Positionspapier des fbr

Zielsetzung: Regenwasser für die Gebäudekühlung einsetzen

Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. fordert, dass Maßnahmen der Betriebswassernutzung für Klimatisierung und Kühlung von Gebäuden in die Programme der nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung aufgenommen werden. Beispielprojekte sollen auf Länder- und Kommunalebene initiiert und gefördert werden.

Das Thema Energieeffizienz erreicht im Zuge von Klimaschutz und Klimawandelanpassung einen immer höheren Stellenwert. Neben den großen Aufgaben der Siedlungswasserwirtschaft, wie dem Management von Niederschlägen und der Überbrückung von Trockenperioden, steigen auch die Anforderungen an die Klimatisierung und Kühlung von Gebäuden.

Eine wirkungsvolle, bisher weitgehend ungenutzte Möglichkeit zur Klimatisierung von Gebäuden sind nach Aussagen der fbr wassergestützte Kühlsysteme, die mit Regenwasser betrieben werden. Bei Verwendung von weichem Regenwasser entfällt der Prozess der Enthärtung bzw. Entsalzung.

Mit Hilfe von regenwassergespeisten Kühl- und Klimatisierungssystemen könne somit der Energieverbrauch im Vergleich zur konventionellen Klimatisierung deutlich gesenkt werden. Ergänzend würden sich Investitionen sowie Material- und Wartungsaufwand reduzieren.

Zusätzlich zur energetischen Effizienz können in Gewerbe- und Industriebetrieben mit Hilfe einer weitergehenden Nutzung von Betriebswasser, Betriebsabläufe optimiert und Betriebsmittel sowie Kosten eingespart werden. Im Niederschlagsfall ergeben sich durch die Nutzung – speziell der Speicherung und Rückhaltung des Regenwassers – weitere positive Effekte auf den Wasserabfluss in den Siedlungsgebieten.

Die fbr-Fachtagung „Energetische Nutzung von Regenwasser“ am 28. Februar 2013 in Berlin hat nach Angaben dder Fachvereinigung zudem gezeigt, dass eine Vielzahl anwendungsreifer Techniken bereits verfügbar seien, um Gebäude und industrielle Prozesse mit Hilfe von Regenwasser zu kühlen und dabei den Energieverbrauch gegenüber konventionellen Techniken erheblich zu reduzieren. Die fbr greift damit das Votum der Referenten und Teilnehmer der Fachtagung in Berlin auf, sich bei den zuständigen Stellen auf Regierungsebene, verstärkt für die Aufnahme der Regenwassernutzung in die Förderprogramme zu Energieeinsparung und Klimaschutz einzusetzen.

Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. fordert daher:

1. Den Einsatz von Regenwasser für Kühlzwecke in die Programme und Projekte der nationale Klimaschutzinitiative des Bundes aufzunehmen und als eigene Maßnahme zur Energieeinsparung zu fördern.

2. Die Erforschung und Entwicklung der Nutzung von Regenwasser mit Energiesparpotential sind zu intensivieren und verstärkt durch öffentliche Förderprogramme zu unterstützten.

3. Pilotprojekte sind in den genannten Schwerpunktbereichen der Programme in Kommunen, Wirtschaft, bei Verbrauchern und in Schulen bundesweit zu initiieren.


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