Bundesregierung setzt auf energieeffiziente Gebäudetechnik
nach der Atomwende
BHKS begrüßt breite Einführung von Energiemanagement-Systemen
Die Bundesregierung hat am 22. März 2011 ein „Aktionsprogramm Energieeffizienz und erneuerbare Energien“ vorgelegt, mit dem das Energieversorgungssystem in Deutschland schneller als bisher geplant umstrukturiert werden soll. Als Reaktion auf die Atomkatastrophe in Japan und für einen rascheren Ausstieg aus der Kernenergie stehen der Ausbau des Ökostroms und die Erhöhung der Energieeffizienz im Gebäudebereich im Mittelpunkt des Konzepts. Der BHKS begrüßte in einer ersten Stellungnahme die in Aussicht gestellten zusätzlichen Fördermittel zur energieeffizienten Sanierung von Gebäuden. „Neben...
Die Bundesregierung hat am 22. März 2011 ein „Aktionsprogramm Energieeffizienz und erneuerbare Energien“ vorgelegt, mit dem das Energieversorgungssystem in Deutschland schneller als bisher geplant umstrukturiert werden soll. Als Reaktion auf die Atomkatastrophe in Japan und für einen rascheren Ausstieg aus der Kernenergie stehen der Ausbau des Ökostroms und die Erhöhung der Energieeffizienz im Gebäudebereich im Mittelpunkt des Konzepts. Der BHKS begrüßte in einer ersten Stellungnahme die in Aussicht gestellten zusätzlichen Fördermittel zur energieeffizienten Sanierung von Gebäuden. „Neben der Förderung energieeffizienten Bauens wird derzeit noch zu wenig Augenmerk auf die Einführung von Energiemanagement-Systemen gelegt. Für den Bereich Industrie und Gewerbe ist hier eine Senkung des Stromverbrauchs um immerhin bis zu 50 % erreichbar. Umso erfreulicher ist es, dass die Bundesregierung jetzt die breite Einführung von Energiemanagement-Systemen fordert,“ erklärte BHKS-Hauptgeschäftsführer Günther Mertz.
Das „Aktionsprogramm Energieeffizienz und erneuerbare Energien“ sieht eine umgehende Verschärfung der Effizienzstandards im Gebäudebereich im Rahmen der EnEV vor (30 % Verschärfung in 2012).
Außerdem soll das KfW-Gebäudesanierungsprogramm von bisher gut 900 Mio. € auf 2 Mrd. € jährlich aufgestockt werden. Analog zum ehemaligen § 82 a EStDV ist die Einführung steuerlicher Anreize zur Gebäudesanierung geplant. Der Energie- und Klimafonds, für den bisher 300 Mio. € für 2011 und 2012 eingeplant waren, soll nun auf 1 Mrd. € erhöht werden. Zusätzlich wird die breite Einführung von Energiemanagement-Systemen in Industrie und Gewerbe angestrebt.
Das „Aktionsprogramm Energieeffizienz und erneuerbare Energien“ ist unter Federführung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen erarbeitet worden. Nunmehr ist zu fordern, dass das Konzept in seiner vorliegenden Form verabschiedet wird und die erforderlichen Maßnahmen zügig umgesetzt werden.
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