Bosch Thermotechnik kooperiert mit Solidpower

Buderus vertreibt „Bluegen“

Der „Bluegen“, ein Mikro-KWK-System auf Basis eines vollintegrierten Brennstoffzellenmoduls, wird künftig auch von der Bosch-Thermotechnik-Marke Buderus vertrieben. Im Mikro-KWK wird der Energieträger Erdgas mittels einer elektrochemischen Reaktion im Inneren der Brennstoffzelle in Elektrizität umgewandelt. Das in Europa gefertigte Mikrokraftwerk produziert bei einer konstanten Ausgangsleistung von 1,5 kW rund 13.000 kWh Strom pro Jahr. Wird diese Menge nicht vor Ort verbraucht, wird der Überschuss in das Stromnetz eingespeist und entsprechend vergütet. Dank des enorm hohen elektrischen Wirkungsgrades ist ein ganzjähriger Betrieb der Anlage möglich. Die geringe anfallende Abwärme kann praktisch und energiesparend zur Warmwassererzeugung genutzt werden. Ebenso entfallen Übertragungs- und Umwandlungsverluste, da der Strom dezentral direkt am Ort des Verbrauchs erzeugt wird. Dadurch ist die Stromproduktion – auch dank des hohen Wirkungsgrades – besonders effizient und kostengünstig.

„Bei der Zusammenarbeit konzentrieren wir uns darauf, den Bluegen mit bestehenden Produkten aus unserem Portfolio zu effizienten Systemlösungen zu kombinieren. So bieten wir unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen für ein hocheffizientes Energiesystem zur dezentralen Stromerzeugung“, erläutert Oliver Koukal, Senior Vice President Business Unit Residential Heating der Bosch Thermotechnik, die gemeinsamen Ziele.

Andreas Ballhausen, Geschäftsführer der Solidpower GmbH, sieht in der engen Anbindung an Buderus zahlreiche Möglichkeiten: „Durch die Bekanntheit und große Reichweite von Buderus können wir den ,Bluegen' schneller auf dem deutschen Markt verbreiten. Durch die CO2-Einsparung von über 50% ist dies gleichzeitig ein aktiver Beitrag zur Energiewende.“

Alberto Ravagni, Chief Executive Officer der Solidpower S.p.A., sieht in der Kooperation einen wichtigen Meilenstein zur Erreichung der ambitionierten Unternehmensziele: „Wir wollen die Brennstoffzelle schnell im Massenmarkt etablieren, um unsere Herstellungskosten zu senken und so Unabhängigkeit von Förderungen zu erlangen.“

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