Panasonic baut Europageschäft aus und kooperiert mit EnerCube
15.10.2026Panasonic Heating & Cooling hat seine europäischen Aktivitäten durch eine neue, eigenständige Organisationsstruktur sowie Investitionen in regionale Fertigung, Forschung und Entwicklung (F&E) und Qualifizierung gestärkt. Ausdruck dieser Neuausrichtung ist die Einführung eines neuen Logos und eines modernisierten visuellen Erscheinungsbilds. Der neue Markenauftritt folgt auf die Gründung der Panasonic HVAC & CC Co., Ltd. am 1. April 2026, mit der Panasonic seine weltweiten Aktivitäten in den Bereichen Heizung, Lüftung, Klimatisierung und Kühlkette in einer eigenständigen Organisation zusammengeführt hat.
Bild: Panasonic Heating & Cooling
Zu den jüngsten Investitionen zählt die Erweiterung und Modernisierung des Wärmepumpenwerks im tschechischen Pilsen mit einem Investitionsvolumen von 320 Mio. €. Der Standort bringt Produktion und F&E näher an die europäischen Kunden. Weitere Fertigungs-, Entwicklungs- und Schulungseinrichtungen betreibt Panasonic u. a. in Frankreich, Italien, Polen und Großbritannien. Enrique Vilamitjana, Geschäftsführer von Panasonic Heating & Cooling Europe, betont: „Der Heiz- und Kühlbedarf in Europa verändert sich rasant. Kunden suchen nach Lösungen, die den Energieverbrauch senken, die Dekarbonisierung unterstützen und langfristig zuverlässigen Komfort bieten. Mit unserem neuen Markenauftritt präsentieren wir uns als Unternehmen, das die weltweite technologische Kompetenz von Panasonic mit für den europäischen Markt relevanten Lösungen verbindet.“
Strategische Partnerschaft mit EnerCube
Parallel dazu erweitert Panasonic sein Angebot um vorgefertigte Wärmepumpen-Heizzentralen des österreichischen Unternehmens EnerCube. Die strategische Zusammenarbeit wurde Anfang Oktober auf der Expo Real in München vorgestellt. Der Marktstart der neuen „EnerCube“-Modellreihe ist ab 2027 in Deutschland und Österreich geplant. „Mit der neuen Modellreihe erweitern wir unser Angebot an vorgefertigten Heizzentralen auf Basis von Panasonic Luftwärmepumpen und schaffen damit Lösungen, die durch ihre kompakte Bauweise, hohe Effizienz und Wirtschaftlichkeit überzeugen“, so Laurenz Sutterlüty, Co-Gründer und Geschäftsführer von EnerCube.
„EnerCube“ mit Panasonic Systemen.
Bild: EnerCube / Kathrin Gollackner
EnerCube entwickelt und stellt vorgefertigte Heizzentralen für den Heizungstausch in bestehenden Gebäuden her. Das Unternehmen bündelt dafür Wärmepumpen und die erforderliche Heiztechnik in einer vollständigen Einheit, den sogenannten „Cubes“, die außerhalb eines Gebäudes aufgestellt werden. Die einzelnen Komponenten werden bereits im Werk zur Heizzentrale zusammengebaut.
Für die neue Modellreihe integriert EnerCube Luftwärmepumpen der „Big Aquarea M“-Serie von Panasonic in seine Heizzentralen. Gefertigt werden die Wärmepumpen im Panasonic-Werk in Pilsen. EnerCube verantwortet die Entwicklung und Fertigung der Heizzentralen. Die strategische Partnerschaft umfasst auch den Vertrieb: Die Heizzentralen werden über EnerCube, Panasonic und Drittpartner angeboten. Die neue Reihe erreicht bis zu 180 kW Wärmepumpenleistung und ermöglicht damit, größere Gebäude mit einem einzelnen Cube zu versorgen, für die bisher zwei Einheiten erforderlich waren. Neben Wohngebäuden zählen Gewerbe, Einzelhandel, Industrie und kommunale Gebäude zu den möglichen Einsatzbereichen. Die Cubes benötigen in etwa die Aufstellfläche eines Autoparkplatzes und sind rund 2,6 m hoch. Darin sind Wärmepumpen, Heiztechnik, Steuerung und Schallschutz integriert. Neben dem Heizen sind auch Kühlen und Warmwasserbereitung möglich.
