Der Barrierefreiheit auf der Spur

Tece-Seminar: „Das Bad im demografischen Wandel“

Vorausschauende Planung und sorgfältige Produktwahl – das sind aktuelle Kriterien, wenn es um Anforderungen an das Bad geht. Denn der Anteil älterer und pflegebedürftiger Menschen in unserer Gesellschaft steigt kontinuierlich. Was hilft langfristig und auch im Falle körperlicher Einschränkungen, um eine komfortable Benutzung des Bades zu ermöglichen? Dieser Frage widmet sich Tece in seiner Veranstaltungsreihe „Barrierefreies Bauen“. Unter dem Motto „Das Bad im demografischen Wandel“ werden Architekten und Planern im Signal Iduna Park Borussia Dortmund die Herausforderungen auf ungewöhnliche Art nahe gebracht. Das Fachseminar wird am 19. November 2013 von 14 bis 18.30 Uhr im Stadion Dortmund stattfinden.
 
Mit riesigen Handschuhen das Hemd zuknöpfen. Trotz dicker Brillengläser die Tablette in der weißen Pillendose finden. Was beinahe wie Akrobatik klingt, simuliert die alltäglichen Schwierigkeiten älterer Menschen. Da werden ganz normale Handgriffe zum echten Problem. Im Badezimmer setzt sich das Thema fort – hohe Duschwannen sind nur ein Beispiel, was mit einem Handicap zur gefährlichen Stolperfalle werden kann.
 
Dr. Stefanie Gurk beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Wohnen und Leben im Alter. Als Fachärztin für Allgemeinmedizin und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie hat sie sich als Expertin etabliert. Sie kennt sich aus in Sachen Produktgestaltung für die Generation 50plus und berät Firmen bei der Entwicklung und Umsetzung barrierefreier Produkte. Im Tece-Seminar in Dortmund widmet sie sich den zentralen Herausforderungen des Themas Barrierefreiheit – nicht nur theoretisch. Denn mit Hilfe des so genannten Handicap-Overalls erfahren die Teilnehmer, was es heißt, altersbedingten Beeinträchtigungen ausgesetzt zu sein.  
„Im Alterssimulationsanzug werden sowohl alterstypische, körperliche Funktionseinschränkungen wie auch typische Bewegungseinschränkungen demonstriert. Die Quintessenz solcher Erfahrungen hilft für den Perspektivwechsel. Mit geschärften Sinnen für die Bedürfnisse der Zielgruppe geht es dann an die konkreten Möglichkeiten der rücksichtsvollen Lebensraumgestaltung“, erklärt Robert Schilling, Tece Academy Seminarleiter. In seinem Vortrag wird er gezielt auf das Bad im demografischen Wandel, Normen und Richtlinien sowie Anforderungen und Umsetzung eingehen.  
Schwellen abbauen – was heißt das konkret? Warum sind Kontraste hilfreich? Und wo findet sich der Aspekt „Universal Design“ im architektonischen Kontext? Mit diesen und ähnlichen Fragestellungen befasst sich das Halbtagesseminar in Dortmund, zu der vor allem Architekten und Fachplaner, Innenarchitekten und Ingenieure sowie Vertreter der Wohnungswirtschaft und Behördenvertreter eingeladen sind. Abgerundet wird das Fachseminar von einem Referat des Herstellers FSB rund um die Themen Sicherheit, Design und Komfort.
 
Dieses Seminar wird durch die AKNW für Architekten sowie durch die Ingenieurkammer Bau NRW mit jeweils vier Unterrichtsstunden als Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Weitere Informationen, Programmablauf und Anmeldungen unter www.tece.de/seminare (Stichwort: „Stadiontour Herbst 2013“).

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