwasserbehälter „Carat XXL“ wurden bei Graf bereits projektspezifisch vormontiert und mit allem nach DIN 14230 notwendigen Zubehör anschlussfertig und just in time angeliefert. Dazu gehören neben einem Halter für ein Hinweisschild auf die Entnahmestelle ein eingeschweißtes Kunststoff-Saugrohr DN 125, ein Saugkorb aus Edelstahl mit Antiwirbelplatte, ein Löschwasser-Sauganschluss mit Pfeilstutzen und A-Festkupplung nach DIN 14244.
Belüftet wird der Behälter mit einem brandsicheren Lüftungskamin DN 100 aus Edelstahl mit Haube und insektensicherem Sieb. Dies sparte Zeit beim Einbau und erleichterte die Inbetriebnahme vor Ort. Eine montierte Leiter im Domschacht erleichtert den Einstieg zur Wartung und ermöglicht die Rettung aus dem Behälter. Im Lieferumfang sind ein Teleskop-Domschacht für den Einsatz handelsüblicher Betonringe und Beton-Guss-Abdeckungen zur Öffnung mittels Universalschlüssel nach DIN 3223 enthalten. Der Teleskop-Domschacht von Graf ist zur Anpassung an die Geländeoberkante stufenlos höhenverstellbar und um 5° neigbar.
Stabile Lösung
Die beiden Löschwasserbehälter wurden in unmittelbarer Nähe zu den Gebäuden eingebaut. Die geologische Formation in Gernsheim hat den Aushub im Maß 6,60 x 20,00 m recht einfach gestaltet. Für die Grundsole in 4,20 m Tiefe war lediglich Rundkornkies (Körnung 8/16) zu verdichten. Die rippenförmige Konstruktion des Behälters sorgt für eine hohe Stabilität. Der „Carat XXL“ kann bei einer Erdüberdeckung von nur 1,00 m mit einem LKW bis zu 40 t Fahrzeuggewicht überfahren werden. Der robuste Speicher kann zudem bis zur Tankmitte in Grundwasser eingebaut werden.
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