Die Städte der Zukunft

Umfrageergebnisse aus November 2016

Immer wieder stellt sich die Frage nach der Zukunft von Industrie und Technik in Deutschland und nach den Trends, die Entscheidungen heute beeinflussen. Dabei spielen die Städte eine zunehmend wichtigere Rolle. Hier findet nicht nur Wohnen und Arbeiten statt. Vielmehr werden Trends gesetzt. Wie sich Städte im Wettbewerb beim Rennen um Standortvorteile positionieren können, kann aus den Ergebnissen eines Trendbarometers von Drees & Sommer aus November 2016 herausgelesen werden.

Vor allem Digitalisierung und Mobilität bestimmen die urbane Zukunft. Das ist ein zentrales Ergebnis des Trendbarometers 2016 für die Immobilienwirtschaft. Zum aktuellen Stimmungsbild beigetragen haben Politiker, Projekt- und Stadtentwickler, Investoren, Rechtsanwälte und Immobilienexperten sowie Experten aus der Telekommunikations- und Automobilbranche. Dabei gaben sie zu mehreren Fragestellungen um Digitalisierung, Mobilität und Vernetzung Auskunft. Bei der inzwischen zehnten „Expo Vision“ handelt es sich um eine Umfrage, die stets im Herbst und nahezu zeitgleich an den deutschen Drees & Sommer-Standorten stattfindet. Insbesondere geht es dabei auch darum, wie sich Branchentrends auf die jeweiligen Lokalmärkte auswirken.

Digitalisierung stärkster Einflussfaktor
Damit Städte lebenswert bleiben, muss das Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Faktoren und Handlungsfelder stimmen: Immobilie, Gesellschaft, Mobilität, Klima, Energie, Ressourcen Infrastruktur, Finanzen und Digitalisierung. Welche dieser Aspekte die Städte in den nächsten 20 bis 30 Jahren am meisten beeinflussen, darin waren sich die Befragten einig. Für mehr als zwei Drittel der Befragten wird die Digitalisierung das zukünftige Stadtbild am stärksten prägen. Rund jeder zweite sieht die Themen Mobilität, Infrastruktur und gesellschaftliche Entwicklungen sowie den demographischen Wandel oder die Migration als sehr wichtige Faktoren an.

Aufholbedarf beim Thema Mobilität
Besser aufstellen müssen sich die deutschen Städte laut mehr als der Hälfte der Experten bei Themen wie demographischer Wandel, Klimawandel und Digitalisierung. Was das Handlungsfeld Mobilität angeht, halten sogar zwei Drittel deutsche Städte für schlecht vorbereitet. Fast ebenso viele Umfrageteilnehmer schätzen die Städte als ungenügend für die künftige Ressourcenknappheit gewappnet.

Digital vernetzte Immobilien prägen Städte
Für die Immobilien selbst spielt es eine erhebliche Rolle, dass sich die Städte um eine Verbesserung aller Handlungsfelder bemühen. Denn mit 98 % sind fast alle Befragten überzeugt: Eine Stadt hat für die einzelne Immobilie mindestens eine hohe Bedeutung. Zwei von drei befragten Experten glauben zudem: Prägen werden die Städte vor allem digital vernetzte Immobilien. Als weitere wichtige Eigenschaft für Gebäude sehen etwa 60 % der Befragten deren Anpassungsfähigkeit an Infrastruktur- und Mobilitätsvorgaben. 45 % beurteilen vor allem die Energieeffizienz als ein zentrales Merkmal für künftige Gebäude.

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