Deckenstrahlplatten sind eine besonders effiziente und technisch vielseitige Lösung, um Hallen zu heizen. Möglich macht dies der hohe Strahlungsanteil von 81% und die Reduktion der Restkonvektion auf ein Minimum.
Bild: Frenger
Die meisten am Markt befindlichen Wärmepumpen arbeiten am effizientesten, wenn sie bei niedrigen Systemtemperaturen betrieben werden. Daher sind sie ideal mit wassergeführten Deckenstrahlplatten zu kombinieren. Diese übertragen Wärme über Strahlung direkt an Menschen, Maschinen und Oberflächen, sie erhitzen nicht die Luft. Dadurch entsteht selbst in großen und hohen Gebäuden ein angenehmes, zugfreies Raumklima – selbst bei niedrigen Vorlauftemperaturen.
Effizient heizen in unterschiedlichsten Gebäudetypen
Deckenstrahlheizungen eignen sich heute nicht nur für klassische Industriehallen. Sie werden in den unterschiedlichsten Gebäudetypen erfolgreich eingesetzt, in Produktions- und Logistikhallen, Sporthallen und Schulen über Büros, Werkstätten, Hangars und Wartungshallen sowie weiteren modernen Gewerbegebäuden. Gerade in Objekten mit großen Flächen ermöglichen sie eine homogene Temperaturverteilung ohne störende Luftbewegungen.
Aufgrund des Heizprinzips der Strahlungswärme, verbunden mit einem äußerst geringen Lufttemperaturgradienten, geht hier in allen Objekten mit großer Raumhöhe oder -fläche und damit großem Raumvolumen deutlich weniger Energie verloren. Mit unseren vielfach erprobten Strahlungsheizungen wird nachweislich ein um bis zu 50 % geringerer Energieaufwand sowie eine gleichmäßige und behagliche Wärme erzielt.
Für Planer der technischen Gebäudeausrüstung eröffnet dies zahlreiche Möglichkeiten bei der integralen Gebäudeplanung. Bspw. verbessern niedrige Vorlauftemperaturen die Jahresarbeitszahl (JAZ) von Wärmepumpen und reduzieren so den Energieverbrauch. Darüber hinaus lassen sich Photovoltaik, Speichertechnik und optionale Kühlfunktionen optimal in das Gesamtsystem integrieren.
Wassergeführte Niedertemperatursysteme für Sanierung und Neubau
Die Kombination aus Wärmepumpe und Deckenheizkörpern erhöht die Energieeffizienz des Gesamtsystems.
Bild: Frenger
Unter Effizienzgesichtspunkten ist die Kombination aus Wärmepumpe und Deckenstrahlheizung besonders für Sanierungsprojekte interessant. In vielen älteren Hallen werden heute häufig noch gasbetriebene Dunkelstrahler oder Hochtemperatursysteme eingesetzt. Der Wechsel auf wassergeführte Niedertemperatursysteme in Verbindung mit erneuerbaren Energien unterstützt Bestrebungen zur Dekarbonisierung bestehender Gebäude. Der Austausch ist eine einfach umzusetzende Möglichkeit, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren.
Durch den hohen Strahlungsanteil und geringe Konvektion von Deckenstrahlheizungen lassen sich zudem deutliche Energieeinsparungen erzielen. Gleichzeitig bieten diese Systeme Planenden und Betreibern eine nahezu vollständige Wartungsfreiheit der Wärmeverteilsysteme, eine lange Lebensdauer von über 30 Jahren sowie hohe Flexibilität bei späteren Erweiterungen oder Umbauten.
Praxisbeispiel: Dekarbonisierung bei ME Mining
Wie die Kombination aus Wärmepumpe und den Deckenheizkörpern des Herstellers Frenger Systemen in der Praxis funktioniert, zeigt beispielhaft das Projekt bei ME Mining Equipment Europe in Michelstadt. Dort wurden über 100 Jahre alte Produktionshallen umfassend saniert und mit Deckenstrahlplatten des Typs „ECO EVO Plus“, Wärmepumpen, Photovoltaik und Speichertechnologie ausgestattet. Zwei Luft/Wasser-Wärmepumpen übernehmen heute die Wärmeversorgung der Hallen effizient und weitgehend auf Basis erneuerbarer Energieversorgung.
Ganzheitlich planen statt Einzelkomponenten austauschen
Für Planer und Bauherren wird immer deutlicher: Die Wärmewende gelingt nicht allein durch den Austausch des Wärmeerzeugers. Erst das Zusammenspiel aus Wärmepumpe, intelligenter Regelung, erneuerbaren Energien und einem passenden Niedertemperatur-Wärmeverteilsystem wie bspw. Deckenstrahlungsheizungen schafft dauerhaft energieeffiziente Gebäude.
