Heizung | Unternehmen + Markt | 13.04.2018

aquatherm investiert in Spritzgießproduktion

Ausbau am Stammsitz in Attendorn

  • aquatherm errichtet eine neue Halle für die Spritzgießproduktion. Foto: aquatherm

Das Unternehmen aquatherm investiert mehr als 2,4 Mio. € in Umbauarbeiten und den anteiligen Neubau der Spritzgießproduktion an seinem Hauptsitz in Attendorn.

„Mit unserer Strategie aquatherm 2022 haben wir uns ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt. Und so arbeiten wir weiterhin entschlossen an der Optimierung aller Prozesse und dem Ausbau der Kapazitäten an den beiden Fertigungsstandorten in Attendorn und Radeberg. Nach der erfolgreichen Fertigstellung der Extrusion im vergangenen Jahr folgt mit dem Neubau des Spritzguss der konsequente nächste Schritt,“ erklärt Geschäftsführer Maik Rosenberg.

In der bisherigen Halle war die Produktion an ihre räumlichen Grenzen gestoßen, auf einer Fläche von 4750 m2 gibt es künftig zahlreiche Möglichkeiten zur Kapazitätserweiterung.

Im neuen Hallenkomplex entstehen zusätzlich zur Produktion ein Bereich für die Werkzeuginstandhaltung sowie Büros, Sanitär- und Sozialräume. Genauso wie das neue Extrusionsgebäude (die tab 3/2018 berichtete), das im vergangenen Jahr eingeweiht wurde, wird die neue Spritzgießproduktion nach neuesten Energie- und Umweltstandards errichtet. Die bei der Produktion entstehende Wärme wird durch moderne Verfahren zur Beheizung des Gebäudes genutzt. Zum Einsatz kommen auch aquatherm-eigene Produkte: Mit dem aquatherm-„orange system“ wird eine Industriebodenheizung zur Betonkernaktivierung eingebaut, bei der die Gebäudemasse zur Temperaturregulierung verwendet wird. Außerdem wird das aquatherm-„black system“ im Bereich der Werkzeuginstandhaltung als Flächenheizsystem in der Wand installiert.

Als vorbereitende Maßnahmen auf den Um- und Neubau wurden seit November 2017 u.a. die Kellerbereiche umfassend modernisiert. Im Anschluss erfolgte die Kernsanierung einiger Teile des alten Hallenkomplexes, der ehemals die Rohrfertigung beherbergte. Andere Bereiche wurden abgerissen, wie eine 1.200 m2 große Produktionshalle. „Zurzeit wird die neue Halle errichtet und die Fertigungsperipherie installiert, bevor Anfang Juli der schrittweise Umzug von 35 Spritzgießmaschinen innerhalb von acht Wochen erfolgt – und zwar bei laufender Produktion,“ erläutert der für die Umbaumaßnahmen zuständige Betriebsleiter Markus Hoberg. Der Kunde wird vom Umzug allerdings nichts spüren, da die Produktverfügbarkeit durch eine optimale Planung sichergestellt werden wird.

Abgeschlossen wird das ehrgeizige Projekt im September 2018 mit der Installation einer neuen Spritzgießmaschine mit 1000 t Schließkraft für Großformteile.

„Wir werden beide Standorte in den nächsten drei Jahren weiter umfassend umbauen und entwickeln, dabei nutzen wir natürlich auch die riesigen Potentiale der Digitalisierung,“ gibt Maik Rosenberg noch einen Ausblick in die Zukunft des Familienunternehmens.

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