Regelungstechnik für Römerausstellung

2000 Jahre nach der berühmten Varusschlacht, in der die Römer unter ihrem Feldherrn Varus gegen germanische Krieger in der "Schlacht im Teutoburger Wald" verloren hatten, erinnern drei Ausstellungen an das historische Ereignis: die Ausstellung "Imperium" in Haltern, "Konflikt" in Kalkriese bei Osnabrück und "Mythos" in Detmold (www.imperium-konflikt-mythos.de ). In den noch bis zum 11. Oktober 2009 gezeigten Ausstellungen werden Hintergründe der Auseinandersetzung und die Überlieferungen dazu präsentiert.

Für die Ausstellung "Imperium" in Haltern wurde die Seestadthalle zum Museumszelt umgerüstet. Dabei sorgt die Regelungstechnik der Priva Building Intelligence GmbH nach dem Konzept des Ingenieurbüros TGE Markus Ernst und der Energie-Team-Megunorm GmbH & Co. KG (ETM) dafür, dass die rund 350 wertvollen Exponate aus internationalen Museen bei einem konstantem Raumklima präsentiert werden können. Eine besondere Herausforderung war der knappe Zeitrahmen von vier Wochen, der für die erforderlichen Installationen zur Verfügung stand.

Um die antiken Exponate, darunter Leihgaben aus aller Welt, in einem klimatisierten Stoffzelt präsentieren zu können, setzt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Betreiber des LWL-Römermuseums auf die Regelungstechnik von Priva. Dazu wurde von TGE und ETM ein Konzept entwickelt: So umgibt ein Kälteschleier das Zelt aus speziellem Stoff, der einen Wärmeaustausch zwischen Außen und Innen ermöglicht - die Wärme wird nach außen abgegeben, während die Kälte nach unten fällt. So kann auch bei einer Außentemperatur von 36 °C eine geforderte Innentemperatur von 20 °C aufrechterhalten werden. „Angesichts der knappen Installationszeit von vier Wochen ist die Umwandlung einer herkömmlichen Halle für Sportveranstaltungen mit einer Lüftungsanlage ohne Kühlfunktion in einen Museumsort ein wirklich einmaliges Projekt“, berichtet Markus Ernst vom Ingenieurbüro TGE.

Überzeugt hatte das regeltechnische Konzept von ETM, das selbst unter dem gegebenen Zeitdruck Kostensicherheit garantierte. Für die Konzepterstellung nutzte das Unternehmen das Programmierungstool "TC Select" von Priva, das neben der Steuerung der installierten Regelungstechnik auch eine Offline-Simulation der geplanten Regelstrategie vor den Auftraggebern ermöglicht. Heute steuert die Lösung eine zentrale Lüftungsanlage sowie den neu eingebauten Nachkühler im oberen Deckenbereich und das Kälteregister für den unteren Bereich. Dabei überzeugte laut Markus Ernst auch die Bedienbarkeit: „Die einfach zu handhabende Oberfläche ist ein weiterer Vorteil des Systems. So war der Techniker vor Ort innerhalb von zwei Stunden mit der Anlage vertraut, konnte die Regellungen selbständig vornehmen und die Anlage einstellen. Dass wir innerhalb kürzester Zeit adäquate Umgebungsbedingungen für die Exponate aus der Römerzeit schaffen konnten, ist schon ein Erfolg.“

In Detmold wurde bei den Vorbereitungen zur Ausstellung "Mythos" im Lippischen Landesmuseum deutlich, dass die bisherige Beleuchtung nicht mehr den Anforderungen an moderne Museumsbeleuchtung entspricht. Um die 1000 m2 große Ausstellung optimal beleuchten zu können, entschieden sich die Museumsverantwortlichen für den "Arcos"-Strahler von Zumtobel. Mehr als 130 Strahler der Baugröße 3 mit je 70 W  Entladungslampen unterstreichen nun die Ausstellung und setzen die Exponate perfekt in Szene.

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