Das schwimmende Klimahaus

Am 6. Mai 2010 wurde in Hamburg als Auftakt des Zwischenpräsentationsjahres der „IBA Hamburg“ die Ausstellung „IBA at Work“ in dem schwimmenden Gebäude „IBA Dock“ eröffnet. Das Projekt soll zeigen, dass solare Autonomie im Immobilien-Bereich möglich ist. Mit dem Ziel einer CO2-neutralen Stadtentwicklung präsentiert die „Internationale Bauausstellung IBA Hamburg“ Projekte, bei denen nicht nur der Symbolcharakter, sondern auch die Übertragbarkeit der eingesetzten Technologien auf kommerzielle Bauten wichtig ist.

Das 2009 auf einem 50 m langen und 26 m breiten Ponton errichtete Büro- und Informationszentrum „IBA Dock“ signalisiert, dass eine Klimatisierung ohne konventionelle Energieträger möglich ist. Die Aufbauten sind in Modulbauweise aus Stahl gefertigt. Das spart Gewicht und ermöglicht die obere Modullage für den Fall eines Transportes abzunehmen, um Brücken passieren zu können. Das Energiekonzept und die Energietechnik des „IBA Docks“ beruht auf dem Zero-Balance-Konzept der Immosolar GmbH: Solarthermiekollektoren auf dem Dach unterstützen eine Sole/Wasser-Wärmepumpe bei der Beheizung des Gebäudes. Die von der Wärmepumpe benötigte Umweltwärme entnimmt sie über die Wärmetauscher im Ponton einfach der Elbe oder direkt aus der Solarthermieanlage. Das Energiemanagement verbindet alle Komponenten miteinander. So wird das schwimmende Gebäude fast ausschließlich von Sonne und Elbe direkt mit Wärme und Kälte versorgt. Um eine rechnerische CO2-Neutralität zu erreichen, wurde zusätzlich eine 14,4 kWp-Photovoltaikanlage installiert. Deren Größe wurde so ausgelegt, dass die jährliche Solarstromproduktion genau dem Stromverbrauch der Heizungsanlage entspricht. Das „IBA Dock“ ist somit ein Nullheizenergiegebäude.

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