BMWi-Innovationstag Anfang Juni in Berlin

Lösungen für erhöhte Wohnqualität

Intelligente technische Neuerungen für erhöhte Wohnqualität sind Ergebnis der Forschungs- und Entwicklungsarbeit einer Reihe von Unternehmen, die sich auf dem Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) am 2. Juni in Berlin präsentieren.

Schwerpunkt der multitechnologischen Leistungsschau innovativer kleiner und mittlerer Unternehmen sind über 200 neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen, deren Entstehung über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Ministeriums unterstützt wurde. Mit einem aktuellen Jahresbudget von über 540 Mio. € und Ausrichtung auf marktorientierte Technologieprojekte bildet das ZIM ein entscheidendes Element der abgestimmten Förderstruktur, mit der das BMWi innovationswillige mittelständische Unternehmen unterstützt. Das Programmportfolio wird derzeit mit einer bundesweiten Roadshow „Von der Idee zum Markterfolg – Innovationsprogramm für den Mittelstand“ vorgestellt, die mit dem Innovationstag ihren Abschluss findet.

Kurz vor seiner offiziellen Pilotphase steht zum Beispiel das ZIM-Einzelprojekt InHealth der Cleopa GmbH (www.cleopa.de), Hennigsdorf (Brandenburg). InHealth soll die Luftqualität von Innenräumen optimieren. In ein Kommunikationsnetz eingebunden, nimmt dazu ein Smartmeter alle für die Luftbeschaffenheit relevanten Daten wie Temperatur oder Feuchte von verschiedenen Sensormodulen auf und sendet sie an die integrierte Softwareplattform. Verarbeitet werden auch lokale Wetterdaten. Auf dieser Basis gibt eine innovative Schnittstelle dem Nutzer des Raumes einfach ausführbare, konkrete Handlungsempfehlungen zur Energieeinsparung, Verbesserung der Raumluftqualität oder zur Vermeidung von Schimmel. Der InHealth-Algorithmus benötigt kein permanentes Monitoring, sondern prüft über Sensoren in regelmäßigen Abständen die Hauptparameter. Ab Januar 2017 soll der Markt erschlossen werden; als erstes Einsatzgebiet sind Schulen geplant.

Mit dem Ziel, finanzierbare, intelligent vernetzte Wohnungen für Mieter und Eigentümer zu schaffen, beschäftigt sich das Netzwerk smash (smart assisted secure home). In dem von der Nürnberger Initiative für die Kommunikationswirtschaft (NIK e.V.) (www.nik-nbg.de) betreuten Projekt arbeiten 17 Netzwerkpartner am Aufbau eines offenen Systemverbunds mit, darunter Anwender, Geräte- und Service-Anbieter für Hausautomatisierung, Energie- und Facility-Management sowie IT-gestützte Gesundheitsdienstleistungen. Ziel ist, Angebote und Services rund ums Wohnen zu entwickeln, die den individuellen Anforderungen des Nutzers dienen und zur Finanzierung der Ausstattung beitragen. Um Investitionsschutz zu bieten, müssen die Lösungen offen für technische Neuerungen und gesetzliche Änderungen sowie langlebig und wartungsfreundlich sein. Auf dem Innovationstag stellt smash u. a. ein Ausstattungskonzept und einen intelligenten Notruf vor, der sowohl Indoor- als auch Outdoor-Ortung in einem Gerät anbietet und an ein Smart-Home-System angebunden werden kann.

Die Exponate zweier weiterer ZIM-Einzelprojekte befassen sich mit der optimalen Raumtemperatur. Um Einsparung von Energie geht es bei der von der Schneider Wintergartenbau GmbH & Co. KG (www.schneider-wintergarten.de), Berlin, präsentierten Sonnenschutzvorrichtung im Scheibenzwischenraum von Isoliergläsern. In geschlossenem Zustand wirkt das Sonnenschutzrollo im Winter wie eine Dreifachverglasung und senkt die Wärmeverluste. Im Sommer wird der Wärmeeintrag durch Reflexion der Sonnenstrahlung gesenkt, und der Energieaufwand für die Kühlung des Raumes reduziert sich. Die JS Lasertechnik GmbH (www.js-lasertechnik.de), Stendal (Sachsen-Anhalt), stellt auf dem Innovationstag einen äußerst effizienten Warmluftofen vor, bei dem der klimaneutrale Energieträger Holz zum Einsatz kommt. Der in fünf Modellen angebotene Warmluftofen wurde insbesondere für Niedrigenergiehäuser konzipiert.

Der Innovationstag Mittelstand des BMWi findet auf dem Parkgelände der AiF Projekt GmbH in Berlin-Pankow statt. Auf der Leistungsschau „im Grünen“ werden rund 300 ausstellende Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie 1.700 Besucher erwartet. Zu sehen sein werden auch Ergebnisse anwendungsorientierter Forschung für den Mittelstand, die mithilfe der Förderung aus dem Programm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und der Unterstützung gemeinnütziger externer Industrieforschungseinrichtungen Ostdeutschlands (INNO-KOM-Ost) entstanden sind. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat sich mit einer Rede angekündigt.


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